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Handelsbilanz 2020 geprägt von Pandemie und Umsatzeinbußen

Kirnbauer: „Die Öffnung ist wichtiger und richtiger Schritt“

Zitat von Franz Kirnbauer
© Tanja Wagner

Im Vergleich zu 2019 sind die Umsätze 2020 in den Lockdown-Branchen um über 10 Prozent gesunken, der Handel mit Bekleidung weist sogar einen Rückgang von 24,4 Prozent auf. „Die Zahlen zeigen deutlich, wie wichtig ein Aufsperren der Geschäfte ist“, betont Franz Kirnbauer, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer NÖ. 

Mit 8. Februar dürfen die Händler ihre Türen wieder für Kunden öffnen – unter Einhaltung strenger Auflagen. „Das ist ein wichtiger und auch der richtige Schritt, denn unserer Betriebe sind wirtschaftlich am Limit“, erklärt Franz Kirnbauer, Obmann der Sparte Handel in der WKNÖ, und ergänzt: „Der Lebensmittelhandel und die Geschäfte, die geöffnet waren, haben klar gezeigt, dass unsere Unternehmen nicht der Ort sind, an dem sich das Virus verbreitet. Die letzten Monate haben bewiesen, dass wir sicher offen halten können. Das gilt für den gesamten Handel und das werden wir auch mit den Lockerungen am 8. Februar fortführen.“ 

Absolut erzielte der stationäre Einzelhandel in NÖ im Jahr 2020 Nettoumsätze in Höhe von rund 11,6 Milliarden Euro (exkl. Ust) bzw. Bruttoumsätze von rund 13,6 Milliarden (inkl. Ust). 

2020: Der Einzelhandel unter Einfluss von COVID-19

Seit März war das Jahr 2020 durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und der zu ihrer Eindämmung gesetzten Maßnahmen geprägt. So mussten im März, April, November und Dezember Geschäfte geschlossen halten, die nicht für die Grundversorgung der Bevölkerung notwendig waren. Dies führte im Jahr 2020 im stationären Einzelhandel in NÖ zu Umsatzrückgängen von nominell 0,2 Prozent (real -1,6 Prozent). Ohne die Branchen, die der Grundversorgung dienen, beträgt das Minus rund 10 Prozent. Selbst kleinere Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel mussten zum Teil deutliche Einbußen hinnehmen. 

In den monatlichen Ergebnissen spiegeln sich die Corona-bedingten Geschäftsschließungen deutlich wieder. Nach einem positiven Jahresbeginn ist es im März und April zu dramatischen Umsatzeinbrüchen gekommen. Zwischen Mai und Oktober hat sich eine Erholung gezeigt. Die Zuwächse in diesen Monaten waren stark vom Einzelhandel mit Lebensmitteln getragen. In Folge des zweiten und dritten harten Lockdowns ist es im November und Dezember erneut zu Umsatzrückgängen gekommen. 

Rückgang bei den Beschäftigten um 1,3 Prozent

Auch am Arbeitsmarkt spiegelt sich die COVID-19-Krise wider. Die Anzahl der Einzelhandelsbeschäftigten in Niederösterreich ist in den Monaten März bis Oktober 2020 gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat zurückgegangen – mit einem Tiefststand im April. Im Jahresdurchschnitt 2020 beschäftigte der Einzelhandel in NÖ rund 59.800 Mitarbeiter. Das sind um rund 1,3 Prozent bzw. 800 Arbeitnehmer weniger als 2019.

NÖ im Bundesländervergleich mit den geringsten Einbußen

Gemeinsam mit Oberösterreich verzeichnet Niederösterreich im Bundesländervergleich die geringsten Einbußen. Hierfür ortet Kirnbauer vor allem drei Gründe: „Der NÖ Handel ist weniger vom Tourismus abhängig als Westösterreich oder Wien. Durch Kurzarbeit und Homeoffice sind viele Niederösterreicher, die in Wien arbeiten, zu Hause und kaufen deshalb auch vor der Haustür ein. Und das Bewusstsein für Regionalität ist am Land besonders ausgeprägt – die Konsumenten kaufen bewusst heimische Produkte und in kleinen, regionalen Geschäften ein.“ Dennoch gibt es große Unterschiede innerhalb der Branche. Der Handel mit Bekleidung (nominell -24,4 Prozent), der Handel mit Schuh- und Lederwaren (nominell -23,8) und der Handel mit Uhren und Schmuck (nominell -19,5 Prozent) verzeichnen massive Rückgänge.  

„Die Öffnung ist ein erster Schritt in Richtung Normalität. Jetzt liegt es an uns allen, Verantwortung zu übernehmen und uns an die Sicherheits- und Hygienebestimmungen zu halten, damit wir diese Chance nicht ungenützt lassen“, appelliert Kirnbauer an die Vernunft und Solidarität der Menschen in Niederösterreich und betont: „Unsere Händler sind bestens vorbereitet und sorgen für ein sicheres Einkaufserlebnis.“

 

Grafik
© KMU Forschung Austria


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