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Das Unternehmertum liegt in meinen Genen

Thomas Salzer, Vizepräsident der Wirtschaftskammer NÖ und Präsident der Industriellenvereinigung NÖ, spricht im Interview über Innovation, das Fehlen von Fachkräften und darüber, wie die Industrie die Krise gemeistert hat.

Thomas Salzer
© Nina Gamsjäger Thomas Salzer, WKNÖ-Vizepräsident

Forschung, Innovation und Technologie begleiten Thomas Salzer in seiner täglichen Arbeit als Unternehmer und Interessenvertreter.

Wirtschaft NÖ: Warum sind Ihnen diese Themen ein Anliegen?

Thomas Salzer: Weil sie für die Industrie von großer Bedeutung sind. Und die Industrie ist ein wesentlicher Beschäftigungsmotor in Niederösterreich. Sie ist großer Nachfrager des produzierenden Gewerbes und vieler anderer Unternehmen der NÖ Wirtschaft – über alle Branchen hinweg. Forschung, Technologie und Innovation sind wichtig, um im starken internationalen Wettbewerb zu bestehen. Man muss sich laufend weiterentwickeln. Und das geht nur durch Innovation im Betrieb.

Was bedeutet Innovation für Sie?

  • Dass wir uns sehr intensiv damit beschäftigen, Produkte zu finden, die auch in Zukunft tragfähig sind. Das Buch ist zum Beispiel zwar kein aussterbendes Produkt, aber es steht aufgrund der zahlreichen Unterhaltungsmöglichkeiten durch Streaming-Portale und Online-Gaming unter starker Konkurrenz. Dem muss man mit neuen Ideen entgegenwirken.
    Innovationen sind ein entscheidender Faktor für den Unternehmenserfolg. Wenn man immer nur das Gleiche macht, hört man irgendwann auf, zu existieren. Man muss Produkte laufend verbessern und auch Wege finden, die Kommunikation mit den Mitarbeitern zu verbessern. Oft täuscht es darüber hinweg, wenn es einem Betrieb lange gut geht, ohne etwas zu verändern. Das trifft vielleicht in der Industrie aufgrund des sehr internationalen Wettbewerbs etwas mehr zu als auf andere Branchen, letztlich gilt das aber für jedes Unternehmen. 

Welche Rolle spielt Innovation in Ihrem Betrieb „Salzer Papier“?

  • Die Salzer Group ist eine kleine Unternehmensgruppe mit den Geschäftsbereichen Papier, Kunststoffformteile und technische Services. Ich darf jetzt in achter Generation in der Gruppe tätig sein und bin für den Papier-Bereich zuständig. Unser Unternehmen gibt es schon seit 1798, weil es sich immer auf die Suche nach neuen Innovationen gemacht hat, und im Zuge einer wachsenden Spezialisierung von Produktionen immer wieder Nischen finden konnte.
Macht man immer das Gleiche existiert man irgendwann nicht mehr !         
Thomas Salzer, WKNÖ-Vizepräsident

Wo sehen Sie derzeit die größten Herausforderungen?

  • Beim Fachkräftemangel. Es ist schwierig für Unternehmen, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Wir müssen überlegen, wie wir Menschen, die ohne Arbeit sind, entsprechend qualifizieren. Die Frage ist auch, wie wir unser Bildungssystem so modernisieren können, dass junge Menschen ihre Interessen und Fähigkeiten entdecken und diese später im Beruf umsetzen können. Viele sind später unglücklich, weil sie im falschen Beruf sind.

Das Thema Berufsorientierung gehört also mehr gefördert?

  • Nicht nur das, sondern es muss standardmäßig schon vom Kindergarten über die Volksschule mehr gefördert werden. Es ist wichtig, Kinder von klein auf mit Technik zu begeistern, sie Experimente machen zu lassen und sie so erfahren lassen, was sie wollen. Die klassische Berufsorientierung ist extrem wichtig, aber das Interesse muss schon vorher geweckt werden. 

Die Energie- und Rohstoffpreise sind derzeit auf einem Rekordhoch. 
Wie geht die Industrie damit um?

  • Nachdem die Industrie bisher ganz gut durch die Krise gekommen ist, sind die hohen Rohstoffkosten und die explodierenden Energiepreise jetzt eine enorme Herausforderung. Viele Betriebe fragen sich, ob sie die Kosten irgendwie weitergeben können oder ob sie ihre Anlagen abdrehen müssen. Letzteres führt dann wieder zur Verknappung und zu steigenden Preisen, weshalb an deutlichen Preiserhöhungen oft leider kein Weg vorbeiführt.

Wordrap

  • WKNÖ... die Interessenvertretung der gesamten Wirtschaft in NÖ 
  • Teamwork... eine Voraussetzung, um Dinge weiterzubringen 
  • Industrie... ist Innovation und der Motor für unsere Wirtschaft
  • Erfolg... schön, wenn man ihn hat, aber man muss auch hart dafür arbeiten 
  • Unternehmertum... Verantwortung für Mitarbeiter, Unternehmen und auch für sich selbst

Was bedeutet Unternehmertum für Sie? 

  • Das liegt in meinen Genen. Ich wollte immer mein Umfeld mitgestalten. Mit meinem Engagement in der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung kann ich nicht nur mein Unternehmen gestalten, sondern auch für unsere Unternehmen und Mitarbeiter etwas erreichen. Ich sehe Unternehmertum als Verantwortung – für meine Mitarbeiter und für die Gesellschaft.

Persönlich

THOMAS SALZER. Der gebürtige St. Pöltner hat mit 24 Jahren das Unternehmen "Denkstatt" gegründet, bevor er später in das Familienunternehmen "Salzer Formtech GmbH" eingestiegen ist. Von dort aus ist er in weiteren Unternehmen der Salzer Gruppe tätig gewesen. Er hat sich in der "Aktion Politische Initiative" (API) engagiert und Wahlkämpfe organisiert (Jugend für Klestil). Mit 19 Jahren hat Salzer in der Jungen Industrie NÖ begonnen, später war er auch als Bundesvorsitzender tätig. 2005 wurde er Fachvorsitzender in der Fachgruppe Papierindustrie, anschließend auch Spartenobmann der Industrie. Seit 2005 ist Salzer Präsident der Industriellenvereinigung NÖ und seit 2020 Vizepräsident der WKNÖ und Bundesspartenobmann-Stv. Er geht gerne Skitouren und Wandern, weitere Hobbys sind das Jagen, Lesen und Kochen. Salzer ist seit 27Jahren verheiratet und hat drei Kinder.


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