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„Veranstaltungswirtschaft kämpft ums nackte Überleben“: Ankündigungen auch umsetzen!

„Wer nicht schnell hilft, braucht gar nicht mehr zu helfen, weil es dann für viele Betriebe zu spät sein wird“, fordert Gert Zaunbauer, Obmann der Freizeit- und Sport- sowie der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe in der Wirtschaftskammer Niederösterreich, von der Politik rasches Handeln.

Gert Zaunbauer, Obmann der Freizeit- und Sport- sowie der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
© putz&stingl/Gregor Nesvadba Gert Zaunbauer, Obmann der Freizeit- und Sport- sowie der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
Die Sport- und Freizeitbetriebe, aber vor allem die Veranstaltungsbranche wurde von der Krise und den Lockdowns massiv betroffen. Wie ist die Stimmung?
Nach acht Monaten ohne nennenswerte Geschäftsmöglichkeiten stehen die Unternehmen der Veranstaltungswirtschaft praktisch vor dem Aus. Darüber hinaus führt der nunmehr zweite Lockdown zu einem neuerlichen, vollständigen Einnahmenausfall für viele Betriebe – von den Veranstaltungsdienstleistern (Konzeption, Vermittlung, Marketing, Kommunikation, Moderation, Durchführung oder Nachbereitung von Veranstaltungen) bis zu den Veranstaltungszulieferern (technischen Anlagen, Infrastruktur, Ausstattung). Die Branche kämpft ums nackte Überleben. Die Stimmung ist schlecht, viele Unternehmer sind verzweifelt und haben teilweise resigniert. Von den zugesagten Hilfen kommt bei den Betrieben wenig an und auch beim Umsatzersatz schauen viele durch die Finger.

Warum? 
Durch die formale Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen (Tourismus & Freizeitwirtschaft, IC, Handwerk & Gewerbe, Handel) gibt es für die Veranstaltungsbranche keine Gesamtauflistung der Zuordnung zu den ÖNACE-Codes – diese braucht es laut Ministerium aber bei der Antragstellung für den Umsatzersatz über FinanzOnline. Kurz: Viele, etwa Event-Agenturen, Zeltverleiher sowie der Bereich der B2B und B2C–Veranstaltungen, können durch das Sicherungsnetz fallen. Hier muss dringend konkreter definiert werden, dass alle Unternehmen der Veranstaltungswirtschaft, die vom Lockdown beeinträchtigt werden, bezugsberechtigt sind.

Eine andere Unterstützung ist der Event-Schutzschirm im Umfang von 300 Millionen, bei dem die Regierung den Vorschlag der WKÖ übernommen hat? Was sind hier die aktuellen Entwicklungen?
Werden Veranstaltungen in Zukunft coronabedingt abgesagt, sollen nicht stornierbare Ausgaben, etwa die Miete für Hallen oder Personalkosten ersetzt werden. Bei Einschränkungen für Veranstaltungen, etwa aufgrund reduzierter Gästezahl, sollen auch diese Kosten ersetzt werden. Laut jüngsten Informationen soll die Beantragung noch im November möglich sein – wir werden sehen, ob endlich Bewegung in die Sache kommt.

Was braucht die Veranstaltungswirtschaft in der nächsten Zeit, was sind die konkreten Forderungen?
Schnelle Hilfe. Sonst braucht man gar nicht mehr zu helfen, weil es dann für viele Betriebe zu spät sein wird.

Zahlen, Daten, Fakten

Die Veranstaltungswirtschaft umfasst viele Branchen, wie Veranstaltungstechniker, Schausteller, Catering, Messebau, Zeltverleiher, Fotografen, Pyrotechniker, Security, Moderatoren, Beleuchter, Blumenhändler etc. und ist auch für die Beherbergungsbetriebe (Stadthotellerie) bedeutend. Die Veranstaltungswirtschaft trägt mit 8,9 Milliarden Euro 3,4 Prozent zur Wirtschaftsleistung Österreichs bei, sichert in der Branche 144.000 Arbeitsplätze, inklusive Zulieferern sind es 250.000 mit dem Sektor verknüpfte Jobs.


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