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Exporterfolg auch in der Krise: Maschinen zum Plastikrecycling von plasticpreneur sind ein Hit

„Born Global Champions 2020“: Mit dieser Auszeichnung wurden drei Unternehmen aus Niederösterreich von der Außenwirtschaft Austria für ihre Export-Innovationen ausgezeichnet. Eines davon ist diedoing circular gmbH mit Sitz in Wiener Neustadt.

Hände mit Plastikrohpartikel
© Daniel Waschnig/kelag

„Plasticpreneur by doing circular ist ein junges Social & Green Tech Business aus Österreich, das von Sören Lex, Boris Rauter, Florian Mikl und mir gegründet wurde. Bis dato haben wir vier Kunststoff-Recyclingmaschinen entwickelt“, erklärt Raphaela Egger, eine der GeschäftsführerInnen. Was im Jänner 2020 zu viert begann, ist binnen kurzer Zeit auf ein Unternehmen mit sieben Mitarbeitern angewachsen.

Recycling, Umweltschutz, Nachhaltigkeit – diesen Schlagworten hat man sich bei der Marke „plasticpreneur“ verschrieben. „Wir nehmen uns der Herausforderung an, die Umweltverschmutzung aufgrund von Kunststoffmüll zu reduzieren, sowie Arbeitslosigkeit und Armut entgegenzuwirken“, so Egger, „dafür haben wir einen handbetriebenen und einen motorbetriebenen Granulator, mit denen man Kunststoffmüll zerkleinern kann, sowie eine Spritzguss- und eine Extrusionsmaschine entwickelt, um den zerkleinerten Kunststoff wiederum in Produkte zu transformieren. Dazu werden auch die passenden Spritzguss- und Extrusionsformen im Human-Centered Design-Ansatz gemeinsam mit unseren Kunden und Projektpartnern designt.“

Leicht zusammenbaubar und transportierbar

Mit den plasticpreneur Maschinen kann eine Vielzahl an Produkten hergestellt werden wie beispielsweise Schulartikel,  Haushaltsgegenstände, Baumaterialien, Bodenfliesen oder persönliche Schutzausrüstung.
Die Konstruktionen und Materialien wurden dabei so gewählt, dass sie leicht zusammenbau-, reparier-, austausch-, zerleg-, transportier- und weltweit versendbar sind. Die Maschinen selbst sind ohne großen Schulungsaufwand anwend- und bedienbar, sodass sie auch in abgelegenen Gebieten ohne ausgebaute Infrastruktur eingesetzt werden können.

Produkte sind ein Export-Schlager

 Ab dem ersten Tag der Unternehmensgründung war man international tätig. „Wir exportieren unsere Maschinen, Tools und Dienstleistungen in über 45 Länder weltweit. Das bedeutet auch 45 unterschiedliche Transportwege, Zoll und Dokumente. Die Bürokratie ist oft eine Herausforderung, aber wir lernen ständig etwas dazu“, ist Raphaela Egger in engem Austausch mit der Wirtschaftskammer: „Die Außenwirtschaft Austria ist ein verlässlicher Partner und die Ansprechpartner in den AußenwirtschaftsCentern haben uns schon oft geholfen, lokale Partner zu finden.“ Fokussiert haben sie sich mit plasticpreneur aktuell auf den europäischen und afrikanischen Markt, weil es vor allem darum geht, einen Zugang zu Kunststoffrecycling zu schaffen.

Gruppenfoto
© Daniel Waschnig/kelag Das Team von plasticpreneuer v.l.: Sören Lex, Raphaela Egger, Florian Mikl und Boris Rauter.
In Österreich und im europäischen Raum werden die plasticpreneur Maschinen stark in der  Bewusstseinsbildung eingesetzt wie etwa in Workshops an Universitäten, Science Centers, Schulen. Ein weiterer Verwendungszweck der Maschinen ist die Erstellung von Prototypen und Kleinserien, da sie eine kostengünstige Alternative zu der industriellen Fertigung darstellen.
Co-Founder Raphaela Egger selbst hat Medien- und Kommunikationswissenschaften sowie Grafik- und Kommunikationsdesign studiert. Nach dem Studium hat sie sich im Bereich „Human-Centered Design“ weitergebildet. Seit 2014 ist die Mutter eines mittlerweile elfjährigen Sohnes als Creative Director selbstständig tätig – ein Bereich, der ihr persönlich sehr viel Spaß macht. „2018 haben Sören Lex und ich auch einen gemeinnützigen Verein zur Förderung der Circular Economy gegründet, womit wir vor allem im Bildungsbereich tätig sind und innovative Lehr- und Lernmittel entwickeln. Es freut mich, mit einem so tollen Team gemeinsam Positives in der Welt bewirken zu dürfen“, zeigt sich Egger sehr dankbar. plasticpreneuer.com

Born Global Champions 2020

Die Außenwirtschaft Austria hat auch im Krisenjahr 2020 wieder 30 heimische Unternehmen in die Familie der „Born Global Champions“ aufgenommen. Hauptkriterien dafür waren eine Gründung seit 2014, das Ziel internationalen Wachstums sowie ein innovatives Produkt oder 
eine innovative Dienstleistung.

In Nieder­österreich wurden folgende drei Firmen von der Außenwirtschaft Austria als „Born Global Champion“ ausgezeichnet: 

schaffenwir.wko.at/exporterfolge


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