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Cybercrime in KMU: „Mittlerweile jeder betroffen“

Die Fälle von Cybercrime-Attacken steigen, zunehmend stehen auch Klein- und Mittelunternehmen im Visier.

Fotomontage Hände recken sich bedrohlich aus der Tastatur.
© Pixabay
Ob Phishing, Hacking oder Datendiebstahl – die Auswirkungen sind besonders weitreichend, dabei werden die Risiken leider oft unterschätzt. Wurden Cybercrimedelikte noch vor zehn Jahren als exotisch und sehr unrealistisch eingestuft, wird es im Jahr 2020 beinahe unmöglich sein, sich in der digitalen Welt zu bewegen, ohne mit Cybercrime in irgendeiner Form in Berührung zu kommen. Für Österreich gibt das Bundes-
kriminalamt im Bereich der Internetkriminalität für das Jahr 2018 insgesamt 19.627 geahndete Straftaten an, das ist eine weitere Steigerung im Vergleich zum Vorjahr 2017 um 16,8 Prozent.

Studie – Österreich: Schäden für KMU sind enorm


„Cybercrime ist kein Delikt, das nur große Konzerne bedroht. Es ist wichtig, dass Österreichs KMU – das Rückgrat unserer Wirtschaft – erkennen, welche Bedrohung auf sie zukommt. Durch einen Feind, den man nicht sieht, der aber von Tag zu Tag besser und effizienter wird. Umdenken in Sachen Sicherheit ist ein Gebot der Stunde. Allein auf Sicherheitsmaßnahmen aus früheren Zeiten zu bauen, gefährdet die Existenz jedes Unternehmens“, erklärt Rémi Vrignaud, Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich und Vizepräsident des VVO.
Eine aktuelle KFV-Studie zeigt, dass 2019 rund 80 Prozent der befragten Klein- und Mittelunternehmen in Österreich in den letzten Jahren Ziel von Cyberangriffen waren. Tatsächlich einen Schaden erlitten haben 39 Prozent, das ist eine Steigerung um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2018.
Der Mehrheit der betroffenen Unternehmen, die in der KFV-Studie auch einen finanziellen Verlust beziffern konnten oder wollten, entstanden jeweils Schäden zwischen 130 Euro und 10.000 Euro, wobei einige der Befragten Gesamtschäden von sogar bis zu 150.000 Euro angaben. Mit zunehmender Unternehmensgröße steigt auch der realisierte Schaden. Gerade Klein- und Mittelunternehmen bemerken häufig nicht, dass sie Opfer von Cybercrime geworden sind. „Ein großes Problem ist, selbst wenn Straftaten festgestellt werden, gelangen diese nur in wenigen Fällen zur Anzeige und somit zur Kenntnis der Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden“, erläutert KFV-Direktor Othmar Thann. Insbesondere kleine Unternehmen unterschätzen oft die Gefahr, obwohl gerade sie entgegen der landläufigen Meinung für Cyberkriminelle attraktiv sind. „Die meisten Attacken erfolgen nicht gezielt, sondern automatisiert, das heißt, die Angreifer kennen ihr Ziel nicht. Oft genügen schon ein paar einfache Dinge, um sich dagegen zu wappnen – neben technischen Sicherheitsmaßnahmen sind geschulte Mitarbeiter ein zentrales Präventionselement“, führt Othmar Thann aus.
V.l.: VVO-Vizepräsident und Vorstandsvorsitzender (Allianz Gruppe Österreich) Rémi Vrignaud,  KFV-Direktor Othmar Thann, Leiter-Stv. Wilhelm Seper (Cybercrime-Competence-Center) und VVO-Generalsekretär Louis Norman-Audenhove.
© VVO/APA-Fotoservice/Hautzinger V.l.: VVO-Vizepräsident und Vorstandsvorsitzender (Allianz Gruppe Österreich) Rémi Vrignaud, KFV-Direktor Othmar Thann, Leiter-Stv. Wilhelm Seper (Cybercrime-Competence-Center) und VVO-Generalsekretär Louis Norman-Audenhove.

Cybercrime: Die zentrale Herausforderung der Zukunft


Fehlendes Risikobewusstsein spiegelt sich gerade in KMU auch im Arbeitsalltag wider: So werden laut KFV-Studie verdächtige Mails zwar gelöscht und Computer-Updates durchgeführt und fast alle Unternehmen besitzen ein Anti-Viren-Programm, doch darüber hinausgehende Maßnahmen wie ein externes Datenbackup (zwei Drittel der Unternehmen) oder der Besuch von Schulungen (nur 41 Prozent) werden weit seltener durchgeführt.
Seit 2014 sind kontinuierliche Anstiege im Bereich Cybercrime zu verzeichnen: 2018 wurden 19.627 Anzeigen der Polizei gemeldet. Mit einer Zunahme von 16,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr wird der Trend der letzten Jahre fortgesetzt. Wilhelm Seper Cybercrime-Competence-Center des Bundeskriminalamts): „Kriminalität verlagert sich ins Internet und jeder, der damit verbunden ist, kann zur Zielscheibe von Cybercrime werden. Für kleine und mittlere Unternehmen stellen vor allem Betrugsversuche und Erpressungen eine große Gefahr dar. Wichtig ist es, seine Mitarbeiter zu schulen und für die Probleme zu sensibilisieren, seine IT Infrastruktur stets upzudaten und auf Notfallszenarien vorbereitet zu sein, denn wenn die IT zusammenbricht heißt es schnell und strukturiert zu handeln, um den Schaden möglichst gering zu halten.“

Für Unternehmen: Cybersecurity-Hotline 0800 888 133


Im Fall der Fälle, wenn ein Cyberangriff trotz Präventionsmaßnahmen passiert ist, hilft die Cyber-Security-Hotline der WKO betroffenen Betrieben rund um die Uhr und bietet professionelle Hilfe unter T  0800 888 133. 

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