th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Denkmalpflegepreis 2020: Österreichs Baudenkmale in besten Händen

Mit der zwischen 2017 – 2019 durchgeführten Fassadensanierung der Innenhöfe des Wiener Rathauses gewann die Wolfgang Ecker GmbH aus Traiskirchen den 1. Preis.

©

Die Pflege und Erhaltung von Kulturdenkmalen aus Naturstein gehört zu den Kernkompetenzen der österreichischen Steinmetze. Mit dem im zweijährlichen Rhythmus ausgeschriebenen Denkmalpflegepreis würdigt die Bundesinnung herausragende handwerkliche Leistungen im Bereich der Restaurierung und Denkmalpflege. Teilnahmeberechtigt für den seit 2012 bereits zum fünften Mal durchgeführten Wettbewerb sind selbständige österreichische Steinmetzmeister. Die Preisträger nahmen ihre Urkunden im Rahmen der Denkmalpflegemesse MONUMENTO 2020 von Bundesinnungsmeister Wolfgang Ecker und BIM-Stellvertreter Norbert Kienesberger in Empfang. Die Jury aus Denkmalpflegern, Vertretern des Bundesdenkmalamtes sowie des Steinmetzhandwerks bewertete die eingereichten Projekte aus und mit Naturstein anhand zahlreicher Kriterien: Neben der Sensibilität dem Material gegenüber werden ebenso die Materialauswahl, die Oberflächenbearbeitung und die angewandten historischen Handwerkstechniken beurteilt. In die Bewertung fließen ebenfalls das restauratorische Können, die Bearbeitungsschritte und deren Dokumentation, der Umgang mit der Originalsubstanz und der harmonische Gesamteindruck ein.

Wiener Wahrzeichen ist Siegerprojekt

Mit der zwischen 2017 – 2019 durchgeführten Fassadensanierung der Innenhöfe des Wiener Rathauses gewann die Wolfgang Ecker GmbH aus Traiskirchen den 1. Preis. Das allseits in steinsichtige Fassaden gehüllte Wiener Rathaus wird von sieben Höfen belichtet. An zentraler Position, in der Achse zwischen Friedrich-Schmidt-Platz und Rathausplatz, liegt der monumentale Arkadenhof, an den sich seitlich die kleineren Höfe 3 und 4 angliedern. Wie bei den Rathaus-Außenfassaden setzten die Bewitterung und die Luftverschmutzung früherer Jahrzehnte auch den Steinen in den Innenhöfen stark zu. Im Rahmen der Generalsanierung des Arkadenhofes in zwei Bauabschnitten 2017–2018 und 2018–2019 wurde das abwechslungsreiche Farbenspiel der Natursteine zum Zeitpunkt der Errichtung der Fassade vor fast 140 Jahren wieder zum Vorschein gebracht. Ebenso war die Wiederherstellung der verlorenen Formen und bildhauerischen Details ein Hauptziel der Maßnahmen. Dem Masterplan der Sanierung folgend wurden die Wandflächen der Höfe schonend gereinigt und Fehlstellen der Bauzier behutsam ergänzt oder rekonstruiert.

Um den Bürgerstolz der Stadt Wien als Bauherr zu verdeutlichen, war das Bauwerk unter der Leitung von Steinmetzmeister und Oberbaurat Friedrich Schmidt von 1872 bis 1883 im neogotischen Stil errichtet. Dichte Kalksteine wurden für Säulen, Gesimse oder Kapitelle verwendet, aus weicheren Sedimenten fertigten die Bildhauer Zierelemente und Figuren. Das Rohmaterial dazu stammte aus verschiedenen Steinbrüchen im Umkreis von weniger als 70 Kilometern Entfernung. Das Wahrzeichen Wiens ist dadurch ein herausragendes Beispiel für das nachhaltige Bauen mit regionalen Natursteinen.

