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Appell des Handels: „Nutzen Sie die Möglichkeit zu Click & Collect, oder verschieben Sie Ihre Einkäufe auf die Zeit nach dem Lockdown!“, appelliert Landesgremialobfrau Nina Stift

Bereits 90 geschlossene Einkaufstage vor dem „Osterlockdown“, Umsatzbußen von rund 24 Prozent beispielsweise im Modehandel im vergangenen Jahr, viele Betriebe, die um die Existenz bangen. Deshalb lautet der dringliche Aufruf an die Konsumenten: „Bitte bleiben sie dem heimischen Fachhandel auch im neuerlichen Lockdown treu.“

WKNÖ-Vizepräsidentin Nina Stift
© WKNÖ/David Pany WKNÖ-Vizepräsidentin Nina Stift

Die so genannte „Osterruhe“ im Osten des Landes trifft den Handel schwer, vor allem den von der Pandemie ohnehin schon schwer gebeutelten Handel mit Mode und Freizeitartikeln. „Unsere Händler haben sich eben erst mit Frühjahrsware eingedeckt. Ware, die sie nun wieder nicht den Kunden in den Geschäften präsentieren dürfen“, erklärt Nina Stift, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer NÖ und Landesgremialobfrau des Handels mit Mode und Freizeitartikeln.

Onlinehandel ist um 17 Prozent gewachsen

Während der heimische Fachhandel schwere Umsatzeinbußen hinnehmen musste, hat der österreichische Onlinehandel im Jahr 2020 um 17 Prozent zugelegt. Deshalb appelliert Stift an die Konsumenten: „Nutzen Sie die Möglichkeit zu Click & Collect, oder verschieben Sie Ihre Einkäufe auf die Zeit nach dem Lockdown! Denn der Modehandel ist von den wiederkehrenden Schließungen sehr hart getroffen, viele Betriebe kämpfen ums Überleben“, verdeutlicht die Landesgremialobfrau die prekäre Situation. Doch gerade diese Betriebe beleben die Vielfalt in den Ortskernen, zahlen – im Gegensatz zu den ausländischen Online-Giganten Ertragssteuern in Österreich – und sichern so die Arbeitsplätze von zehntausenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Konsumlaune der Niederösterreicher groß

„Jeder Lockdown ist Förderprogramm für den ausländischen Online-Handel. Ohne die regionalen Handelsgeschäfte wären Stadt- und Ortskerne trist und leer. Deshalb braucht es neben den entsprechenden Schritten auf (europa-)politischer Ebene zur Stärkung des heimischen Fachhandels vor allem auch die Solidarität der Konsumenten, den Händlern ums Eck auch im Lockdown die Treue zu halten“, weiß Stift. Denn die Niederösterreicher und Niederösterreicherinnen wären durchaus in Konsumlaune, wie eine aktuelle market-Umfrage zeigt. „Drei Viertel der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher haben Konsumlaune und wollen offene Gaststuben. Zwei von drei würden bei weiteren Öffnungen viel konsumfreudiger sein, beim Shoppen ebenso wie in der Gastronomie“, nennt Stift die Ergebnisse.

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