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Glasverfahrenstechnik als Lehrberuf

Die Vetropack Austria entwickelte mit dem Glasverfahrenstechniker/der Glasverfahrenstechnikerin einen neuen Lehrberuf mit Perspektive.

Neuer Lehrberuf Glasverfahrenstechnik
© Vetropack Austria GmbH Das duale Ausbildungssystem, die Kombination von Theorie und Praxis, betrifft auch den neuen Lehrberuf Glasverfahrenstechnik. Ab September bildet Vetropack Austria acht Lehrlinge aus.

„Wir benötigen gut ausgebildetes Fachpersonal, das einerseits eine Ahnung von Glas, Temperaturen und Glasschmelze hat, andererseits auch die Maschinen, die wir im Betrieb haben, versteht. Aus dieser Anforderung entwickelte sich das Berufsbild Glasverfahrenstechnik, wobei wir unsere Lehrlinge sowohl im Maschinenbau als auch in der Automatisierungstechnik ausbilden“, erzählt Johannes Schuster, Head of Trainees bei der Vetropack Austria GmbH.

Damit entwickelte die Vetropack Austria einen neuen Lehrberuf mit Perspektive und  stimmt die Lehrlingsausbildung noch stärker auf die erforderlichen Kenntnisse der Glasindustrie ab. Die Wirtschaftskammer NÖ stand bei der Entstehung dieses Lehrberufs mehr als unterstützend zur Seite.

Vetropack:  Zehn Jahre Lehrlingsausbildung

Seit 2008 bildet Vetropack Lehrlinge in den technischen Bereichen aus. 2018 ist es gelungen mit der Glasverfahrenstechnikerin/dem Glasverfahrenstechniker einen neuen fachspezifischen Lehrberuf mit Perspektive in Österreich zu etablieren. Kompetente Glasverfahrenstechnikerinnen und -techniker überwachen und steuern die Produktionssysteme von den Schmelzwannen über die Glasblasmaschinen bis zu den Inspektions- und Packmaschinen. Die meisten davon sind hoch automatisiert, auch Roboter sind im Einsatz. Die moderne, industrielle Produktion ist mit Hightech vollgepackt.

„Heutzutage übernehmen Computer die Justierungsarbeiten, um die feinen Einstellungen beispielsweise für Leichtglas zu ermöglichen. Die ganzen Tätigkeiten sind um ein Vielfaches komplexer geworden“, weiß Lehrlingsausbildner Johannes Schuster zu berichten.

Genau dafür werden die Lehrlinge ausgebildet – acht pro Jahr – und bisher sind alle im Unternehmen weiterbeschäftigt worden. „So gesehen bietet das einzigartige Know-how unserer Glasverfahrenstechniker/innen viele Möglichkeiten für die Zukunft“, so Johannes Schuster.

Erst kürzlich verkündete die Bundesregierung im Ministerrat im Zuge der Standortoffensive, dass sie 13 neue bzw. überarbeitete Lehrberufe präsentieren möchte. Diese sollen fit für das digitale Zeitalter gemacht werden, wozu eben auch die Glasverfahrenstechnikerin/der Glasverfahrenstechniker zählt. Auch sie müssen wie der Bautechnische Assistent, der Maskenbildner, der Steinmetztechniker oder der Internethändler (E-Commerce) den Umgang mit Computerprogrammen perfekt beherrschen, um etwa digitale Modelle zu erstellen oder eben Shop-Management-Systeme weiterzuentwickeln sowie Onlineshops zu bewirtschaften.

Glasverfahrenstechnik ab September Lehrberuf

Künftige Glasverfahrenstechnik-Lehrlinge
© Vetropack Austria GmbH Eine Glasverpackung ist wie ein Tresor, der den Inhalt schützt und langfristig hält, wobei Glas sich zu 100 Prozent recyceln lässt. Das lernen auch die künftigen Glasverfahrenstechnik-Lehrlinge.

Nach der Begutachtung soll diese Reform der Lehrberufe ab Juni in Kraft treten, womit die Lehrlinge in diesen neuen Berufsfeldern ab Herbst ausgebildet werden können. Bei Vetropack werden in Pöchlarn und Kremsmünster somit ab September die ersten acht Glasverfahrenstechniker/innen ausgebildet.

„Für dieses neue Berufsbild haben wir sämtliche Kontakte hergestellt und auch sehr rasch auf die Anforderungen der Glaswirtschaftsbetriebe reagiert, damit der neue Lehrberuf möglichst schnell zur Begutachtung zu den Sozialpartnern kommt und in weiterer Folge zum Bundesminister“, berichtet Stefan Gratzl, der Leiter der WKNÖ-Abteilung Bildung, „Wir haben ein offenes Ohr für unsere Branchen und ermöglichen, abgestimmt auf deren Bedürfnisse und zielgerichtet auf die Fachbedürfnisse, eine rasche Realisierung bei zukunftsreichen Lehrberufen.“

Derzeit entwickeln die Vetropack-Glasspezialisten eine eigene Plattform für den neuen Lehrberuf, wobei sie eng mit der Firma Stölzle Oberglas zusammenarbeiten. Johannes Schuster informiert: „Da wird es für die Jugendlichen eben auch mit facebook und Instagram kostenlose Online-Dienste zum Teilen von Informationen, Fotos und Videos geben.“

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