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25 Jahre Betriebshilfe — 25 Jahre Sicherheitsnetz für Unternehmen

Zwazl: Hilfe für Kleinbetriebe in gesundheitlich Notlagen oder wenn ein Baby kommt - 85 Prozent der Einsätze in Unternehmen mit maximal zwei Beschäftigten

Gruppenfoto.
© Alice Schnür-Wala WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl mit SVA-Landesdirektor NÖ Johann Tritremmel.

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie haben einen kleinen Betrieb, sagen wir als Tischler, haben zwei Mitarbeiter — und erleiden plötzlich einen Unfall, fallen ein paar Wochen für das Unternehmen aus. Oder sie sind Unternehmerin, führen ein kleines Café — und erwarten ein Baby, was natürlich eine höchst erfreuliche Nachricht ist.  

Aber wer sorgt dafür, dass das Café weiterläuft? Wer kümmert sich darum, dass im geschilderten Tischlereibetrieb alles seine Ordnung hat, die Aufträge abgearbeitet werden, neue Aufträge an Land gezogen werden? 

In Fällen wie diesen hilft seit nunmehr 25 Jahren die Betriebshilfe. Unternehmerinnen und Unternehmer, die aufgrund einer Babypause, eines Unfalls, schwerer Krankheit oder Reha für ihren kleinen Betrieb ausfallen, erhalten damit eine Ersatzarbeitskraft, die dafür sorgt, dass das Unternehmen in dieser Zeit ordnungsgemäß weiterläuft. „Wenn die Chefin oder der Chef in einem Kleinbetrieb ausfallen, kann es rasch knapp werden. Kann es sogar um die Existenz gehen“, so Sonja Zwazl, die Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), die die Betriebshilfe vor 25 Jahren gegründet hat und bis heute ehrenamtlich führt. „Mit der Betriebshilfe haben wir ein Sicherheitsnetz für unsere Unternehmerinnen und Unternehmer geschaffen, damit ein längerer Spitalsaufenthalt oder eine Babypause bei kleinen Unternehmen nicht zu einer Notlage führen.“ Ausgehend von Niederösterreich ist die Betriebshilfe heute zu einem österreichweiten Erfolgsmodell geworden. 

863.000 Einsatzstunden — 110.000 Einsatztage

Die Bilanz ist beeindruckend:

  •  Seit der Gründung der Betriebshilfe vor 25 Jahren wurden genau 2.868 Einsätze geleistet.
  • Insgesamt wurden bis dato rund 863.000 Einsatzstunden — das entspricht rund 110.000 Einsatztagen — erbracht.
  • An der Spitze der Einsatzgründe stehen Operationen (823 / 28,7%), gefolgt von schweren Krankheiten (639 / 22,3%), Unfällen (610 / 21,3%) und Babyeinsätzen (487 / 17%).
  • In Summe 85 Prozent aller Einsätze entfallen auf Unternehmen mit keinem Beschäftigten bzw. Betrieben mit maximal zwei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 

Bis zu einer jährlich angepassten Einkommensgrenze (aktuell 20.790,84 Euro) kann die Betriebshilfe kostenlos erfolgen, bei höheren Einkommen ist ein gestaffelter Kostenbeitrag je Arbeitstag zu leisten. Bei Krankheit, Unfall, Operation oder einem bewilligten Rehabilitationsverfahren kann eine Ersatzarbeitskraft für maximal 70 Einsatztage (plus fünf Einschulungstage davor) pro Kalenderjahr zur Verfügung gestellt werden.

Baby-Einsätze laufen über die Zeit des Mutterschutzes (je acht Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt). Die Einkommensgrenze gilt hier nicht. 

Finanzierung über SVA 

Die Finanzierung der Betriebshilfe erfolgt über die SVA, die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft. „Wenn es sie nicht schon gäbe, müsste man sie erfinden: die Betriebshilfe für die Wirtschaft. Sie ist für Unternehmerinnen und Unternehmer unverzichtbar. Hier wird rasch, kompetent und zuverlässig geholfen. Es freut mich, dass die SVA zu dieser Erfolgsstory einen wichtigen Beitrag leisten kann“, sagt dazu Niederösterreichs SVA-Landesdirektor Johann Tritremmel.   

„Betriebshelfer Menschen mit dem richtigen Know-how“ 

Die Betriebshelferinnen und –helfer sind erfahrene und flexible Fachkräfte, oft frühere Selbstständige, die genau wissen, wie es in Unternehmen läuft und was Betriebe brauchen. Zudem verfügen sie über das nötige Einfühlungsvermögen, um der jeweiligen Unternehmerin/dem jeweiligen Unternehmer in seiner Situation Sicherheit zu geben. Insgesamt 15 Betriebshelferinnen und –helfer sind aktuell im Einsatz. „Unsere Betriebshelferinnen und –helfer sind Menschen mit dem richtigen Know-how“, so WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl. „Die gesundheitlichen Sorgen kann die Betriebshilfe unseren Unternehmerinnen und Unternehmern nicht nehmen, die wirtschaftlichen jedoch sehr wohl.“

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