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Studie zeigt: Private Bankkunden in Österreich zahlen deutlich weniger als EU-Schnitt

Das erfreuliche Ergebnis: Österreichs privateBankkunden bezahlen in absoluten Zahlenrund 48 Euro weniger für ihr Kontopaketals der durchschnittliche EU-Bürger.

© Image Source/Corbis
Das sind im EU-Ländervergleich die zweitniedrigsten Preise. Die tatsächlich verrechneten Preise waren darüber hinaus in Österreich im Jahr 2016 um knapp 23 Prozent niedriger als jene, die 2010 ausgeschrieben waren.
Die „Zahlungsverkehrs-Studie 2017“, eine aktuelle Erhebung von Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und Capgemini Consulting, vergleicht die Kosten für Zahlungsverkehrs-Dienstleistungen von Banken in Europa. Die Studie basiert nicht auf Befragungen oder Statistiken, sondern auf tatsächlich analysierten Daten von 61 Banken aus den elf Ländern Österreich, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Schweiz, Spanien, Schweden, Tschechien und Slowakei. Während Bankkunden hierzulande etwa 75 Euro pro Jahr bezahlen, sind es im EU-Schnitt etwa 123 Euro, also 48 Euro mehr. Lediglich in den Niederlanden, in denen Banken mit einer gänzlich anderen Preisphilosophie agieren, sind die durchschnittlich verrechneten Preise für ein privates Bankkonto geringer als in Österreich.

Stichwort Cybersicherheit


Österreichische Banken investieren seit Jahren auch massiv in die Sicherheit der Daten ihrer Kunden – neben den enormen Anforderungen aus der Regulierung, ein relevanter Kostenfaktor.
„Digitalisierung und Cybersicherheit sind kommunizierende Gefäße“, hält Geschäftsführer Franz Rudorfer fest (Bundessparte Bank und Versicherung), „die heimischen Banken sind sich hier ihrer Verantwortung bewusst“.

Neunmal mehr Online-Zugriffe seit 2010


Die intensivere Nutzung von Online- und Mobile-Diensten zeigt sich vor allem in der Anzahl der Logins pro Jahr:
Während sich Nutzer 2010 durchschnittlich zehnmal über verschiedene Bankportale angemeldet haben, waren es im gesamten Jahr 2016 bereits 87 Logins.
Im gesamten EU-Raum ist zudem der Trend hin zur Pauschalverrechnung zu erkennen, von denen in Österreich vor allem Bankkunden mit hohem Aktivitätslevel profitieren.

PSD2 als Chance für die Bankbranche


In der aktuellen Studie wurden außerdem Trends im Zahlungsverkehr beleuchtet.
Maßgebliches Moment dabei ist die PSD 2 (Payment Services Directive – etwa: überarbeitete Richtlinie über Zahlungsdienste). Simon El Dib, Head of Financial Services Austria bei Capgemini Consulting, erklärt dazu: „Die seit Jänner 2018 gültige PSD2-Regulierung der EU hat nachhaltige Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle der Banken. Unter anderem auch deswegen, da diese einen Teil ihrer Daten für den Wettbewerb zur Verfügung stellen müssen.“
Laut El Dib bedeutet dies für die Banken vorerst erhebliche Investitionen ohne unmittelbare Rendite.
Mittelfristig wird die Kooperation mit „industriefremden Partnern“, wie etwa FinTechs, aber vereinfacht und das Kundenerlebnis durch zielgerichteten Einsatz von offenen Schnittstellen und das sogenannte „Open Banking“ weiter verbessert.
Diese Analyse wird durch die von der EU prognostizierte Wachstumsrate – jährlich um 61,8 Prozent bis 2021 – bei Transaktionen mit so genannten „mobile Wallets“ gestützt.

„Unsere Banken decken das Nutzungsverhalten besser ab als andere”

© Moser

Niederösterreichs Obmann Johann Vieghofer (Sparte Bank und Versicherung): Maßgeschneiderte Kontopakete zu einem auch im Europa-Vergleich ausgezeichneten Preis-/Leistungsverhältnis sind wesentlich für das Standing der heimischen Bankenlandschaft.
Das bedeutet auch, dass unsere Banken das Nutzungsverhalten besser abdecken, als Banken in anderen untersuchten Ländern. Verdeutlicht wird dies zusätzlich, wenn Preise in Europa auf Basis des nationalen Nutzungsverhaltens verglichen werden, wo Österreichs Banken sogar am günstigsten sind.
Während ein österreichischer Durchschnittskunde für sein aktuelles Leistungspaket 75 Euro bezahlt, müsste er in Großbritannien 269 Euro ausgeben. Österreichische Banken brauchen hier also keinen Vergleich mit anderen europäischen Ländern zu scheuen. Damit entkräftet die neue Zahlungsverkehrs-Studie auch die immer wieder von Konsumentenschutzseite vorgebrachte Kritik an den Preisen rund ums Konto.
Das bestärkt uns in unserer Überzeugung, Produkte und Dienstleistungen anzubieten, so wie sie unsere Kunden am besten servicieren.“

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