Sanierungen an der Hofburg auf dem 2. Platz

Den 2. Platz beim Denkmalpflegepreis 2020 teilen sich zwei Projekte an der Wiener Hofburg. Preisträger sind einerseits die Schreiber und Partner Natursteine GmbH aus Poysdorf, NÖ, für ihre Sanierungsarbeiten an einem südlichen Flügel der Hofburg, dem sogenannten Fassadenabschnitt 3 an der Neuen Burg. Als Teil des von Gottfried Semper konzipierten, aber nie realisierten Kaiserforums bildet die sogenannte Neue Burg den südlichen Abschluss der Wiener Hofburg. Die viergeschossige, insgesamt 170 Meter breite Palastfassade im Stil der Neorenaissance ist auf den Burggarten ausgerichtet und wurde 1913 vollendet.

Bei der erstmaligen Sanierung der Fassade nach dem Krieg wurden sämtliche Steine schonend gereinigt, Fehlstellen ergänzt und Kriegsschäden behoben. Seit Vollendung der Arbeiten kommen die feinen Details der Bauteile und Ornamente eindrucksvoll zur Geltung.

Den weiteren 2. Preis vergab die Jury an die Arbeitsgemeinschaft vom Stockerauer Steinrestaurator Bruno Rey und Emanuel Schaden vom Steinmetz-Meisterbetrieb Johann Schaden GesmbH aus Schwechat-Rannersdorf, NÖ, für die Sanierung des Mittelrisalits an derselben Fassadenfront der Neuen Burg.

Zielsetzung des Auftrages war eine Vollrestaurierung des zentralen Bauteils der Fassade. Nach bauseits erfolgter Reinigung kam das Schadensbild in vollem Umfang zur Geltung. Dieses erstreckte sich von großen Schäden durch Bombentreffer aus dem 2. Weltkrieg, über Verwitterungen bis hin zu Absandungen und Schollenbildung. In Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt BDA wurden aus historischem Material Vierungen hergestellt und versetzt. Unter anderem wurden kleinere Fehlstellen im Bestand, welche auf Verwitterung und dergleichen zurückzuführen sind, mit Ergänzungsmörtel wiederhergestellt.

Den 3. Denkmalpflegepreis 2020 erkannte die Jury Erich Reichl zu. Der Salzburger Steinmetzmeister und Restaurator führte in Reutte in Tirol eine Ruinenkonsolidierung und Teilrekonstruktion am Hornwerk der Burgruine Ehrenberg durch. Ziel der Arbeiten war die Sicherung und Konservierung der Bestandsmauern einschließlich der Bergung der abgestürzten Materialien und die Teilrekonstruktion der Raumstrukturen. Der Giebel wurde anhand eines einzelnen Fundstückes, bei dem das Profil perfekt erhalten war, rekonstruiert.

Wie in den Wettbewerben davor belegte auch der Denkmalpreis 2020 die große Bandbreite der Leistungen der österreichischen Steinmetze bei der Pflege und Bewahrung von Kulturgütern und Baudenkmalen aus Naturstein, wie Juror und Moderator Arnold Reinthaler sowie Johann Nimmrichter vom Fachbereich Stein im Bundesdenkmalamt BDA während der Preisverleihung betonten.

Das könnte Sie auch interessieren

Niederösterreichs Obmann der Direktberater, Herbert Lackner: „Nutzen Sie jetzt die digitalen Möglichkeiten, sie stehen bereit!“

Direktvertrieb: „Jetzt bitte keine Schockstarre!“

„Social distancing" ist in Corona-Zeiten das Gebot der Stunde, um der Verbreitung des Virus entgegenwirken zu können. Auch der Direktvertrieb baut derzeit die digitalen Angebote massiv aus. Die NÖWI befragte dazu NÖ Obmann Herbert Lackner. mehr

V.l.: FGO-Stv. Christoph Mitterbauer und Karl Gruber, FGO Markus Fischer, Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger, WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, NÖ-Spartenobfrau Beate Färber-Venz, Fachverbandsobmann Günther Reder sowie St. Pöltens Bgm. Matthias Stadler.

NÖ Transporteure: Wir versorgen die Menschen

Mit dem Imagefilm „Der Lkw bringts“, der bei der Fachgruppentagung im VAZ seine Weltpremiere feierte, setzen sich die NÖ Güterbeförderer öffentlichkeitswirksam gegen die Verunglimpfung ihrer Branche zur Wehr. mehr