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„Alles gegen die Virusverbreitung tun“

Desinfektionsmittel sind in der Hygiene das Um und Auf. Dazu ein Interview mit Franz Astleithner, GF der fabachem Astleithner GmbH in Wr. Neustadt. Er beliefert unter anderem die Wiener Linien und das Landesklinikum Wr. Neustadt.

Franz Astleithner, GF der fabachem Astleithner GmbH in Wr. Neustadt
© Tanja Wagner Franz Astleithner, GF der fabachem Astleithner GmbH in Wr. Neustadt

Sie sind Geschäftsführer der fabachem Astleithner GmbH in 2700 Wiener Neustadt. Ihre Geschäftsfelder sind die Entwicklung und Herstellung von kosmetischen und chemisch-technischen Produkten sowie der Handel mit Hygienepapier und Reinigungsbehelfen. Zu Ihren Kunden zählen die Wiener Linien genauso wie das Landesklinikum Wiener Neustadt. Da werden schon namhafte Mengen verbraucht. Wann haben sie einen Bedarfsanstieg an Desinfektionsmitteln verzeichnet?

Merkbar war eine Erhöhung der insgesamten Bestellmenge ungefähr Mitte Februar, mit dem Anstieg der Erkrankungen in Oberitalien ist die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln dann richtig explodiert.

 

Am freien Markt bedeutet das normalerweise auch ein Ansteigen der Preise, wie haben sie das gehandhabt?

So schnell haben wir gar nicht schauen können, waren die Preise für die benötigten Alkoholsorten dreimal so hoch wie vor Auftreten des Virus. Kaufmännisch müsste man neben der Steigerung selbst auch den damit verbundenen Mehraufwand wie etwa höhere Transportkosten wegen zusätzlicher Lieferanten an den Endkunden weitergeben. In einer Krisensituation wie jetzt haben wir aber nur die tatsächliche Erhöhung der Einkaufspreise in die Kalkulation unserer Verkaufspreise einfließen lassen, obwohl wir Alkohol mittlerweile von Lieferanten in Serbien, Russland oder der Ukraine beziehen.

 

Die aktuellen Verhaltensregeln dienen dem Schutz vor der Verbreitung des Virus – besonders gefährdet sind neben Menschen mit Vorerkrankungen und die über 65-Jährigen. Sie sind 67, wie halten Sie das?

Ich bin gottseidank gesund, aber im Interesse meiner Familie bin ich bereits im Home-Office. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das können, sind ebenfalls im Home-Office, alle anderen halten sich an die Vorschriften wie Hände waschen, Desinfektion und genügend Abstand zu anderen Menschen.

 

Wie wickeln Sie die Firmenkontakte ab, die bis jetzt mit persönlichem Kontakt verbunden waren?

Wir haben unser Gelände abgeriegelt und unser Einfahrtstor geschlossen. Bei einer Abholung wird die Ware vor dem Tor übergeben. Auch dabei wird zwei Meter Abstand gehalten: Ist alles von uns bereitgestellt, treten wir zurück, und der Kunde kann „zugreifen“. Wird geliefert, kann der Wagen ein Stück hineinfahren, ausladen und das Gelände wieder verlassen.

 

Trotzdem müssen Papiere unterzeichnet werden…

Dafür haben wir eine Art Schleuse, einen jetzt umgewidmeten Vorbau zum Firmengebäude. Da werden Annahmen oder Übergaben bestätigt, und vor und nach Betreten der Schleuse wird natürlich gründlich desinfiziert.

 

Ihrer Branche macht jetzt Umsätze wie nie – wie empfinden Sie die das angesichts der gesundheitlichen Bedrohung?

Den angesprochenen Zwiespalt empfinde ich nicht. Wir müssen einfach alles dafür tun, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen und einzudämmen. Dazu gehören nun mal Hygiene und der Gebrauch von Desinfektionsmitteln. Wir können nur versuchen, möglichst alle zu beliefern, die Bedarf haben. Denken Sie nur an Heime und Spitäler, das darf einfach nicht passieren, dass die ohne Desinfektionsmittel dastehen. Es ist unsere Pflicht und Schuldigkeit, soviel wie möglich herzustellen, um die Versorgung mit Desinfektionsmitteln aufrecht zu erhalten.

 

Desinfektionsmittel zum Selbermachen – das Internet ist voll von Anleitungen und Empfehlungen. Was halten Sie davon?

Bitte nicht! Diese „Rezepte“ führen die verschiedene Substanzen oft in großen Mengen an. Das kann zu Verätzungen, Bränden oder gar Explosionen führen, wenn man als Laie damit hantiert. Die große Gefahr dabei steht in keinem Verhältnis zu dieser Art von „Selbstversorgung“.

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