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Ecker/Danninger zur Rot-Weiß-Rot-Karte: „Reform kommt gerade rechtzeitig“

Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker und Landesrat Jochen Danninger begrüßen die heute angekündigte Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte. Sie ermöglicht den heimischen Betrieben einen leichteren und rascheren Zugang zu dringend gesuchten Fachkräften. Weitere Maßnahmen sind dennoch notwendig.

WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker und Landesrat Jochen Danninger
© Philipp Monihart WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker und Landesrat Jochen Danninger

"Wir haben nicht nur einen Fachkräftemangel, wir haben einen allgemeinen akuten Mangel an Arbeitskräften. Und den in allen Branchen. Der Krieg in der Ukraine hat der Wirtschaft darüber hinaus einen weiteren Dämpfer versetzt. Die Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte kommt daher gerade rechtzeitig. Alle Maßnahmen zur Linderung des Fachkräftemangels, der zu den derzeit größten Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft zählt, sind eine dringend nötige Injektion für einen stabilen und zukunftsfitten Wirtschaftsstandort. Die qualifizierte Zuwanderung ist dabei eine große Chance“, begrüßt Wolfgang Ecker, der Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), die von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Arbeitsminister Martin Kocher präsentierte Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte.

Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger betont: „Top-qualifizierte Arbeitskräfte sind das Um und Auf, damit der Wirtschaftsstandort Niederösterreich auch in Zukunft erfolgreich bleibt und wir unseren Wohlstand aufrecht erhalten können. Schon heute gibt es in Niederösterreich über 20.000 offene Stellen, die nicht besetzt werden können. In den kommenden Jahren wird sich durch den Pensionsantritt geburtenstarker Jahrgänge der Fachkräftemangel weiter verschärfen. Daher brauchen wir für Fachkräfte aus Drittstaaten einen leichteren Zugang auf unseren Arbeitsmarkt. Wir gehen davon aus, dass wir mit der Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte diesem Ziel einen entscheidenden Schritt näher kommen. Gerade um Schlüsselkräfte buhlt ganz Europa. Wir können es uns nicht leisten diesen Menschen bürokratischen Hürden in den Weg zu legen. Ausdrücklich will ich aber auch festhalten: Bei dieser Maßnahme geht es uns nicht darum, heimischen Arbeitskräften die Jobs streitig zu machen und durch billige Arbeitskräfte aus dem Ausland zu ersetzen, sondern vor allem um Stellen, die auch nach monatelanger Suche mit Arbeitskräften aus dem Inland nicht besetzt werden können.“

Jede zehnte Stelle kann von Unternehmen in NÖ nicht besetzt werden

Viele Betriebe können Aufträge derzeit nicht mehr übernehmen, weil ihnen Arbeitskräfte fehlen. Eine zu Beginn des Jahres von der KMU Forschung Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer NÖ durchgeführte Studie belegt, dass niederösterreichische Unternehmen jede zehnte Stelle nicht besetzen können. Ecker: “Diese Situation hat sich nicht verbessert, sondern tendenziell verschärft. Für die betrieblichen Abläufe bedeutet das zusätzliche Belastungen. Der Fachkräftemangel kostet den NÖ Unternehmen rund 400 Millionen Euro pro Jahr. Dadurch kann ein BIP-Wachstum von 0,7 Prozent nicht realisiert werden."

„Viele Anliegen der Wirtschaftskammer werden mit der angekündigten Reform umgesetzt. Besonders erfreulich ist auch, dass es damit zu einer Vereinfachung und Beschleunigung des Verfahrens für eine RWR-Karte kommen soll“ ergänzt Ecker. Zu begrüßen seien insbesondere ein praxisgerechterer Nachweis der Kompetenzen und Berufserfahrung sowie eine Verbesserung beim Nachweis der Sprachkenntnisse. Erleichterungen bringen Verbesserungen bei Gehaltsgrenzen und die Einführung von Stammmitarbeitern. Positiv zu bewerten ist, dass Spezialisten für vorübergehende Einsätze nicht den gesamten RWR-Karten Prozess durchlaufen müssen. Die neue ABA-Unit „Work in Austria“ bietet zukünftig eine besseres Beratungs- und Serviceangebot für Unternehmen.

Ecker und Danninger betonen Wichtigkeit weiterer Maßnahmen

„Für unseren Wirtschaftsstandort Niederösterreich ist die Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte ein wesentlicher Schritt. Dieser allein wird dem Mangel an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern allerdings nicht entgegenwirken können. Weitere Maßnahmen, etwa die Erweiterung der Mangelberufsliste in Hinblick auf die besonderen Bedürfnisse einzelner Regionen, sind daher unbedingt notwendig“ sind sich Danninger und Ecker einig.

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