th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Färber-Venz: Flächendeckende Lkw-Maut zielt am Hauptproblem vorbei und schadet Standort

Für den internationalen Transitverkehr, der schon jetzt Maut zahlt, ändert sich nichts, sehr wohl aber für regionale Zulieferer. Die Mehrkosten tragen letztlich die Konsumenten, kritisiert die Spartenobfrau Beate Färber-Venz.

LKW
© Pixabay
Beate Färber-Venz, Spartenobfrau Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer NÖ, steht der  Forderung nach einer Ausweitung der Lkw-Maut auf sämtliche Straßen im Land ablehnend gegenüber. Dazu komme, dass eine flächendeckende Maut am Hauptproblem vorbei ziele.

Trifft den Falschen


„Den internationalen Transitverkehr wird eine solche Ausweitung der Maut nicht abschrecken. Denn dieser Güterverkehr, der Österreich nur quert, ist ja nahezu ausschließlich auf Autobahnen und Schnellstraßen unterwegs, wo er jetzt schon Lkw-Maut zahlt. Eine flächendeckende Lkw-Maut trifft somit den Falschen“, sagt Färber-Venz. Besonders stark betroffen wären nämlich regionale Wertschöpfungsketten, da der regionale Zulieferverkehr bisher großteils über nicht bemautete Straßen abgewickelt wird.

Ebenso werden andere Ziele, nämlich die Verlagerung auf die Schiene, nicht erreicht. Das zeigt das Beispiel Schweiz, wo dies mit einer flächendeckenden Bemautung nicht erreicht werden konnte. „Es fand aber eine andere Verlagerung statt, welche Mautbefürworter gern ausblenden: Mehr kleine Fahrzeuge wurden auf die Straße geschickt“, sagt Färber-Venz. Die Wirtschaftskammer hat bereits wiederholt davor gewarnt, dass es durch eine derartige Maut­einführung auch in Österreich zu einer teilweisen Verlagerung der Verkehre auf kleinere, das heißt auf Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen, kommen würde. Der ökologische Effekt wäre damit nicht positiv, sondern sogar negativ. Färber-Venz: „Wir stehen grundsätzlich für eine Förderung der Schiene, wo immer es sinnvoll und wirtschaftlich ist. Aber mithilfe einer Lkw-Maut gelingt die Förderung der Schiene sicher nicht.“

Mehrkosten werden weitergegeben


Für Färber-Venz ist das Konzept außerdem nicht zu Ende gedacht. Denn auch ein Linienbus, der zum Beispiel entlang einer Landesstraße unterwegs ist, müsste dann für die Nutzung dieser Landesstraße zahlen. Dasselbe gilt für Schulbusse.
Färber-Venz warnt daher vor einer Verteuerung all dieser Transporte: „Die Mehrkosten müssten die Betriebe, die jetzt schon sehr knapp kalkulieren, großteils an den Konsumenten weitergeben.“ Laut einer Studie, die die Wirtschaftsuniversität Wien 2016 durchgeführt hatte, wäre mit Kosten von rund 77 Euro pro Kopf und Jahr zu rechnen

Das könnte Sie auch interessieren

Die beiden stoßen mit zwei Gläsern an.

„Modernes Leben braucht Chemie“

Chemie und Natur sind für die Fachgruppe Chemische Industrie NÖ kein Widerspruch. Deshalb begann ihre Tagung in den Weingärten der Wachau und klang mit einer Diskussion über die Symbiose von Chemie und Natur aus. mehr

Fachgruppentagung der Metalltechnischen Industrie

Fachgruppentagung der Metalltechnischen Industrie (MTI)

Die Tagung fand im Seminarhaus „Die Schmiede“ in Ybbsitz statt. mehr