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WKNÖ, AMS NÖ und AK starten INITIATIVE Niederösterreich

Neue Initiative für jobsuchende AkademikerInnen und Führungskräfte in NÖ

V.l.: WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, AMS NÖ-Landesgeschäftsführer Sven Hergovich sowie AK NÖ-Präsident Markus Wieser.
© photonews.at/Georges Schneider V.l.: WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, AMS NÖ-Landesgeschäftsführer Sven Hergovich sowie AK NÖ-Präsident Markus Wieser.

Die Zahl der arbeitslosen Akademikerinnen und Akademiker ist in Folge der Corona-Krise am Arbeitsmarkt um 20,3% gestiegen. Dieser Wert liegt deutlich über dem Anstieg der Gesamtarbeitslosigkeit in Niederösterreich mit 15,6%. Um den Betroffenen den Wiedereinstieg ins Erwerbsleben zu ermöglichen und das Potenzial bestens qualifizierter Arbeits- und Führungskräfte für die niederösterreichische Wirtschaft aufzuschließen, startet das Arbeitsmarktservice (AMS) NÖ in Kooperation mit der Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer NÖ eine neue Initiative. Maßgeschneiderte Beratung und gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung in Unternehmen soll jobsuchenden AkademikerInnen und Führungskräften das Tor für eine neue berufliche Zukunft aufstoßen. Die INITIATIVE Niederösterreich wurde von AMS NÖ-Landesgeschäftsführer Sven Hergovich sowie AK NÖ-Präsident Markus Wieser und WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker präsentiert.

In den letzten zehn Jahren hat der Anteil der akademisch gebildeten Arbeitskräfte an allen Erwerbstätigen österreichweit mit 62,9% beachtlich zugenommen und lag zuletzt bei 18%. In Niederösterreich haben sich die Arbeitsmarktchancen für AkademikerInnen in Folge der Corona-Pandemie klar verschlechtert. 

  • 3.420 AkademikerInnen sind Ende Februar arbeitslos, die Mehrheit von ihnen (1.897) sind Frauen
  • Betroffen von steigender Arbeitslosigkeit in dieser Gruppe sind vor allem NiederösterreicherInnen im Haupterwerbsalter (+20,5%) und der Generation 50 plus (+22,3%).
  • Die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz dauert für AkademikerInnen mittlerweile um durchschnittlich 41 Tage länger als für alle anderen Jobsuchenden in Niederösterreich.

„Nach wie vor gilt, dass eine fundierte Ausbildung vor dem Risiko, arbeitslos zu werden, schützt. Die Folgen der Corona-Pandemie am Arbeitsmarkt machen aber auch vor erfahrenen Führungskräften und akademisch ausgebildeten Fachkräften nicht halt. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit liegt in dieser Personengruppe mit 20,3% über dem nö-weiten Schnitt. Einmal arbeitslos geworden, finden sie länger als andere Jobsuchende in Niederösterreich keine neue Arbeitsstelle. Mit der `INITIATIVE Niederösterreich´ werden wir gemeinsam einer steigenden Arbeitslosigkeit unter AkademikerInnen und Führungskräften einen Riegel vorschieben“, so der Landesgeschäftsführer des AMS NÖ, Sven Hergovich. 

Neues Projekt: Spezifische Beratung und gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung

In Kooperation mit der Arbeiter- und der Wirtschaftskammer NÖ hat das AMS ein neues Förderprojekt eingerichtet. Dabei setzt man auf die Kompetenz der INITIATIVE 50, die bis Jahresende 2020 Jobsuchende der Generation 50 plus beim beruflichen Wiedereinstieg unterstützt hat. 

