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Arbeitskräftemangel auch Frage der Bildungs- und Gesellschaftspolitik

von WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker

Porträt
© Rita Newman


Mit den allgemeinen Teuerungen, den Unsicherheiten bei der Energieversorgung und den ausufernden Kosten im Energiebereich stehen unsere Unternehmen vor Problemen, die an die Existenz gehen. Das sollte schlimm und herausfordernd genug sein.

Tatsächlich verschärft noch ein weiteres Problem die Situation: der Fachkräftemangel, der sich mittlerweile zu einem allgemeinen Arbeitskräftemangel ausgewachsen hat. Wenn wir mit Ende August in Niederösterreichs Unternehmen gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 4,5 Prozent bei den Lehranfängern haben, ist das zweifellos eine gute Entwicklung. Gegenüber 2018 beträgt der Zuwachs sogar über zehn Prozent. Die Richtung stimmt. Das Aber ist freilich groß: denn auch die Zahl der Betriebe, die – teils schon Jahre – Lehrlinge suchen, aber nicht finden, steigt. Und das gilt leider für Arbeitskräfte in nahezu allen Bereichen unserer Wirtschaft. Jede zehnte Stelle in Niederösterreich kann aktuell nicht besetzt werden.

"Arbeit ein Teil des Lebens, der Sinn gibt und Freude macht."
Wolfgang Ecker, WKNÖ-Präsident

Vielzahl an Initiativen

Die Wirtschaftskammer NÖ unterstützt blau-gelbe Unternehmen in dieser Situation mit einer Vielzahl an Initiativen rund um Fragen der Berufsorientierung, sowie der Aus- und Weiterbildung. Neuestes Beispiel sind die zusätzlichen Angebote des WKNÖ-Bildungsinformationszentrums (BIZ).
Ich bin aber überzeugt, dass der Arbeitskräftemangel ganz generell eine zutiefst gesellschaftspolitische und bildungspolitische Frage ist. Nehmen wir nur die vielzitierte „Work-Life-Balance“. Im Grunde wird mit diesem Begriff ein Gegensatz zwischen „Arbeit“ und „dem Leben“ konstruiert. Tatsächlich sollte Arbeit aber als fixer Teil des Lebens und nicht als Gegensatz dazu gesehen werden. Als ein Teil des Lebens, der Sinn gibt und Freude macht – was, um nicht missverstanden zu werden, nicht heißen soll, dass man 24 Stunden am Tag für die Arbeit lebt. Und genauso müssen wir im Bildungssystem verstärkt darauf achten, jene Fähigkeiten zu vermitteln, die in den Betrieben unverzichtbar sind. Wir brauchen eine Schulbildung, die Wissen über das Funktionieren der Wirtschaft vermittelt, Lust auf Berufe und auch Lust auf Unternehmertum macht.

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