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Konjunktur verliert an Fahrt, hohes Niveau bleibt

Jedes Quartal startet das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) eine Befragung, wie die NÖ Industrieunternehmen die Konjunktur einschätzen.

© Christopher Kneissl

Die Kurve zeigt die Zusammenfassung aller Fragen, die sich auf die Ist-Situation und die Entwicklung der wirtschaftlichen Einschätzung der NÖ Industrie beziehen. Im Vergleich zum Vorjahr schätzen die Industriebetriebe die Konjunkturlage deutlich schlechter ein.


Anfang des Jahres 2019 wurden über 70 Unternehmen mit insgesamt 22.400 Beschäftigten befragt, wie sie die aktuelle Konjunkturlage einschätzen.
Die Auftragslage hat sich in den vergangenen drei Monaten leicht verschlechtert, der aktuelle Geschäftsverlauf wird allerdings weiterhin gut bewertet. Beim Ausblick auf die kommenden Monate breitet sich vermehrt Skepsis aus. Die Produktion wird nach Ansicht der Unternehmen im nächsten Quartal stagnieren, die zukünftige Geschäftslage wird leicht negativ gesehen, dennoch rechnen die Firmen mit einer weiteren Zunahme der Beschäftigung.

Produktion im Plus, hohes Auftragsniveau
Die Produktion habe zwar gegenüber dem Herbst leicht zugelegt, liegt aber unter dem Durchschnitt der letzten vier Quartale. 25 Prozent der NÖ Industrieunternehmen melden eine Steigerung ihrer Produktion, neun Prozent mussten zuletzt ihre Produktion drosseln. 82 Prozent der Unternehmen bewerten die Auftragslage positiv, das entspricht einem Rückgang von nur zwei Prozentpunkten im Vergleich zum Oktober.
Auch bei der Chemischen Industrie Niederösterreichs ist die Auftragslage auf
einem hohen Niveau, wie NÖ Fachgruppenobmann Helmut Schwarzl betont: „Auch wenn die Konjunktur insgesamt leicht an Fahrt verliert, unsere Branche verzeichnet Mitarbeiterzuwächse und die Auftragslage ist insgesamt gut. Das bestätigt uns auch die Umfrage.“ (siehe auch Interview unten).
So sind die Kapazitäten in der Erdöl- und Chemischen Industrie Niederösterreichs mit knapp 87 Prozent überdurchschnittlich gut ausgelastet und die Anzahl der Unternehmen mit Kapazitätsengpässen ist größer als jene mit Überkapazitäten. Die gesicherte Produktionsdauer liegt bei 4,8 Monaten, ein Rückgang von 0,9 Monaten. Insgesamt rechnen die NÖ  Industriebetriebe zwar mit einer Stagnation der Produktion, allerdings sei das Niveau derzeit sehr hoch.

„Die Beschäftigungserwartungen bleiben in der niederösterreichischen Industrie weiterhin relativ hoch und auch die Verkaufspreiserwartungen bewerten alle befragten Betriebe  auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau“, erklärt Helmut Schwarzl.

Interview mit Helmut Schwarzl, Obmann der Chemischen Industrie NÖ

Obmann Helmut Schwarzl
© Felix Büchele Obmann Helmut Schwarzl

NÖWI: Die Konjunktur trübt sich etwas ein. Trotzdem geht es der Chemischen Industrie laut Umfrage in NÖ gut. Was ist das Erfolgsgeheimnis der Betriebe?
Natürlich macht der Abschwung auch vor der Chemischen Industrie nicht halt, doch die stetigen Bemühungen die Prozesse zu optimieren und den ökologischen Fußabdruck zu verbessern fördert die Wettbewerbsfähigkeit. Darüber hinaus bedient die Chemische Industrie mit ihren Produkten viele Branchen, was den Abschwung etwas abfedert, weil nicht alle Branchen in gleichem Ausmaß betroffen sind.
Wie schätzen Sie die Entwicklung der Auftragslage in den nächsten Monaten ein?
Aus der Sicht meiner Firma bin ich optimistisch, da die Signale für die nächsten Monate eine gute Auslastung versprechen. Viele meiner Kollegen sind hier etwas pessimistischer, was die Indikatoren aus den Umfragen auch bestätigen. Die Bäume wachsen niemals in den Himmel, nach der jüngsten Hochkonjunktur ist es wohl ratsam, sich auf eine schwierigere Phase einzustellen. Spürbar sind jedenfalls schon die tendenziell steigenden Rohstoffpreise.
Stichwort Fachkräftemangel. Wird dieser angesichts der sich eintrübenden Konjunktur entschärft?  
Die Frage ist mit einem klaren Nein zu beantworten. Die Eintrübung der Konjunktur wird keine Fachkraft kosten, im Gegenteil, gerade in solchen Zeiten ist die qualifizierte Arbeit mit dem Fokus auf Verbesserung und Innovation eine zentrale Gegenreaktion im unternehmerischen Handeln. Es gilt also weiterhin politisch und gesellschaftlich alle Hebel in Bewegung zu setzen, um dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen.
Welche Bedeutung hat die  Industrie für den Wirtschaftsstandort NÖ?

Schwarzl: Die Industrie sichert in Niederösterreich gemeinsam mit den vor- und nachgelagerten Dienstleitungen nahezu jeden zweiten Arbeitsplatz in NÖ. Die Industrie ist damit nicht nur Beschäftigungs-, sondern auch der Standort-Motor schlechthin.

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