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Verbrennungsmotoren – deren Verbot schafft nicht automatisch Alternativen

Kommentar von Spartenobfrau Beate Färber-Venz

Spartenobfrau Beate Färber-Venz
© Franz Pluegl Spartenobfrau Beate Färber-Venz
Zwischen dem österreichischen Bundesministerium für Klimaschutz und der EU-Kommission gibt es derzeit einen Dialog über ein Ausstiegsdatum für den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren, um das EU-Klimaziel zu erreichen.
Ich halte diese Politik eines Technologieverbotes für falsch. Ein Verbrennungsmotor, der mit erneuerbaren also „grünen“ Kraftstoffen betrieben wird, ist grundsätzlich ebenso CO₂-neutral wie ein Fahrzeug mit Elektro-Antrieb. Denn für die CO₂-Bilanz beim Betrieb eines Fahrzeuges ist nicht die Technologie des Antriebsstrangs entscheidend, sondern der Einsatz von sauberer Energie wie grünem Strom oder CO₂-neutralem Kraftstoff. Genauso wie ein Elektro-Fahrzeug nur dann ökologisch Sinn macht, wenn sowohl die Produktion als auch der Betrieb mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen gewährleistet ist. Betrachtet man die gesamte Lebensdauer eines Fahrzeugs – und nicht nur seine Betriebsdauer – kann ein Verbrenner-Fahrzeug sogar besser abschneiden als Fahrzeuge mit anderen Antrieben. Somit wäre ein derartiges Verbot für die zeitgerechte Erreichung der Klimaziele sogar kontraproduktiv.

Außerdem wäre der Ersatz von Verbrenner-Fahrzeugen durch E-Fahrzeuge alleine bei weitem nicht ausreichend dafür. Besser wäre es, existierende Bestandsflotten durch den verstärkten Einsatz von erneuerbaren Kraftstoffen klimafit zu machen. Sich diesen Lösungsweg durch ein Technologie-Verbot zu verbauen, halte ich für wenig sinnvoll.
Und wer sagt, dass wir technologisch bei den Verbrennungsmotoren schon das Ende erreicht haben – wenn sich jetzt alle auf E-Mobilität stürzen, wird vielleicht ein wesentlicher Teil der Entwicklung liegen gelassen. Gleichzeitig würde auch das Vermögen von Millionen Österreicherinnen und Österreichern durch einen frühzeitigen Wertverlust ihrer Fahrzeuge vermindert: In Österreich sind derzeit rund fünf Millionen Pkw zugelassen. Ein Neuzulassungs-Verbot mit der Aussicht auf ein generelles Verbot von Verbrennungsmotoren würde den Wiederverkaufswert dieser Fahrzeuge unmittelbar mindern und damit direkt in das Vermögen der Menschen eingreifen, soziale Ungleichheit verstärken und zu Mobilitäts-Armut führen. Schließlich können sich die wenigsten aus dem Stand ein neues Elektro-Fahrzeug leisten.
Eine laufende Abgabenerhöhung für Bestandsfahrzeuge etwa als Vorspiel zu einem Neuzulassungs-Verbot für Verbrenner trifft vor allem Menschen mit geringem Einkommen.

Klug wäre es die Möglichkeit eines sanften Umstiegs zu ermöglichen – ein Zwischenschritt sozusagen, wenn wir die alten „Stinker“ von der Straße bekommen, wäre schon etwas gewonnen, wenn wir Möglichkeiten schaffen auf emissionsärmere Technologien umzusteigen, ohne allzu tief in die Tasche greifen zu müssen. Ich finde, Österreich sollte in der EU für Technologie-Offenheit und damit gegen ein Zulassungs-Verbot für Verbrennungsmotoren eintreten sowie für eine umfassende und gründliche Lebenszyklus-Analyse zur Beurteilung der Klimarelevanz von Fahrzeugen! Wir werden nämlich die Mobilität von Personen und Gütern nicht beschneiden können, ohne auf massiven Widerstand zu treffen.

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