th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

"Frankreich nimmt das Heft in die Hand"

Wirtschaftsdelegierter Christian Schierer über den "Wirtschafts-TGV" der Union.

Portätfoto
© WKÖ
Was erwarten Sie für eine wirtschaftliche Entwicklung, wenn Frankreich im Jänner die EU Ratspräsidentschaft übernehmen wird?
Frankreich übernimmt nicht nur einfach die EU-Ratspräsidentschaft. Die Grande Nation nimmt nach dem Abgang von Kanzlerin Merkel und einem sehr holprigen Brexit, einer schwächelnden spanischen und italienischen Wirtschaft, … das Heft in die Hand. Die Erwartungen sind daher hochgesteckt. 
 
Wie attraktiv ist der französische Markt für NÖ Unternehmen?
Frankreich ist die zweitgrößte EU-Volkswirtschaft, drittwichtigster EU-Handelspartner Österreichs. Somit spielt Niederösterreich eine ganz besonders gewichtige Rolle hier. Die Grande Nation ist mit einem Plus von 5,5 Prozent BIP „Wirtschafts-TGV“ der Union und über OECD-Durchschnitt. Davon profitieren Firmen aus dem nördlichen Waldviertel ebenso wie Firmen aus dem Marchfeld. Frankreich bietet noch dazu einen zusätzlichen 100 Milliarden Euro schweren Aufbauplan zur Stärkung der Wirtschaft. Das bringt neue Geschäftschancen sowohl im Ausbau der städtischen Infrastruktur (Stichwort Olympische Spiele 2024) aber auch im ländlichen Raum. Die Konsumnachfrage steigt um 15 Prozent im zweiten Quartal und privatwirtschaftliche Investitionen nehmen zu.  Österreich generiert hier das höchste Handelsplus in der EU.
 
Haben Sie einen Tipp für NÖ Unternehmen, wie sie am französischen Markt punkten können?
Ja, natürlich. Mit Qualität, viel Liebe für den Markt und der notwendigen Geduld schafft man es hier. Natürlich ist es noch immer am besten die französische Sprache zu beherrschen, aber es hat sich auch schon sehr viel getan. Das neue Frankreich vor allem die Jugend spricht mehrere Fremdsprachen, ist kosmopolitisch und sehr offen für Neues. Innovationen werden zelebriert und mit vergleichsweise nur wenig Aufwand hat man einen effizienten Hebel. Denn vergessen wir nicht, neben den 67 Millionen Franzosen sprechen weiter 280 Millionen Menschen auf diesem Planeten die französische Sprache. Ich empfehle daher vor allem kleineren Unternehmen auf einem der großen französischen Wirtschafts-Flugzeugträger zu landen und gemeinsam mit diesen die Welt der Frankophonie zu erobern. 
Wie groß war das Interesse der NÖ Unternehmen beim Sprechtag in St. Pölten? Was interessierte am meisten?
Das Interesse war sehr groß, da es für viele ein neuer Markt ist. Stark nachgefragt wurde der Aufbau der Frankreich-Agenden, also „Wie gehe ich es an?“, „Muss ich eine Niederlassung gründen“…. ich empfehle hier in einem ersten Schritt den Export-Check der WKNÖ und dann gemeinsam mit unserem Büro in Paris eine Marktzugangsstrategie zu entwickeln. Zumeist ist der erste Schritt mittels einem Handelsvertreter am sinnvollsten. Auch hier helfen wir unkompliziert und rasch. Also: Ja, gehen Sie Frankreich. Aber mit Sicherheit. Mit den Services der Außenwirtschaft Austria und der Expertise der WKNÖ.

Das könnte Sie auch interessieren

Porträtfoto

Russische Föderation ist attraktiv und interessiert an österreichischen Waren

Wirtschaftsdelegierter Rudolf Lukavsky über Russland als Exportdestination und die derzeit geltenden Sanktionen. mehr

Porträtfoto

Kanadas Konjunktur fährt auf Volldampf

Wirtschaftsdelegierter Gregor Postl rät zum Export nach Kanada. mehr

Porträtfoto

Motoren der US-Wirtschaft nach "Corona-Starre" wieder angelaufen

Wirtschaftsdelegierter Daniel Zawarczynski über Wirtschaftswachstum und "great resignation". mehr