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Grünes Licht für Kroatiens Euro-Beitritt

Positive Nachrichten für die heimische Wirtschaft: Die EU-Institutionen kommen zum Schluss, dass Kroatien die erforderlichen Kriterien erfüllt und bereit für die Euro-Einführung mit 1. Jänner 2023 ist. Damit wird sich die Zahl der Mitgliedstaaten des Euroraums auf zwanzig erhöhen und ein starkes Zeichen der europäischen Einheit gesetzt.

Kroatien Flagge und Euro
© Rochu_2008/stock.adobe.com

Kroatien und Österreich sind wirtschaftlich eng verflochten. Österreich ist mit rund fünf Milliarden Euro an Direktinvestitionen zweitgrößter Auslandsinvestor. Das bilaterale Außenhandelsvolumen beläuft sich auf knapp zwei Milliarden Euro, der Dienstleistungsaustausch beträgt gesamt über 1,5 Milliarden Euro. Derzeit gibt es in Kroatien hunderte österreichische Niederlassungen. Eine gemeinsame Währung wird diese Performance zweifellos begünstigen. Vorteile bringt etwa der Wegfall von Wechselspesen. Zudem entfällt die Gefahr der Währungsspekulation gegen die Kuna. Eine separate Absicherung gegen deren Entwertung wird obsolet.

Schengenbeitritt wäre der nächste Schritt

Seit dem EU-Beitritt am 1. Juli 2013 ist Kroatien Teil des EU-Binnenmarktes und damit der Zollunion. Kroatien ist aber noch nicht Teil des Schengenraums. Nach der Einführung des Euro wäre dies ein nächster Schritt. Das notwendige Prozedere wurde bereits in Gang gesetzt und könnte schon im Jahr 2023 zum freien und uneingeschränkten Personenverkehr über die kroatische Grenze zu Slowenien und Ungarn führen.
wko.at/aussenwirtschaft/hr