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Trotz Hürden durch den Brexit ist der britische Markt weiterhin für NÖ Unternehmen interessant

Rund 400 Interessierte hatten sich zum Webinar „Brexit, Grundkurs für Hürdenläufer“ des AußenwirtschaftsCenters (AC) London angemeldet und wurden bei der Online-Veranstaltung mit Tipps und Tricks sowie Warnungen vor möglichen Fallen versorgt. 

Brexit Sujet
© pixabay

Nach fünf Jahrzehnten im Club war es mit dem Jahreswechsel soweit: die Briten zogen endgültig einen Schlussstrich unter ihre EU-Mitgliedschaft und das Vereinigte Königreich (VK) verabschiedete sich aus EU-Binnenmarkt, Zollunion und harmonisiertem Umsatzsteuergebiet. 

„Das ausverhandelte Freihandelsabkommen ist zwar besser als nichts, aber wie erwartet im Ergebnis um vieles schlechter als die Ausgangssituation. Die Briten haben wenig hergegeben und dafür auch wenig bekommen. Trotz neuer Barrieren bleibt das Vereinigte Königreich aber ein großer, lukrativer Markt und auch beim Hürdenlauf lassen sich mit Technik und Training Goldmedaillen gewinnen“, so eröffnete Christian Kesberg, Wirtschaftsdelegierter in London, das Webinar mit Informationen von den Experten vor Ort. 

Import, Export, Zoll

„Was früher als innergemeinschaftliche Lieferung zwischen einem EU-Land und dem VK abgewickelt wurde, wird nun zur Ausfuhr in ein Drittland. Lieferbedingungen im internationalen Warenhandel werden oft über  Handelsklauseln geregelt. Da diese Klauseln auch festlegen, wer für die Zollabwicklung und die Entrichtung von Zöllen und Einfuhrabgaben verantwortlich ist, kommen diesen Incoterms im Geschäft mit dem VK große Bedeutung zu“, erklärt Michael Gray, Mitarbeiter im AC London.
Die Abwicklung der Einfuhr ist zwar eine Entlastung für den britischen Kunden, aber eine Belastung für Lieferanten. „Warenlieferungen im VK zur Einfuhr anmelden darf nur jemand, der auch im VK ansässig ist. Wer keine Niederlassung hat braucht einen Zollagenten, der mithaftet. Die sind schwer zu finden und teuer  zu suchen“, so Gray weiter.

Der präferenzielle Ursprung von Waren – Voraussetzung für die Zollbefreiung – wird durch Selbstzertifizierung des Exporteurs nachgewiesen. „Hier bedarf es einer Beschreibung zur eindeutigen Identifikation der Waren. Bei einem Warenwert über 6.000 Euro pro Sendung muss sich der Versender auch beim Zoll registrieren und die Registrierungsnummer auf der Rechnung angeben“, weiß WKÖ-Europaexpertin Lisa Rilasciati.

Dienstreisen ins VK 

Kurze Geschäftsreisen bleiben visumsfrei. „Es dürfen aber nur Arbeitskräfte des Herstellers, der mit dem britischen Kunden einen Vertrag hat, zum Einsatz kommen. Montage durch Subunternehmen ist nicht mehr möglich“, hat Vera Maier, Stellvertreterin des Wirtschaftsdelegierten in London, den Überblick.
Bei längeren Entsendungen bieten sich das Facharbeiter- oder das Grenzgänger-Visum an. Für die Grenzgänger-Variante muss ein Antrag vor Jahresmitte gestellt werden. Antragsberechtigt sind jene EU-Bürger, die 2020 beruflich mindestens einen Tag im VK verbracht haben. Keine Änderungen gibt es beim Nachweis der Sozialversicherung, hier sind immer noch dieselben Formulare im Einsatz.
Im Protokoll zum Austrittsabkommen einigten sich das VK und die EU auf eine Sonderstellung für Nordirland. Dies bedeutet, dass Warenlieferungen zwischen Nordirland und der EU weiterhin als innergemeinschaftliche Warenverkehre behandelt werden.  Dienstleistungen sind vom Protokoll nicht betroffen. 
„Da Direktlieferungen nach Nordirland wie innergemeinschaftliche Lieferungen behandelt werden, muss der Transport über Großbritannien, also England, Schottland oder Wales im Transitverfahren abgewickelt werden“, fasst Michael Gray zusammen. 

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