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Fachkräfte, Digitalisierung und Impfen beschäftigt Unternehmer

Die Gmünder und Hollabrunner Unternehmer konnten  im Rahmen des „NÖ Frühstück mit Zukunft“ ihre Anliegen direkt an die WKNÖ richten. Die Themenschwerpunkte in den Gesprächen waren verschieden.

Screenshot mit den GesprächsteilnehmerInnen
© WKNÖ Acht Unternehmer aus dem Bezirk Gmünd im Austausch mit der WKNÖ.
Die Gesprächsserie mit Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, wurde mit Unternehmern aus Gmünd und Hollabrunn fortgeführt. 
Beim virtuellen Frühstück mit Gmünd kristallisierten sich die Themen Fachkräfte und Digitalisierung aus dem 10-Punkte-Programm als besonders wichtig heraus. Christian Gaugusch (Talkner GesmbH, Kleinpertholz) thematisierte die Lehrlingssuche: „Es gibt immer weniger Bewerber und auch die Qualifizierung ist ein Thema.“ 

Berufswelt von Anfang an näherbringen

Die Lehrlingsausbildung ist der Wirtschaftskammer ein zentrales Anliegen, so WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker: „Wir brauchen Fachkräfte und Lehrlinge.“ 
Wichtig sei es, den jungen Menschen von Anfang an die Berufswelt und deren Möglichkeiten in Form von Berufsorientierung näherzubringen.
Aus Sicht der Gmünder Unternehmen bringt die Digitalisierung große Chancen. So betont etwa Michael Neugschwandtner: „Zoom ist ein Traum. Dadurch kann ich mir viele Dienstreisen ersparen.“
Reinhard Maly betont hingegen: „Für uns als Autohaus sind die sinkenden Kilometer-Leistungen im Zusammenhang mit Home-Office, weniger Reisen und Lockdowns natürlich ein Thema.“ Online-Meetings können aber den persönlichen Kontakt nicht ersetzen. „Viele Dinge gehen einfach nur persönlich“, so Thomas Brandeis (Asma GmbH, Weitra). 
Erfreut zeigten sich die UnternehmerInnen über die rasche Abwicklung von finanziellen Unterstützungen. „Da, wo Hilfe notwendig war, ist diese auch sehr unbürokratisch geflossen“, betont Christian Gaugusch im Gespräch.

Langfristige Strategien und Branchenabhängigkeit

In Hollabrunn wurde über das Thema Corona-Impfung gesprochen. „Die Impfung ist das Einzige, was in Zukunft Normalität und Erholung im Geschäftsbereich bringen wird. Deswegen finde ich Impfstraßen auch sinnvoll“, so Gernot Eissner (Autohaus Eissner GmbH, Hollabrunn), der eine betriebliche Impfstelle in seinem Unternehmen einrichten möchte.
Bernd Hartner (Bäckerei Hartner & Bernds Welt e.U., Hollabrunn) betont aber auch: „Es braucht langfristige Strategien seitens der Politik – auch mit Corona. Das Virus wird mit der Impfung nicht sofort verschwinden.“ 
Auch die nach wie vor geschlossene Gastronomie wurde thematisiert – keine einfache Situation, wie Petra Rammel (Gasthaus Rammel, Hollabrunn), berichtet: „Wir sind am Limit und wir wollen endlich wieder arbeiten. Eine offene Gastronomie unter kontrollierten Bedingungen ist besser als unkontrollierbare private Treffen.“ Und: „Die Branchen sind voneinander abhängig“, bekräftigt Franz Schneider (Modehaus Schneider, Hollabrunn), „wir haben zwar wieder offen, aber die Nachfrage ist merkbar geringer – wir spüren, dass die Gastronomie geschlossen ist und dass es keine Veranstaltungen gibt.“
Als Nächstes geht WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker mit Unternehmern aus Horn, Klosterneuburg und Korneuburg-Stockerau in den virtuellen Austausch.

WKNÖ
© WKNÖ Acht Unternehmer aus dem Bezirk Hollabrunn im Austausch mit der WKNÖ.

Was brauchen Unternehmen für die Zukunft?

Das 10-Punkte-Programm der Wirtschaftskammer Niederösterreich ist die Grundlage für die virtuellen Frühstücks­runden:

  • Strategien zum Aufbau von Eigenkapital
  • Qualität braucht Qualifikation
  • Digitale Infrastruktur als Grundversorgung
  • Mobilität und Logistik im Flächenbundesland NÖ
  • Ökologie als wirtschaftliche Chance
  • Bekenntnis zur Regionalität
  • Unsere Chancen im Export nutzen
  • Innovation als Wachstums­treib
  • Bürokratie auf das notwendige Maß reduzieren
  • Unternehmerische Freiheit


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