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120 Millionen Euro Kapitalstärkung für Klein- und Mittelbetriebe in NÖ

Eine gute Eigenkapitalbasis ist nicht nur die Voraussetzung für eine nachhaltige Krisenbewältigung, sondern auch für das künftige Wachstum der Betriebe. Genau hier setzt die Kapitalstärkungsoffensive des Landes und der Wirtschaftskammer NÖ für KMU an. 

Die drei Personen kneten Teig.
© Gabriele Moser, 23.10. Wirtschaftskammer NÖ-Präsident und NÖBEG-Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Ecker und Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger wurden von Firmenchef Wolfgang Hager (v.l.) in das Handwerk des Backens eingeführt.

Diese umfassende Kapitalstärkungsoffensive trat mit 23. Oktober in Kraft und wird von der NÖ Bürgschaften und Beteiligungen GmbH (NÖBEG) umgesetzt. Sie besteht aus drei Maßnahmen: 

  • einer Erweiterung des NÖ Beteiligungsmodells um nachrangiges Kapital
  • einer Aufstockung der Mittel für das NÖ Beteiligungsmodell un
  • einer Haftung für kleinere Investitionsprojekte. 

Bis dato wurden 750 Betriebe mit dem NÖ-Beteiligungsmodell finanziert. Einer davon ist die Firma Hager in St. Pölten, die von diesem Modell seit vielen Jahren profitiert. Mit den zusätzlichen 50 Millionen Euro können rund 100 weitere Unternehmen diese Leistungen in Anspruch nehmen.

Hager: „Nachhaltigste Form der Unterstützung“

„Seit über 20 Jahren arbeiten wir mit der NÖBEG zusammen: Damals hatten wir rund 40 Mitarbeiter, heute eröffnen wir mit Traismauer unsere insgesamt 16. Filiale und haben 240 Mitarbeiter“, erklärt Hager-Geschäftsführer Wolfgang Hager. „Über all die Jahre hat uns die NÖBEG nicht nur auf schnelle und unbürokratische Weise geholfen, sondern vor allem unsere Weiterentwicklung gefördert. Für mich als Unternehmer ist das die wertvollste und nachhaltigste Form der Unterstützung, weil wir so nicht nur als Betrieb gestärkt wurden, sondern auch wertvolle Arbeitsplätze für unsere Region schaffen konnten. Wir sind sehr dankbar, die NÖBEG als verlässlichen Partner an unserer Seite zu wissen.“

Zusätzlich und in Ergänzung zur „Investitionsprämie neu“ der Bundesregierung wird eine 100-prozentige Haftung in der Höhe von 20 Millionen Euro für geringfügigere  Investitionsprojekte angeboten, damit die Unternehmen durch dieses Angebot auch über die Investitionsprämie hinaus profitieren können. 

„Eine solide Kapitalbasis ist für unsere Betriebe enorm wichtig, um einerseits die Krisen gut zu überstehen und andererseits auch um danach wieder an Wachstum denken zu können. Daher unterstützen wir unsere heimischen Unternehmer mit einer umfassenden Kapitalstärkungsoffensive. Niemals zuvor gab es in unserem Bundesland eine Kapitalstärkungsoffensive für Betriebe in der Höhe von 120 Millionen Euro. Diese Maßnahme gibt den Unternehmen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, welcher Weg für sie der Beste aus dieser Krise ist.“
Jochen Danninger,
Wirtschaftslandesrat
„Der finanzielle Spielraum ist die Grundlage für Investitionen und damit ein zentraler Schlüssel für neues Wachstum. Das niederösterreichische Beteiligungsmodell hat für die Unternehmen ganz entscheidende Vorteile: Die Eigentumsverhältnisse in den Unternehmen bleiben unberührt. Die Höhe der Beteiligung beträgt 1,5 Millionen pro Projekt und Unternehmen. Für größere Betriebe sind auch bis zu 5 Millionen möglich. Und auch bei der Laufzeit liegt Niederösterreich mit einem Zeitraum von bis zu 15 Jahren deutlich besser als andere Modelle.“
Wolfgang Ecker, WKNÖ-Präsident und  NÖBEG-Aufsichtsratsvorsitzender


