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Busbranche fordert: Einheitliche EU-Regeln für grenzüberschreitende Reisen!

Die heimischen Autobusunternehmen sind besonders hart durch die Coronakrise betroffen. In Österreich gibt es 800 Reisebusunternehmen, die über etwa 4.000 Busse verfügen. Seit einem Jahr herrscht bei ihnen Stillstand.

Reihe geparkter Busse
© WKÖ Seit einem Jahr stehen die Busse still

„Ich appelliere an alle Tourismusministerinnen und Tourismusminister, möglichst rasch wieder einheitliche Regeln für den Bus-Reiseverkehr zu schaffen“, hält Obmann Martin Horvath fest (Fachverband der Autobus-, Luftfahrt- und Schifffahrtunternehmungen, Berufsgruppe Bus). 
„Aus unserer Sicht ist es dringend notwendig, dass innerhalb der EU so schnell wie möglich klare Standards und Prozesse für den grenzüberschreitenden Verkehr gelten“, bekräftigt auch Nieder­österreichs Fachgruppenobmann Norbert Brunner. Verbindliche und abgestimmte Regeln im Umgang mit Tests und Impfungen wären ebenfalls sinnvoll für die Reisebusbranche, um eine Perspektive für den Restart zu eröffnen. 
Demzufolge unterstützt die Busbranche auch die Einführung eines digitalen Impfpasses, der Abläufe vereinfacht. „Es muss aber auch rasch sichergestellt werden, dass für die Zeit bis dahin eine andere einfache und transparente Möglichkeit geschaffen wird, geimpften Bürgerinnen und Bürger wieder mehr Reisemöglichkeiten zu eröffnen“, betonen die beiden Obmänner. Und die Zeit drängt – auch deswegen, weil die Kunden bereits wieder Interesse an Busreisen zeigen.

Busbranche: Von der Hilfe gerettet – an der Rückzahlung gestorben?

Kommentar von Obmann Norbert Brunner (Autobus-, Luftfahrt- und Schifffahrtunternehmungen)

Obmann Norbert Brunner
© Christoph Kneissl Obmann Norbert Brunner
Der Fixkostenzuschuss 800.000 ist nach wie vor eine gute Unterstützungsmaßnahme. Die Ausweitung auf 1,8 Mio. war aufgrund der Dimension der Pandemie unvermeidbar und hilft auch jenen Betrieben, für die der Verlustersatz nicht zum Tragen kommt. 
Wir in der Busbranche brauchen für den Restart 2021 aber eine Vorlaufzeit von vier bis sechs Monaten! Wir müssen Reiseprogramme erstellen, Hotelreservierungen vornehmen, Anmeldefristen gewähren, Kataloge drucken und die Buchungen erst einmal anlaufen lassen.

Aktuell wurden für 2021 kaum Kataloge gedruckt, da ein Startzeitpunkt für den internationalen Reiseverkehr nach wie vor nicht absehbar ist und wir auch nicht wissen, welche Länder wir anbieten können. Wir benötigen deswegen so rasch wie möglich einen Zeithorizont, wann die nationale und europäische Reisefreiheit zu erwarten ist. Zum heutigen Zeitpunkt sehe ich daher kaum eine Möglichkeit, im Juli bereits wieder vernünftig fahren zu können.
Daher wird es für uns als schwer betroffene Gruppe nötig sein, den Betrachtungszeitraum des Fixkostenzuschusses 800.000 mit den aufgestockten 1,8 Millionen Euro bis zum Zeitpunkt des wirtschaftlichen Fahrens auszuweiten und den beantragbaren Zeitraum des Fixkostenzuschusses von zehn auf sechzehn Monate bis Ende des Jahres zu erweitern.
2020 hat die Kurzarbeit verhindert, dass noch mehr Busfahrer in die Arbeitslosigkeit schlittern, oder in andere Berufe wechseln. Die Kurzarbeit in der bisherigen Form ist deswegen auch weiterhin unverzichtbar und wird in der Busbranche noch bis Mai 2022 gebraucht.

Den Busunternehmen wurde mit den unkomplizierten Krediten der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank die Liquidität gesichert. Optimistischerweise haben wir im April des Vorjahres dennoch damit gerechnet, dass wir ab Herbst 2020 wieder langsam zu fahren beginnen und Umsätze erzielen können. Leider ist das aber bis heute schwer oder gar nicht möglich. Also wird es notwendig sein, dass für die Rückzahlung der ÖHT Kredite mehr Zeit zur Verfügung steht, damit die Unternehmer diese Verbindlichkeiten zurückzahlen können, ohne ihre Existenz erneut zu gefährden.

Sicher ist jedenfalls: Die besondere Situation der Busbranche braucht auch besondere Konditionen, sonst sterben die Unternehmen zum Schluss noch an den Rückzahlungsmodalitäten für Maßnahmen, die ihnen das Überleben hätten sichern sollen.

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