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„Jugendschutzgesetz Neu“

Das neue Jahr hat der Jugend geänderte Rahmen­bedingungen beschert. Für den Handel bedeutet das, das neue Jugendschutzgesetz zu exekutieren.

Rauchendes Mädchen
© Fotolia Tabakwaren und Spirituosen können seit 1. Jänner 2019 erst ab 18 Jahren gekauft (und öffentlich konsumiert) werden.
Jugendschutz ist in Österreich auf Landesgesetzebene geregelt. Seit 1.1.2019 ist es durch die Harmonisierung bundesweit verboten Tabakwaren oder Sprituosen an Jugendliche unter 18 Jahren zu verkaufen. Sportwetten sind ebenfalls erst ab 18 Jahren zulässig.
Für Tankstellenbetreiber und Trafikanten tut sich hier ein
Dilemma auf: Wer 2018 mit 16 Jahren zu rauchen begonnen hat und sich vielleicht schon ein Jahr lang regelmäßig Zigaretten bei seinem Verkäufer geholt hat, muss seit 1. Jänner 2019 von ebendiesem wieder weggeschickt werden.
Klar ist auf der anderen Seite aber auch, dass eine Übergangsregelung in der praktischen Handhabung recht kompliziert gewesen wäre. Das hätte nämlich bedeutet, dass im Verkaufslokal und in der Öffentlichkeit junge RaucherInnen auf ihr Alter nach Stichtag ihrer Geburt hin kontrolliert hätten werden müssen. Und wie verhalten sich nun die Händler zu ihren Stammkunden?
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„Gesetz ist Gesetz“

Trafikanten-Obmann Peter Schweinschwaller sieht die Angelegenheit genau so unaufgeregt wie seine beiden „Kollegen“, die Obmännner der Tankstellenbetreiber und des Energiehandels, Helmut Marchart und Oliver Eisenhöld: „Wir haben ein Gesetz, und daran müssen wir uns halten, da gibt es gar keine Diskussion.“

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Um auf die neue Situation aufmerksam zu machen, wurde in Form einer Ampel ein „Fahrplan auf einen Blick“ entworfen, der in den Tankstellen und Trafiken aushängt, damit sich die jungen Kunden orientieren können, was sie kaufen dürfen und was nicht.

Obmann (mit 1. Februar 2019)Oliver Eisenhöld (Energiehandel)
© Genol Obmann (mit 1. Februar 2019) Oliver Eisenhöld (Energiehandel)

Oliver Eisenhöld: "Mit der gemeinsamen Ampel (Energiehandel; Garagen,- Tankstellen- und Serviceunternehmungen) zum Jugendschutz (oberes Foto rechts) vermitteln wir unsere Haltung und informieren. Beides war uns ein großes Anliegen. Dass wir die Aktion gemeinsam über die Bühne gebracht haben, freut mich nicht nur wegen der Synergieeffekte, sondern auch wegen der produktiven Zusammenarbeit. Und dass das Gesetz bezüglich Abgabe und Verkauf jetzt bundesweit gleich ist, ist nicht nur übersichtlicher für unsere Kundinnen und Kunden, es vereinfacht auch für uns Händler die Sachlage enorm."


Obmann Helmut Marchhart  (Garagen-, Tank­stellen- und Serviceunternehmungen)
© Gerald Lechner Obmann Helmut Marchhart (Garagen-, Tank­stellen- und Serviceunternehmungen)

Helmut Marchhart: "Zusammenarbeit und Kooperationen sind eine gute Sache. Da aber Trafikanten und Tankstellenbetreiber – etwa bei Getränken – große Unterschiede beim Sortiment aufweisen, sind auch die beiden Ampeln dementsprechend unterschiedlich (Fotos rechts).
Mit der bundesweiten Harmonisierung der Jugendschutzbestimmungen ist auch eine Annäherung an die EU erfolgt, da Österreich im Vergleich zu vielen anderen Ländern – zumindest teilweise – eher liberal war in seiner Gesetzgebung. Gleichzeitig wurden mit dem neuen Gesetz andere Punkte  wieder gelockert wie etwa die Ausgehzeiten für Jugendliche."


Obmann Peter Schweinschwaller (Tabaktrafikanten)
© Foto Cisar Obmann Peter Schweinschwaller (Tabaktrafikanten)

Peter Schweinschwaller: "Die größte Umstellung für die Trafikanten war zweifelsohne die Modifizierung der Zigarettenautomaten. Konnte bisher mit der Bankomatkarte das 16. Lebensjahr nachgewiesen werden, so wird jetzt eine NFC-Karte (Near Field Communication) benötigt, um das neue Mindestalter von 18 Jahren zu gewährleisten. Bei Umrüstkosten von rund 1.000 Euro pro im Eigentum der Trafikanten stehenden Automaten konnten insgesamt 400 Euro Förderung in Anspruch genommen werden – 250 Euro vom Gremium und 150 vom Land NÖ. Diese Investition, zahlt sich aus, denn die Strafe für nicht umgestellte Automaten beträgt 500 Euro."

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