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Der Zufall als Erfinder

Drei Verfahrenstechniker und ein Betriebswirt: Das ist das Erfolgsrezept der Lignovations GmbH, die 2021 in Tulln gegründet wurde. Die Forscher haben es geschafft, die schützenden Eigenschaften des Biomassebestandteils Lignin kommerziell nutzbar zu machen.

Martin Miltner und Angela Miltner im Labor
© Lignovations Martin Miltner und Angela Miltner im Labor. Gemeinsam mit Victor Tibo und Stefan Beisl haben sie die Lignovations GmbH gegründet.

Eigentlich hatten Angela Miltner, Martin Miltner und Stefan Beisl an der TU Wien daran geforscht, wie Biomasse sinnvoll genutzt werden kann. Unbeabsichtigt haben sie dann die Entdeckung gemacht, dass Lignin in kolloidale Partikel umgewandelt werden kann, erzählt Victor Tibo, der Betriebswirt im Gründer-Team der Lignovations GmbH. „Diese ‚kolloidalen Ligninpartikel‘ sind sehr leistungsfähig: In der Natur schützt Lignin die Pflanze vor schädlichen Umwelteinflüssen oder auch vor mikrobiellem Befall. Diese besonderen Eigenschaften kann man sich in der Kosmetik, in Beschichtungen oder in Verpackungen zu Nutze machen.“ Die „kolloidalen Ligninpartikel“ sind somit ein nachhaltiger und biologisch abbaubarer Ersatz für synthetische Inhaltsstoffe, wie etwa in Kosmetik: Hier können sie für den UV-Schutz oder als Antioxidantien verwendet werden.

Zutaten
© Lignovations Aus der natur Aus gemahlenem Weizenstroh, Fichtenrinde und Hanfstroh (im Bild links) gewonnenes Lignin wird in Kosmetika (rechts) eingesetzt.

Nachhaltigkeit

Auch der Produktionsprozess verläuft ohne schädliche Chemikalien, nutzt die Gesetze der Physik und ist noch dazu nachhaltig, weil Lignin aus Rohstoffen, die in der Land- und Forstwirtschaft als Abfall gelten, verwendet wird. Victor Tibo erklärt: „Aufgrund der Art und Weise, wie wir Lignin verarbeiten, können wir fast jede Ligninquelle verwenden und in funktionelle Inhaltsstoffe umwandeln. Wir beziehen unser Lignin aus modernen Bioraffinerien, die verantwortungsvoll gewonnene Biomasse wie landwirtschaftliche Abfälle oder Holzreste aus zertifizierten Wäldern verwenden. Wir haben auch schon Lignin aus Weizenstroh, Nussschalen, Hanf und vielen anderen Rohstoffen verwendet.“
Das erst im Herbst des Vorjahres gegründete Unternehmen arbeitet derzeit mit mehreren Industriepartnern daran, die „kolloidalen Ligninpartikel“ kommerziell zu nutzen. Tibo: „Unser Ziel ist, dass wir 2023 am Markt sind und unsere Ligninpartikel als natürlicher Inhaltsstoff z.B. den UV-Schutz in Hautcremen verbessern.“
www.lignovations.com

www.gruenderservice.at/noe

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