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Wien – Innsbruck an einem Tag: Vollgas in der Gummifabrik

500 Kilometer Gummiband verlassen täglich das Werksgelände von Gassner-Elastics in Weiten. Durch Corona ist die Nachfrage explosionsartig gestiegen. Neue Maschinen wurden angeschafft und Mitarbeiter eingestellt.

Bei Gassner-Elastics wird im Moment rund um die Uhr Gummiband produziert.
© Gassner-Elastics Bei Gassner-Elastics wird im Moment rund um die Uhr Gummiband produziert.

„Ich bin seit 40 Jahren in der Textilbranche tätig, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt. Alle wollen Gummibänder für Atemschutzmasken,", sagt Werner Gassner. Der 70-jährige Unternehmer aus Weiten lässt sich an seinem Schreibtisch nieder, nimmt einen kräftigen Schluck aus der Kaffeetasse und fügt lachend hinzu: „Davon brauch ich im Moment eine Extra-Dosis." Seit Corona die Welt fest im Griff hat, laufen bei Gassner-Elastics – einem der letzten österreichischen Hersteller für Gummibänder – Telefone und Computer heiß. Lieferanten und Kunden geben sich die Klinke in die Hand. „Wir bekommen mehr Anfragen, als wir abarbeiten können. Meine Mädels im Büro haben schon Elefantenohren und auch die Mitarbeiter in der Verpackung dampfen." Für die Produktion hat der Waldviertler Betrieb 14 neue Maschinen angeschafft und zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. 200 Textilmaschinen produzieren nonstop Gummibänder für die Textil- und Bekleidungsbranche, aber auch technische Gummibänder, etwa für den Automobilsektor. Geliefert wird in die gesamte EU und über Subfirmen auch in andere Länder, etwa Russland.

„Neben Maskenherstellern melden sich seit einigen Wochen auch Möbelhersteller und Tapezierer, die umrüsten und Masken produzieren wollen", erzählt Gassner. Und einige Rollen Gummiband reserviert er auch für Privatpersonen und gemeinnützige Vereine, die Mund-Nasen-Schutz selbst nähen.

Seit 150 Jahren im Familienbesitz

„Wochenende oder Feiertage kennen wir im Moment nicht. Wir produzieren sieben Tage die Woche, 24 Stunden lang", sagt Gassner und führt in eine große Halle, in der sich Maschine an Maschine reiht. Ohne Unterlass läuft Gummi vom Band und wird auf große Industriespulen gewickelt. Seit 150 Jahren ist der Betrieb in Familienbesitz, seit 40 Jahren führen Werner und Gerda Gassner die Geschicke der Firma. „Wir haben schon den Kaiser beliefert und es gibt wohl kaum jemanden in Österreich, der nicht in irgendeiner Form Gummiband von uns trägt, oder fährt", sagt Gassner und führt aus dem Werksgelände auf einen großen Hof. Sanfte Hügel und Wälder umgeben die Produktionsstätte, die idyllisch an einem kleinen Bach liegt. „Bei dieser Lage und diesem Ausblick kann man sich gar nicht vorstellen, was sich im Moment hinter diesen Mauern abspielt", zu viel meint Gassner und lacht. Wirtschaftlich sei diese Zeit ein großer Gewinn, angesichts des Alters aber auch eine Herausforderung. „Wir sind hoch motiviert, ehrgeizig und denken noch nicht an Ruhestand", verrät der Vollblut-Unternehmer. Und auch wenn es noch keinen Nachfolger gibt, bei Gassner Elastics wird nach wie vor langfristig geplant und gehandelt.

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