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Freizeiterlebnis im Freibad

Der Mai ist gekommen – und damit auch die Badesaison. Anlass genug, einen Blick hinter die Kulissen der sommerlichen Freizeit­oasen zu werfen.

Eine Wasserrutsche mit Lichtspielen (LED) wie diese ist das aktuelle Highlight für die Gäste im Thermalstrandbad Baden (Nachtaufnahme wegen besserer Sichtbarkeit der Lichteffekte).
© wiegand.maelzer GmbH Eine Wasserrutsche mit Lichtspielen (LED) wie diese ist das aktuelle Highlight für die Gäste im Thermalstrandbad Baden (Nachtaufnahme wegen besserer Sichtbarkeit der Lichteffekte).



Und so sieht eine solche Rutsche mit LED-Effekten von innen aus.
© wiegand.maelzer GmbH Und so sieht eine solche Rutsche mit LED-Effekten von innen aus.

216 aktive Mitgliedsbetriebe zählt die Branche in Niederösterreich insgesamt. Davon 127 Freibäder, von denen manche auch über ein  Hallenbad verfügen. So gut wie jedes Bad wird von der jeweiligen Gemeinde verwaltet. Eine Goldgrube sind sie alle nicht – auch, wenn sie gut besucht sind.

Hohe Kosten und niedrige Eintrittspreise
Niedrige Eintrittspreise und eine schwer erreichbare Kosten­deckung sind eine Sache. Eine andere ist aber der tatsächliche Auftrag der Freibäder, in  erster Linie nämlich ein gesundheits- und gesellschaftspolitischer Auftrag (siehe dazu auch das Interview mit Branchensprecher Kurt Staska).
Natürlich würde sich niemand gegen satte Profite wehren, aber angesichts der kostenintensiven Vorgaben in Sachen Hygiene und Sicherheit sowie der moderaten Eintrittspreise wundert es auch niemanden, dass es sich bei Freibädern in erster Linie um ein traditionsreiches „Bürgerservice“ handelt.
Der soziale Auftrag, den die Bäder landläufig erfüllen, äußert sich nicht nur in Familien- und Sondertarifen für Schulklassen, Kriegsinvaliden, Pensionisten, Wehrpflichtige oder Kinder, er beinhaltet vor allem auch die Möglichkeit einer „Begegnungszone im Freien“ mit der Option, sich körperlich zu betätigen oder bei Sonnenschein zu entspannen.

Andere Zeiten, andere Sitten

Gleichzeitig stehen die Bäderbetreiber aber auch ständig „mit einem Fuß im Kriminal“: „Wenn sich früher ein paar Burschen danebenbenommen haben, sind sie vom Bademeister hinauskomplimentiert worden und gut wars. Heute stehen sie eine Stunde später mit Vater und Anwalt im Verwaltungsbüro“, skizziert Kurt Staska die aktuelle Situation, „die Zeiten sind eben generell nicht einfacher geworden. Aber damit muss man heutzutage eben umgehen und das Beste daraus machen“.


Best Practice-Beispiel Thermalstrandbad Baden: Kommentar von Bürgermeister Stefan Sziruscek:

Stefan Szirucsek, Bürgermeister von Baden
© psb/Dusek Stefan Szirucsek, Bürgermeister von Baden

"Wir erneuern und erweitern unser Angebot im Thermalstrandbad Baden laufend – unsere jüngste Investition ist die Wasserrutsche mit LED-Lichtern. Das ist ein weiter Weg für ein Bad, das bereits 1926 eröffnet worden ist.
Angesichts der geringen Eintrittspreise und der hohen Kosten durch das Golden Plating bei den Bäder-Vorschriften kann ich nur sagen, dass wir unsere Bäder in erster Linie als Erfüllung des Auftrags unserer Bürgerinnen und Bürger sehen. Denn ein Freibad ist ja nicht nur eine Möglichkeit zu schwimmen, sondern betrifft die Bereiche Gesellschaft, Sport, Gesundheit und Freizeitgestaltung generell. Seinem Körper Gutes zu tun, zu entspannen  und das auch noch in Gesellschaft mit anderen, ist in unserer Zeit von unschätzbarem Wert. Diese Freizeitmöglichkeit als Teil der Infrastruktur in Baden sehe ich für genauso selbstverständlich an wie instandgehaltene Straßen oder Strom- und Gasleitungen. Dass wir dabei auch auf die Umwelt schauen, versteht sich von selbst: Die Wärmerückgewinnung mit Wärmepumpen sorgt bei uns für die Badewassererwärmung, und die Solaranlage „hilft” die Duschen mit Warmwasser zu versorgen."


Branchensprecher Kurt Staska im Interview:

Kurt Staska, Branchensprecher der Bäderbetriebe
© Dusek Kurt Staska, Branchensprecher der Bäderbetriebe

Was macht unsere Bäder so teuer in der Erhaltung?
Staska: Zum einen sind es die niedrigen Preise und Sondertarife. Wir wollen schließlich, dass jeder ins Bad gehen kann. Zum anderen die aufwändige Technik, um die vorgeschriebenen Hygiene- und Sicherheitsstandards gewährleisten zu können. Vergleicht man unsere Standards mit anderen Ländern der EU, sieht man, dass die österreichische Auslegung die EU-Bestimmungen übererfüllt. Die nächsten Novellierungen diesbezüglicher EU-Gesetze sollten daher moderater umgesetzt werden. Dann kann sich die Branche auch wieder erholen.


Wieviel Technik steckt heute im Freibad?
Stark vereinfacht lässt sich das so illustrieren: Früher war der Bademeister ein sonnengebräunter Vorzeigekörper, der am Beckenrand aufgepasst hat. Heute ist er eine Fachkraft mit Rettungsschwimmer- und Erste-Hilfe-Nachweis, die auch mit Filtertechnik, Mischungsverhältnissen und verschiedensten Messgeräten umgehen können muss.


Was hat sich über die Jahre sonst noch geändert?
Der Anspruch der Badegäste. Viele haben schon selber einen Pool im Garten. Da reicht ein Rechteck-Bassin nicht mehr aus, damit man ins Bad geht. Man muss den Gästen heute schon deutlich mehr bieten!

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