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Augenoptiker: Nachwuchs gesucht

Österreich gehen die Augenspezialisten aus. Die Bundes-innung der Augenoptiker/Optometristen startet einen Aufruf zur Ausbildung von Fachkräften und drängt auf den Start ihres ersten FH-Bachelor-Studienlehrgangs.

© freeimages.com

„Wir merken in den vergangenen Jahren einen wachsenden Fachkräftemangel“, sagt Markus Gschweidl, NÖ Landesinnungsmeister der Augenoptiker/Optometristen, „die Fachbetriebe und die Ketten suchen oft händeringend nach Nachwuchs.“
Zu erwarten ist, dass dadurch in den nächsten zehn Jahren die Verfügbarkeit von hochwertiger Beratung sinken wird. Derzeit beträgt die Anzahl der augenoptischen Fachgeschäfte in Österreich rund 1.190, die Anzahl der Beschäftigten rund 4.800.
Die Bundesinnung startet daher einen Aufruf zur Ausbildung von Gesellen und Meistern in den Bereichen Augenoptik und Kontaktlinsenoptik. Interessenten werden dringend gesucht.

FH-Bachelor-Studium vorantreiben
Derzeit registriert das AMS etwa 100 offene Stellen in Österreich – und das, obwohl jährlich österreichweit rund 560 bis 570 Lehrlinge ausgebildet werden. „Unsere Berufsschulklassen sind voll. Aber die ausgebildeten Augenoptiker/Optometristen verlassen in Folge oft den Berufstand“, sagt Gschweidl. Das liegt unter anderem an den derzeit noch engen beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten. „Gerade deswegen ist es so wesentlich, dass die Akademisierung unseres Berufsstandes im letzten Schritt das politische OK bekommt.“ Denn das erste österreichische FH-Bachelor-Studium für Augenoptiker / Optometristen steht bereits in den Startlöchern. Die Akkreditierungsbehörde AQ Austria hat ihm im Februar zugestimmt. Das Studium soll ein wissenschaftlich fundiertes Wissen über die rasanten Fortschritte in Forschung und Technik vermitteln und neue berufliche Perspektiven eröffnen.

So wird man Augenoptiker
Die Qualität der vorhandenen Ausbildung in Österreich ist bereits jetzt hoch. Angehende Augenoptikermeister/Optometristen haben die Wahl zwischen vier Ausbildungsstätten:

HTL für Optometrie Hall in Tirol, www.phtla-hall.tsn.at
OHI Optometrie und Hörakustik Initiative, www.ohi.at
Akademie für Augenoptik und Optometrie by Dusek und Koller, www.dusek.at
AIG – Akademisches Institut des Gesundheitsberufs AugenoptikerIn, www.optik-ausbildung.at

Entgegen der landläufigen Meinung wartet auf den Nachwuchs ein abwechslungsreicher Job: „Es herrscht leider ein weitverbreiteter Irrglaube, dass ein Augenoptiker/Optometrist hauptsächlich Brillenverkäufer ist – dem widersprechen wir entschieden. Was den Beruf besonders attraktiv macht, ist, dass man täglich besonderes Fachwissen rund um das Auge einsetzt, aber auch viel Beratungskompetenz, Einfühlungsvermögen sowie Stilsicherheit braucht“, betont der NÖ Landesinnungsmeister. Die Branche ist überwiegend weiblich – 70 Prozent der Beschäftigten sind Frauen.
Im beruflichen Alltag ist eine der wichtigsten Aufgaben die Refraktionsbestimmung, also die Messung von Fehlsichtigkeiten. Das Know-how und auch die eingesetzte Technologie entwickeln sich ständig weiter. Besonders gilt das auch für das Anpassen von Kontaktlinsen – das Spezialgebiet der Kontaktlinsenoptiker. Dazu kommt eine starke handwerkliche Komponente. Markus Gschweidl: „Viele wissen zum Beispiel gar nicht, dass wir die Brillengläser selbst schleifen. Mit eigenen Händen etwas geschaffen zu haben, ist am Ende des Arbeitstags ein sehr befriedigendes Gefühl.“
Interessenten können sich unter gesundheitsberufe@wko.at melden und Informationen über diesen Beruf anfordern.


Landesinnungsmeister Markus Gschweidl
© Markus Gschweidl Landesinnungsmeister Markus Gschweidl

Markus Gschweidl, NÖ Landesinnungsmeister der Augenoptiker/Optometristen: "Ein wesentlicher Bereich ist die Kundenberatung. Die Wichtigkeit davon ist enorm gestiegen. Fehlsichtigkeiten nehmen in unserer Gesellschaft zu und bis 2050 wird die Hälfte der Bevölkerung kurzsichtig sein. Deswegen wächst auch der Bedarf an Spezialbrillen wie etwa Bildschirmbrillen. Diese sind optimal auf die Computerarbeit angepasst und mindern zum Beispiel die Gefährlichkeit des Blaulichts, das von Bildschirmen ausgeht. Aber auch Sportbrillen und Autofahrerbrillen erfüllen wichtige Funktionen und erfordern kompetente Beratung. Je größer aber die Angebotsvielfalt wird, desto verwirrender wird es für den Kunden. Gerade jetzt ist daher gute Beratung wesentlich für die Augengesundheit in unserer Gesellschaft. Und auch in Stilfragen muss der Augenoptiker/Optometrist firm sein. Es gibt heute nicht mehr „den“ Trend, dem alle folgen. Unsere Aufgabe ist es, Kunden dabei zu helfen, die Brille zu finden, die perfekt zu ihrer Gesichtsform und zu ihrem Stil passt."

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