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Erfolgreiche Technikerin

Hanna Gansch aus Kirchberg an der Pielach hat mit ihrem Unternehmen NG Green GmbH den „Fräsinator“ entwickelt und kürzlich den Liese-Prokop-Frauenpreis erhalten. Im Interview erzählt sie über ihren Karriereweg und ihre Pläne.

Hanna Gansch mit Fräsinator
© Gansch Hanna Gansch mit ihrem „Fräsinator“ auf einer Straße in Kairo.

Glückwunsch zum Gewinn des „Liese Prokop Frauenpreises“! Eine Jurybegründung war, dass Sie in einer klassischen Männerdomäne tätig sind. Können Sie uns Ihren Karriereweg schildern?

Hanna Gansch: Ich habe am IMC Krems medizinische und pharmazeutische Biotechnologie studiert und berufsbegleitend noch einen zweiten Master in Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement gemacht. Für meine Masterarbeit habe ich den „Snow Blower“, der noch nicht marktreif war, weiterentwickelt, und sein Getriebe in ein vertikales Windrad eingebaut. Dieses Getriebe (jetzt NG Green Getriebe) ist nun das Herzstück unseres „Fräsinators“. Durch das Investment von Hans-Peter Haselsteiner 2018 bei „2 Minuten 2 Millionen“ konnte ich das Projekt hauptberuflich vorantreiben.

Wie funktioniert der „Fräsinator“?

Der „Fräsinator“ ist eine universelle Fräse, die Schnee, Sand, Getreide oder Hackschnitzel sanft und energieeffizient befördert. 

Was sind Ihre Pläne?

Ich hoffe, dass sich der Erfolg, den wir in Kairo hatten, auf den Mittleren/Nahen Osten ausweitet. Es gibt unzählige Schneefräsen, aber nur eine Sandfräse – unser Produkt. 

Ist Ihr Geschlecht oft ein Thema im Geschäftsleben? 

Ja! (lacht). Wenn ich mit einem Mann unterwegs bin, merke ich schon, dass die meisten davon ausgehen, dass er der Chef ist. Bisher hat sich das aber nachträglich immer als positiv erwiesen – man bleibt auf jeden Fall im Gedächtnis. 

Bläst Ihnen als Frau manchmal „Gegenwind“ entgegen?

In einigen Verhandlungsgesprächen wurde schon versucht, mich einzuschüchtern. Da wird dann mit Mappen geworfen und sehr laut geredet. Das entspricht so gar nicht meinem Stil. Ein ruhiger, freundlicher und sachlicher Diskurs bringt meines Erachtens langfristig einfach mehr. In Verhandlungen halte ich mich an das „Harvard-Konzept“. Das ist ein großartiger Leitfaden für Verhandlungen.

Was raten Sie anderen jungen Frauen oder Mädchen?

Mutig und authentisch sein! Frauen haben es nach wie vor schwer sich zu behaupten. Deshalb finde ich es umso wichtiger, die Frauen, die sich etwas trauen, zu unterstützen und zu ermutigen, damit es zukünftig mehr Frauen gibt, die sich ein Herz fassen und ihre Träume verfolgen.

Was raten Sie Eltern, wie sie ihre Töchter unterstützen können?

Eltern sollten in erster Linie ihr eigenes Verhalten reflektieren und beobachten, wie sehr ihr Verhalten aus alten Mustern geprägt ist. Wie ist die Rollenverteilung zu Hause? Oft müssen beide Elternteile arbeiten, warum sollte also nur einer für den Haushalt verantwortlich sein? Sind meine Kinder wirklich frei in ihren Entscheidungen oder werden sie von außen oder sogar von mir als Elternteil in eine Richtung gedrängt (das betrifft auch die Söhne)? Das meine ich nicht nur im Hinblick auf geschlechterspezifische Themen/Jobs (Frauen im Sozialbereich und Männer in der Technik) sondern auch im Hinblick auf den Fachkräftemangel. Warum werden junge, kluge Menschen (oft von den Eltern) in ein Studium gedrängt obwohl sie aufgrund ihrer Fähigkeiten bzw. der Freude an handwerklicher Arbeit vielleicht ausgezeichnete Fachkräfte sein könnten?
www.fraesinator.com

Portraitfoto
© Carmen Trappenberg

Vera Sares ist Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft NÖ. Sie ist beeindruckt von der Durchsetzungsstärke und der Innovationskraft von Hanna Gansch. 

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