„Wir setzen alles daran, um in dieser herausfordernden Zeit bestmögliche Stabilität zu gewährleisten. Die Corona-Krise wirkt sich aber natürlich auf alle Gruppen am Arbeitsmarkt aus. Mit dieser neuen Initiative haben die Sozialpartner in Niederösterreich und das AMS NÖ ein Vorzeigeprojekt umgesetzt, um die Qualifikation und Erfahrungen von Führungskräften und Akademikern bestmöglich zu nutzen. Das Ziel ist stets, die Menschen dauerhaft wieder in Arbeit zu bringen. Dafür schaffen wir ein maßgeschneidertes Beratungsangebot und professionelle Suche nach einem passenden Überlassungsbetrieb“, sagt Markus Wieser, Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich.  

Wolfgang Ecker, Präsident der WKNÖ: „Unsere Unternehmen suchen dringend gut ausgebildetes Personal. Unser Fachkräfte-Radar zeigt, dass sechs von zehn heimischen Betrieben vom Fachkräftemangel betroffen sind. Die Wirtschaft braucht einerseits gut ausgebildetes akademisches Personal und Führungskräfte sowie bestens ausgebildete Fachkräfte. Auf der anderen Seite ist auch die Qualifizierbarkeit der Menschen wichtig. Die INITIATIVE NÖ bringt unseren Betrieben bestens auf deren Bedarf zugeschnittenes und motiviertes Personal und beide Seiten profitieren von einer 4- bis 7-monatigen Kennenlernphase.“ 

Die Eckpfeiler des neuen Projektes: 

  • Maßgeschneiderte Beratung:
    Die AMS-Geschäftsstellen vermitteln jobsuchende AkademikerInnen und Führungskräfte jeglichen Alters an eine Beratungsstelle der INITIATIVE Niederösterreich. Hier erarbeiten SpezialistInnen mit den Betroffenen maßgeschneiderte Strategien für den beruflichen Wiedereinstieg. Vielen gelingt bereits über diesen Weg der Einstieg ins Erwerbsleben.
  • Gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung für Führungskräfte und AkademikerInnen:
    Rund die Hälfte der TeilnehmerInnen der INITIATIVE Niederösterreich wird in ein Projekt zur gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung übernommen und dort befristet angestellt. Es folgt die Suche nach einem passenden Unternehmen, das zu einer zeitlich befristeten Überlassung bereit ist. Eine Kennenlernphase von mehreren Monaten für beide Seiten startet. Ziel ist, dass der bzw. die TeilnehmerIn in ein dauerhaftes Dienstverhältnis im Unternehmen übernommen wird.
  • Win –Win-Situation für beide Seiten:
    Das Modell der gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung ist ein starkes Sprungbrett für die TeilnehmerInnen zurück ins Erwerbsleben. Die Arbeitsmarkterfolge des Vorläuferprojektes, der INITIATIVE 50, lagen in den Jahren 2015 bis 2019 (jüngste Daten) zwischen 66 bis 80%. Gleichzeitig werden Risiko und Kosten für mögliche zukünftige ArbeitgeberInnen minimiert. AMS NÖ finanziert 50% der anfallenden Lohn- und Lohnnebenkosten inkl. Zulagen für die gesamte Probephase von vier bis sieben Monaten.

Netzwerk für jobsuchende AkademikerInnen und Führungskräfte in ganz NÖ

Das AMS hat für dieses Jahr in den Beratungsstellen Platz für 550 Betroffene und insgesamt 151 Vollzeittransitarbeitsplätze im Rahmen der gemeinnützigen Überlassung eingerichtet. Die INITIATIVE Niederösterreich hat Standorte in St. Pölten, Mödling und Korneuburg. Die Kosten für das neue Projekt belaufen sich für dieses Jahr auf voraussichtlich 5,3 Millionen Euro. 3,1 Millionen werden durch das AMS NÖ getragen, weitere 2,2 Millionen Euro werden durch Erlöse aus den Lohnkostenanteilen der Beschäftiger erwirtschaftet.   

Rückfragehinweise für Redaktionen: Mag. Martina Fischlmayr, 0664/83 50 517

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