Interview mit den NÖBEG-Geschäftsführern Doris Agneter und Stefan Chalupa

Die NÖBEG-Förderinstrumente wurden erweitert. Was genau? 
Chalupa: Um Unternehmen auch in finanziell schwierigen Zeiten zu unterstützen, haben wir mit Land und Wirtschaftskammer NÖ im Rahmen des NÖ Konjunkturprogramms drei neue Maßnahmen gesetzt:
Aufstockung NÖ Beteiligungsmodell: Das erfolgreiche Modell wird um 50 Mio. Euro auf 150 Mio. Euro aufgestockt. 
Nun wird es den kleineren und mittleren Betrieben neben Wachstumsprojekten auch für die Absicherung ihrer Marktposition zur Verfügung stehen. Durch die Aufstockung können rund 100 weitere Unternehmen diese Leistungen in Anspruch nehmen. 
NÖ Nachrangkapital: Mit dem 50 Mio. Euro schweren NÖ Nachrangkapital erhalten erstmals kleine und mittlere Betriebe die Möglichkeit, ihre Kapitalbasis zu geförderten Konditionen zu stärken. Die Höhe der Darlehen beträgt bis zu 500.000 Euro pro Projekt und Unternehmen. Für größere Betriebe sind auch bis zu 5 Mio. Euro möglich. Die Laufzeit beträgt bis zu 10 Jahre. Dieses neue Nachrangkapital erhöht die Kreditwürdigkeit der Betriebe und ebnet so den Weg für weitere Finanzierungen. 
100% Haftung: Die NÖBEG übernimmt eine 100-%ige Haftung für Investitionsvorhaben in Höhe von bis zu 250.000 Euro, damit die Betriebe auch über die Investitionsprämie des Bundes hinaus profitieren können. Hierfür stehen in Summe 20 Mio. Euro zur Verfügung.
Für welche Betriebe sind diese geeignet?
Agneter: Mit diesen Maßnahmen wollen wir den NÖ Unternehmen in dieser schwierigen Zeit neuen Spielraum für ihr unternehmerisches Handeln geben. Wie bereits bei den bisherigen COVID-Unterstützungsmaßnahmen richtet sich unser Angebot an Unternehmen, die auf eine geordnete wirtschaftliche Situation vor der Krise verweisen können und bereits am Markt etabliert sind. Während das NÖ Nachrangkapital ausschließlich auf NÖ Gewerbebetriebe ausgerichtet ist, stehen die weiteren Maßnahmen auch Tourismusbetrieben zur Verfügung. 

Worin besteht der Unterschied zu Beteiligungsmodellen in Österreich?
Chalupa: Wir haben uns Modelle österreich- und EU-weit angesehen, um für unsere Unternehmen die bestmögliche finanzielle Unterstützung geben zu können. Der Unterschied zu anderen Finanzierungsmodellen besteht im Wesentlichen in folgenden Punkten: 
1. Die Eigentumsverhältnisse in den Unternehmen bleiben unberührt. Der Vorteil für die Unternehmer: Es müssen keine Anteile am Unternehmen abgegeben werden! 
2. Die geförderte Kondition bei dem NÖ Nachrangkapital ist derzeit einzigartig in Österreich, da es uns nämlich gelungen ist, als einziges Bundesland die dafür notwendige Genehmigung bei der Europäischen Kommission zu erhalten. 
3. Die langjährige Erfahrung der NÖBEG mit dem NÖ Beteiligungsmodell. Damit wurden bereits über 750 Unternehmen finanziert.
Welche weiteren Maßnahmen werden angeboten? 
Agneter: Alternative Finanzprodukte werden immer stärker nachgefragt. Das Land NÖ hat vor mehr als 25 Jahren diesen Trend erkannt und mit dem NÖ Beteiligungsmodell ein Modell geschaffen, welches den aktuellen Anforderungen entspricht und die Unternehmen optimal begleitet. Nämlich eine maßgeschneiderte Förderung mit dem Ziel, nachhaltige Finanzierungsstrukturen für Unternehmen, gemeinsam mit den Banken, sicherzustellen. Unser kundenorientiertes Förderangebot ist unabhängig von Größe und Branche und gibt den KMU vor allem bei Investitionen, bei der Expansion oder bei der Betriebsübergabe finanziellen Rückhalt, in Form von Haftungen und Beteiligungen. So wird der Zugang zu Finanzierungen erleichtert und nachhaltige Wachstumsmöglichkeiten geschaffen.

Was macht die NÖBEG?

Als Spezialkreditinstitut unterstützt die NÖ Bürgschaften und Beteiligungen GmbH (NÖBEG) die NÖ Unternehmen, schwerpunktmäßig KMU, aber auch große Unternehmen, mit der Übernahme von Haftungen für Bankkredite und mit dem Eingehen von stillen Beteiligungen. 

Dabei werden alle Finanzierungsanlässe, von der Unternehmensgründung, Investitions- bzw. Wachstumsfinanzierungen bis hin zu Unternehmesübergaben abgedeckt. Der Fokus der NÖBEG liegt darin, für NÖ Unternehmen gemeinsam mit den Banken und weiteren Financiers, eine nachhaltige Finanzierungsstruktur sicherzustellen.

Kontakt für NÖ Unternehmen:
NÖ Bürgschaften und Beteiligungen GmbH
Seidengasse 9-11/Top 3.1., 1070 Wien
T 01 710 52 10

Zweigstelle
Niederösterreichring 2, Haus B, 5. Stock 
3100 St. Pölten, T 02742 9000-19325
www.noebeg.at; E office@noebeg.at 



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