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Geschäftsrisiko „Naturkatastrophe“

Während das Risikobewusstsein in den Privathaushalten steigt, unterschätzen heimische Firmen die Risiken oft. Mit „teils verheerenden Folgen“, wie Sicherheitsexperten aufzeigen.

Im gesamten Jahr 2018 registrierte das Österreichische Blitzortungssystem ALDIS 125.549 Blitzeinschläge in Österreich.
© Pixabay Im gesamten Jahr 2018 registrierte das Österreichische Blitzortungssystem ALDIS 125.549 Blitzeinschläge in Österreich.

Dürreperioden, Starkregen und Hochwasser, Frost oder orkanartige Stürme. Das Jahr 2018 hatte in Bezug auf Extremwetterereignisse alles zu bieten. „Extreme Wetterphänomene nehmen in Österreich zu und treffen auf eine eher unzureichend vorbereitete Gesellschaft. Die Risiken werden noch immer stark unterschätzt. Daher ist es besonders wichtig, dass die Bevölkerung über Gefahren informiert ist und Präventionsmaßnahmen ergreift“, betont Vize-Präsident Othmar Ederer (Versicherungsverband Österreich, VVO), „die möglichen jährlichen durch Naturkatastrophen verursachten Schäden in Österreich werden auf weit mehr als 200 Millionen Euro geschätzt“.
Rund 99,6 Prozent der Betriebe in Österreich zählen zu den Klein- und Mittelunternehmen. Wie eine aktuelle Studie des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) zeigt, sind gerade diese schlecht geschützt und großen Risiken ausgesetzt: „Es zeigt sich, dass die Sensibilisierung der Bevölkerung im Allgemeinen zugenommen hat. Doch ziehen die wenigsten befragten Unternehmen Schlüsse aus den Informationen, die für sie verfügbar wären, auf ihren eigenen Standort und dessen Gefährdung durch Naturkatastrophen“, erklärt KFV-Direktor Othmar Thann..
So zeigt die Befragung in Österreich, dass nur knapp mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Klein- und Mittelbetriebe in Gemeinden mit Hochwasser-Gefahrenzonen davon ausgehen, von Naturkatastrophen betroffen sein zu können.


V.l.: VVO-Generalsekretär Louis Norman-Audenhove, VVO-Vorstandsvorsitzender Othmar Ederer, KFV-Direktor Othmar Thann, VVO-Vize-Präsident und der Leiter des Österreichischen Blitzortungssystems ALDIS, Gerhard Diendorfer.
© VVO/APA-Fotoservice/Hautzinger V.l.: VVO-Generalsekretär Louis Norman-Audenhove, VVO-Vorstandsvorsitzender Othmar Ederer, KFV-Direktor Othmar Thann, VVO-Vize-Präsident und der Leiter des Österreichischen Blitzortungssystems ALDIS, Gerhard Diendorfer.

Blitze Brandauslöser Nr. 1


Während ein Drittel der Klein- und Mittelbetriebe schon einmal direkt durch die Folgen eines Extremwetterereignisses betroffen war, haben rund 59 Prozent der KMU, die in Gefahrenzonen liegen, kein konkretes Prozedere für den Katastrophenfall geplant. Bei 27 Prozent der betroffenen Betriebe war das Ausmaß des Schadens so hoch, dass die Produktion/Dienstleistung eingestellt werden musste.
„Für viele Klein- und Mittelbetriebe, vor allem im Produktionssektor, ist ein Ausfall der Leistung, etwa durch große Schäden aufgrund von Feuer oder Hochwasser, existenzbedrohend“, erklärt Othmar Thann. In Österreich werden Blitzentladungen selten mit Extremwetter-Ereignissen in Verbindung gebracht, dabei kommt es Jahr für Jahr in Österreich zu folgenschweren Schäden aufgrund von Blitz­einschlägen. Im gesamten Jahr 2018 registrierte das Österreichische Blitzortungssystem ALDIS 125.549 Blitzeinschläge in Österreich. Sehr blitzreich war das Jahr 2012 mit 206.396 Blitzeinschlägen. Was wenige wissen: Österreich gehört mit Oberitalien und Slowenien zu den blitzgefährdetsten Regionen in Europa“, erklärt ALDIS-Leiter Gerhard Diendorfer.

Einschlag überall möglich


„Wo der Blitz bei einem Gewitter genau einschlägt, lässt sich weder vorhersagen noch verhindern, aber es gibt sehr effektive Maßnahmen wie Blitzschutzanlagen und Überspannungsschutzgeräte.“
Wie wichtig Blitzschutzprävention ist, zeigt auch die aktuelle Brandschadensstatistik: 2017 entfielen fast 19 Prozent der Brände (1.376 Brandgeschehen) auf die Zündquelle „Blitzschlag“, die damit eine Brandschadensumme von 16.543.000 Euro verursacht hat. Damit ist Blitzschlag derzeit die Brandursache Nummer 1 in Österreich.


Für den Fall der Fälle


  • Bei Naturkatastrophen soll die Grundversorgung für mindestens zehn Tage reichen (Angaben pro Person/Tag): mindestens 2,5 Liter reines Trinkwasser, 1 kg Lebensmittel (Kohlenhydrate, Eiweiß und Fette), trocken, kühl, dunkel und frostsicher lagern, Vorräte bedarfsorientiert ergänzen (Säuglinge, Kleinkinder, Diabetiker...)
  • Informationen über die Gefahrenstufe des Wohngebietes einholen
  • wichtige Dokumente und eine Sicherungs-CD mit relevanten Daten gesammelt in einer Mappe verwahren, wichtige Telefonnummern auch handschriftlich notieren
  • Vorbereiten: Notgepäck,  Reparaturwerkzeug, Strom-Alternativen (Gaskocher, Batterieradio, Notbeleuchtung), warme Decken/Schlafsack, Brennmaterial, Hausapotheke
  • Zivilschutzalarm: Dauerton drei Minuten = Warnung (Radio/TV einschalten, Nachbarn informieren, Schutz suchen), Dauerton eine Minute = Entwarnung


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