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Ein absolutes „no go“ auf Gewerkschaftsseite

Von WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl

Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl
© Gabriele Moser Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie versuchen mit dem Sozialpartner ein Thema zu lösen. Die Gespräche sind schwierig. Und weil Ihnen das nicht passt, organisieren Sie andere Unternehmerinnen und Unternehmer und laden zur Demo gegen den Chef-Verhandler auf Gewerkschaftsseite – nicht etwa in der Gewerkschaftszentrale, wo dieser Protest allenfalls hingehört. Sondern in seinem ganz persönlichen Lebensumfeld, an seinem Arbeitsplatz oder sogar vor seiner Wohnung!

Das ist indiskutabel, werden Sie einwenden. Zu Recht! Aber genau das ist es, was jetzt unter umgekehrten Vorzeichen Ingeborg Dockner, der Vorsitzenden des Fachverbands Druck in der WKÖ passiert ist. Gewerkschafter der GPA dpj haben in der Debatte um einen neuen Drucker-Kollektivvertrag zu einer lautstarken Kundgebung in Dockners Heimatort Kuffern geladen – direkt vor ihrem Betrieb, direkt vor ihrem Wohnhaus und mit Flugzetteln, die an jeden Kufferner Haushalt gingen.

Es ist aus gutem Grund üblich, dass Kollektivvertrags-Verhandlungen Branchensache sind und sich Präsidenten dazu nicht einmischen. Aber hier geht es um eine prinzipielle Frage – nämlich ein gutes Miteinander der Sozialpartner, wie wir es in Niederösterreich leben und wie es auch auf Bundesebene wünschenswert ist.

Interessenvertreter persönlich anzugreifen ist da ein absolutes „no go“. Es geht ja nicht um persönliche, sondern um Brancheninteressen. Und erfolgreich verhandelt wird am Tisch, nicht auf der Straße – und schon gar nicht mittels persönlicher Attacken.

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