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Gastronomiegroßhandel in schwieriger Lage

Während der gesamte Lebensmittelhandel seine Versorgungsfunktion in der Corona-Krise exzellent erfüllt, sind die Betriebe aus der Branche, die auf die Belieferung der Gastronomie spezialisiert sind, ebenfalls in einer äußerst schwierigen Situation.

Christof Kastner
© Stephan Huger Christof Kastner

„Rund 7.000 Mitarbeiter aus dem Gastronomiegroßhandel in Österreich sind in Kurzarbeit, je nach Kundenstruktur sind 75 bis 100 % der Kunden im Gastronomiegroßhandel weggebrochen“, sagt Christof Kastner, Obmannstellvertreter der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer NÖ. 

Die wirtschaftlichen Probleme und Liquiditätsengpässe im Gastronomiegroßhandel werden sich noch dramatisch verschärfen, gleichzeitig droht aufgrund der vollen Lager auch der Verderb von Lebensmitteln. Ein stufenweises Hochfahren der Gastronomie ist laut Bundesregierung nach weiteren Evaluierungsschritten frühestens Mitte Mai angedacht. Dabei werden strenge Auflagen erwartet.  

Der Gastronomiegroßhandel wird damit eine jener Branchen sein, die sehr spät wieder öffnen werden. Deshalb fordert Christof Kastner eine spezielle Unterstützung für die Branche auch in Form von Zuschüssen neben den bestehenden Überbrückungsfinanzierungen. 

Der Gastronomiegroßhandel ist in der Lieferkette für die gesamte Tourismus- und Gastronomiebranche ein Schlüsselfaktor. Sollten hier Betriebe im Rahmen der Corona-Krise scheitern, hat das negative Auswirkungen auf viele Fremdenverkehrsbetriebe und die Wertschöpfung, die Österreich als Tourismusland generiert. Auch um die Lebensmittelversorgung von kritischer Infrastruktur wie Spitäler, Pflegeheime, Rotes Kreuz und Bundesheer abzusichern, braucht es funktionierende Betriebe im Gastronomiegroßhandel. 

Der Spartenobmann-Stellvertreter warnt auch davor, dass es durch die Krise zu einer weiteren Anbieterkonzentration im Gastronomiegroßhandel kommen könnte und fordert hier eine gezielte Unterstützung, damit nicht wesentliche Teile der Lebensmittelversorgung von wenigen international gesteuerten Anbietern abhängig werden. „Mit einer gezielten Förderung auch des Gastronomiegroßhandels müssen Bund und Land den Neustart im Tourismus und der Gastronomie unterstützen und eine wesentliche Säule der Lebensmittelversorgung absichern“, schließt Kastner.


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