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Güterbeförderungsgewerbe: „Bringen das, was wir täglich brauchen“

Maut, Bürokratie & Auflagen – der Güterverkehr hat es derzeit nicht leicht. Strategien waren daher Thema Nr.1 bei der FG-Tagung.

© Andreas Kraus

V.l.: WKNÖ-Direktor Johannes Schedlbauer, NÖ Spartenobfrau Transport und Verkehr Beate Färber-Venz, Spartenobmann a.D. Franz Penner, WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, Landesrat Ludwig Schleritzko, Fachgruppenobmann Markus Fischer (Güterbeförderungsgewerbe), WKNÖ-Vizepräsident Christian Moser, WKNÖ-Vizepräsident Josef Breiter, Fachruppenobmann-Stellvertreter Christoph Mitterbauer und Bundessparten­obmann Alexander Klacska.


Ob es sich um den Treibstoff für die Tankstellen, um Lebensmittel für den Greissler oder um Medikamente für Apotheken handelt, ohne Güterbeförderer würden das Land und die Wirtschaft stehen, betonte Wirtschaftskammer Präsidentin Sonja Zwazl bei der Tagung der niederösterreichischen Güterbeförderer in Wieselburg: „Sie bringen all das, was wir täglich brauchen, trotzdem werden die Leistungen ihrer Branche viel zu wenig wertgeschätzt.“
Während die Branche medial oft hergebeutelt wird, müssen sich die Betriebe im Spannungsfeld von Kosten- und Konkurrenzdruck behaupten. Ebenso erschweren rasante technische Änderungen, ständig steigende Umweltanforderungen sowie immer neue Auflagen und Vorschriften die Arbeit der Unternehmen zusehends.


Bewegung in die richtige Richtung

Umso mehr Bedeutung kommt der Arbeit der Interessenvertretung zu, beginnend bei den zahlreichen Initiativen der Fachgruppe bis hin zur Arbeit der Wirtschaftskammer auf Landes- und Bundesebene. Der neue Fachgruppenobmann Markus Fischer weist darauf hin, dass es beim sogenannten Nacht 60er „zumindest mal Bewegung in die richtige Richtung gibt“.
Selbst, wenn das „Gap“ zum Pkw auf einer 140 Teststrecke noch immer stolze 70 km/h betrage, so Bundesspartenobmann Alexander Klacska: „Dieser Geschwindigkeitsunterschied ist noch viel zu viel und zu gefährlich.“ Was die Kontrollen anbelangt, so wehre sich die Branche nicht dagegen, verlange aber, dass diese korrekt und fair ablaufen, fordert Markus Fischer. „Wir wollen ordentlich behandelt werden.“ Deswegen führt die Fachgruppe regelmäßig Gespräche mit Behörden durch.
Ein Ergebnis sei die Selbstabfragemöglichkeit der Betriebe über ihre Risikoeinstufung am Unternehmensserviceportal.
Der gute Draht zum Land Niederösterreich funktioniert ebenfalls, das unterstreicht die Anwesenheit des für Finanzen und Mobilität zuständigen Landesrates Ludwig Schleritzko. Dieser kann den berichten, dass allein 2019 330 Millionen in den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur investiert werden.
Während im Land einiges ins Rollen gebracht werde, so Obmann Fischer, rufen die Mauttarife auf Autobahnen und Schnellstraßen den Unmut Transportbranche hervor: „Während wir stets in die neuesten Technologien investieren müssen, haben wir gleichzeitig die höchsten Gebührenerhöhungen zu tragen.“

E-Mobilität: Weiter Weg zum Business Case

Dass das Tempo der technischen Entwicklung enorm ist, wird beim Vortrag von MAN-Manager Franz Weinberger ersichtlich: Experimentiert wird bereits eifrig mit Platoon-Zügen, wo „drahtlos miteinander vernetzte Lkw in kurzem Abstand hintereinander wie ein Auto fahren“. Weinberger rechnet damit, dass bis 2025 jeder dritte Lkw zumindest teilautonom unterwegs sein wird. Welche Antriebsform sich in Zukunft durchsetzen werde, ob E-Mobilität oder Wasserstoff, sei noch nicht abzusehen. Weinberger vergleicht die jetzige Situation mit dem Formatkrieg bei den Videokassetten in den frühen 80iger Jahren, wo einige Zeit auch nicht klar war, welches System sich am Weltmarkt durchsetzen wird.
Die Industrie investiert jedenfalls sehr viel in den Ausbau der E-Mobilität. In manchen Bereichen, wie im städtischen Busverkehr werde es bald nur mehr elektrogetriebene Fahrzeuge geben, ist Weinberger überzeugt: „Allerdings“, so die einschränkende Auskunft, „ist es für die Transportbranche noch ein weiter Weg zum Business Case.“ Zwar sei der Einsatz der E-Mobilität technisch kein Problem, in betriebswirtschaftlicher Hinsicht rechne sich das Modell aufgrund der hohen Investitionskosten für Infrastruktur sowie Service und Wartung noch nicht.

Fachgruppentagung Güterbeförderungsgewerbe
© Andreas Kraus

Urkunden und Ehrennadeln gab es für

Alexander Angerler
Martin Kager
Günther Maier
Rudolf Neumeister
Hannes Parik
Franz Penner
Leopold Umshaus
Karl Zeilinger
Josef Ziganek

Bildergalerie, Fotos: Andreas Kraus

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