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Goldenes Schiff: Wirtshauskultur in fünfter Generation

Bei einem Betriebsbesuch des geschichtsträchtigen Tullner Gasthauses konnten sich WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger und Tourismusobmann Mario Pulker davon überzeugen, wie es schmeckt, wenn Tradition und Innovation aufeinandertreffen.

V.l.: Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Thomas Baumgartlinger, Tourismuslandesrat Jochen Danninger und NÖ Spartenobmann Tourismus & Freizeitwirtschaft Mario Pulker.
© David Schreiber V.l.: Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Thomas Baumgartlinger, Tourismuslandesrat Jochen Danninger und NÖ Spartenobmann Tourismus & Freizeitwirtschaft Mario Pulker.

Das goldene Schiff gibt es schon seit 150 Jahren. Wirtshaustradition und Küchengeheimnisse wurden von Generation zu Generation weitergegeben, genau wie das Gasthaus selbst. So führt Thomas Baumgartlinger das Goldene Schiff nun in der fünften Generation. Seine Mutter Maria, die Urenkelin des Gründers, ist noch immer mit an Bord und nach wie vor das Herz in der Küche. Corona hat das Goldene Schiff einigermaßen gut überstanden: „Wir haben uns in dieser Zeit auf Abhol- und Lieferservice verlegt. Da wir auch Catering machen, hatten wir die logistischen Voraussetzungen dafür. Alle haben an einem Strang gezogen und einmal mehr unter Beweis gestellt, was alles möglich ist, wenn die ganze Familie in die Bresche springt und zusammenhält“, erzählt Baumgartlinger. 

Auf dem Speiseplan des Goldenen Schiffs stehen die guten alten Klassiker, behutsam in die heutige Zeit geholt und ohne viel Schnick-Schnack auf den Teller gebracht. Gekocht wird vor allem mit Produkten aus der Gegend. „Regionalität, Qualität, familiärer Zusammenhalt sowie die Verbindung von Tradition und Innovation: Das sind die Erfolgsrezepte mit denen ein Haus auch nach 150 Jahren noch bestehen kann“, zeigte sich WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker bei seinem Besuch beeindruckt. 

Gruppenfoto
© David Schreiber

V.l.: Sylvia Gabauer (Leitung Regionalbüro Städteverein, Donau NÖ Tourismus GmbH), Peter Sigmund (Leitung Regionalbüro Wachau-Nibelungengau-Kremstal, Donau NÖ Tourismus GmbH), Thomas Baumgartlinger, Tourismuslandesrat Jochen Danninger, NÖ Spartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft Mario Pulker und Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker. 

Tourismuslandesrat Jochen Danninger zeigte sich von der Gastfreundschaft der Familie Baumgartlinger beeindruckt: „Das Goldene Schiff ist der erfrischende Inbegriff der niederösterreichischen Wirtshauskultur. Diese Wirtshausfamilie vereint regionale Produkte, Gastfreundschaft und Unternehmertum unter einem Dach. Beeindruckt hat mich besonders, wie das Goldene Schiff während des Lockdowns mit einem rasch aus dem Boden gestampften Lieferservice für seine Gäste da war und diesen Service nun auch weiterführt.“

Auch NÖ Spartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft Mario Pulker betonte die Wichtigkeit starker Wurzeln – vor allem in Krisenzeiten. „Das Goldene Schiff ist ein gewachsener Familienbetrieb, eine Institution in der Gegend.“ Nach schwierigen Monaten ortet der Tourismusobmann wieder verstärkt Optimismus unter den Gastronomen. „Vor allem für die Landgasthäuser, die mit Qualität und Regionalität punkten und das Potenzial österreichischer Gäste nutzen können, geht es langsam wieder bergauf.“

Das sieht auch Baumgartlinger so: „Neben dem Catering, läuft auch das Tagesgeschäft im Gasthaus wieder an. Wir sind zuversichtlich und lassen uns nicht unterkriegen“, blickt er optimistisch in die Zukunft.

Kleiner geschichtlicher Exkurs:

An der Stelle, wo das Gasthaus zum Goldenen Schiff heute steht, floss vor 150 Jahren noch die Donau. Und dort, vor der Haustüre stand Karl Gemeinwieser eines Abends und überlegte, wie er sein neu gegründetes Gasthaus nennen könnte. Die Abendsonne verabschiedete sich langsam hinter den Horizont, als er die Segel eines prächtigen Schiffes ausmachte, das die Donau stromabwärts fuhr. Und wie er das Schiff so betrachtete, von den letzten kräftigen Sonnenstrahlen des Tages nochmals beschienen, erschienen ihm die Segel, als seien sie aus purem Gold. Der Anblick was so überwältigend, dass Karl Gemeinwieser kurzerhand sein Gasthaus „Zum Goldenen Schiff“ nannte. Genauso wie es auch heute noch heißt. Und seither, so sagt man, erscheint so manchem Gast nach durchzechter Nacht im Morgenlicht am Donauufer ein goldenes Schiff, das stromabwärts segelt.

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