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Coronakrise: Versicherer helfen ihren Kunden

Österreichs Versicherer haben sich zur Unterstützung ihrer Kunden auf einen gemeinsamen Verhaltenskodex geeinigt.

Symbolfoto Beratungssituation
© Pixabay

„Wir wollen als Versicherungswirtschaft einen Beitrag leisten und den Betroffenen entgegenkommen", betont Kurt Svoboda, Präsident des österreichischen Versicherungsverbandes VVO.

Zu diesem Beitrag gehören die möglichst rasche Schadenabwicklung und Auszahlung von Leistungen genauso wie der individuelle, flexible und lösungsorientierte Umgang mit Prämienzahlungen.

Prämien stunden oder aussetzen

Die beschlossenen Erleichterungen (Stundung, Aussetzung, Reduktion) betreffen die Bereiche Lebensversicherung, Krankenversicherung, Haushalts-, Eigenheim-, Rechtsschutz- und Betriebsversicherung (KMU) sowie Kfz-Versicherung. Die Erleichterungen sollen bis 30. Juni 2020 gelten, können aber – abhängig von der weiteren Entwicklung der Coronakrise – auch verlängert werden.

Tagesentschädigung

Aufbauend auf den staatlichen Hilfsmaßnahmen greift die freiwillige Hilfsaktion der Versicherungen jenen Unternehmern mit bestehender spezieller BUFT- (Betriebsunterbrechung für Selbständige und Freiberufler) oder Seuchen-Betriebsunterbrechungsversicherung unter die Arme, die von der Krise besonders stark betroffen sind. Um ihre Kunden, die über eine solche spezielle Betriebsunterbrechungsversicherung verfügen und vom Betretungsverbot gemäß COVID-19-Verordnung umfasst sind, substantiell zu unterstützen, haben sich die österreichischen Versicherungsunternehmen daher zu einer gemeinsamen Hilfsaktion entschlossen: Diese freiwillige Leistung soll in der Regel die Hälfte des nach Inanspruchnahme der Staatshilfe verbleibenden Ausfalls ausmachen. Das heißt, konkret können die Begünstigten mit 15 Prozent einer Tagesentschädigung für die Dauer von maximal 30 Tagen rechnen.

„Wir sind für unsere Kunden da, vor allem dann, wenn sie unsere Hilfe in einer ganz besonders schwierigen Zeit benötigen. Mit diesem umfassenden Paket – wir erwarten Ausgaben von rund 100 Millionen – wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass die österreichische Wirtschaft wieder schnell zu alter Stärke zurückkehren kann", bekräftigt Kurt Svoboda. Betroffene KundInnen wenden sich am besten direkt an ihren Versicherungsbetreuer, ein Rechtsanspruch auf die freiwilligen Leistungen besteht nicht.

www.vvo.at


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