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"Ein Gefühl wie kurz vor der Bescherung"

„Wir haben offen – und das sicher“: Mit 19. Mai öffneten auch die Gastronomie-, Hotellerie- und die Freizeitbetriebe in Niederösterreich wieder ihre Türen. Mit viel Freude und Leidenschaft – und unter Einhaltung sämtlicher Vorgaben, begrüßten die Unternehmer und ihre Mitarbeiter endlich wieder Gäste und Kunden.

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© Fitnessland Im Fitnessland in Oeynhausen darf wieder trainiert werden.

Glas klirrt. Besteck klappert. Gesprächsfetzen und Lachen erfüllen das Restaurant des Molzbachhofs in Kirchdorf/Wechsel. „Schön, dass in Hotel und Restaurant wieder Leben eingekehrt ist. So sehr wir die Zeit mit unseren Kindern auch genossen haben, so sehr haben wir uns auch auf die Stammgäste gefreut, die wieder bei der Tür hereinkommen“, sagt Inhaber Peter Pichler und lässt den Blick durch den Speisesaal wandern.

Lange hat die Gastgeberfamilie auf die Öffnung hingefiebert und sich bestens vorbereitet. „Die ersten Tage sind gut verlaufen, das Testen im Hotel ist noch ein bisschen aufwendig, aber das wird sich noch einspielen. Unsere Gäste sind froh, wieder bei uns Zeit verbringen zu dürfen“, freut sich der Hotellier über den gelungenen Re-Start. Die Einhaltung der Vorgaben funktioniert reibungslos. „Mitarbeiter und Gäste verhalten sich vorbildlich. Die Abstände einzuhalten ist in unserem großzügigen Haus kein Problem. Nur die fortlaufende Selbsttestung ist ein wenig aufwändig.“
Die Buchungslage ist gut. „Im Hotel sind wir für die nächsten Monate nahezu ausgebucht. Das hat unsere Erwartungen übertroffen“, blickt Pichler optimistisch in die Zukunft und ergänzt: „Wir hoffen natürlich auf weitere Erleichterungen über den Sommer.“

"Haben wochenlang auf diesen Tag hingearbeitet“

„Ich habe versucht, mich daheim fit zu halten, habe mir Hanteln und andere Geräte angeschafft. Aber Sport in den eigenen vier Wänden kann das Training im Studio nicht ersetzen“, sagt Michael B. und greift zu den Gewichten. Seit Jahren ist der Niederösterreicher Stammkunde im Fitnessland in Oeynhausen. Seit 19. Mai darf er wieder unter den fachkundigen Augen von Stefan und Agnes Gispert und ihrem Team trainieren.

„Wir haben wochenlang auf diesen einen Tag hingearbeitet. Als es dann soweit war, waren wir unendlich aufgeregt. Es war ein Gefühl wie kurz vor der Bescherung an Weihnachten“, beschreiben die Geschwister ihre Gefühlslage. Doch das Team hat seine Hausaufgaben gemacht. „Das beginnt beim Hochfahren unserer hochmodernen Lüftungsanlage, die dafür sorgt, dass die Luft im Fitnessland niemals still steht und die Aerosole keine Chance haben, und endet beim rechtzeitigen Erstellen von Drucksorten und Plakaten, um die Gäste über die Sicherheitsauflagen zu informieren“, erklärt Gispert und ist überzeugt: „Gemeinsam schaffen wir es fit durch den Sommer 2021 – ohne weiteren Lockdown“.

Betriebe mit gutem Service und bester Qualität

Die Erleichterung ist groß. Ich spüre, mit wie viel Leidenschaft und Freude die Unternehmer und ihre Mitarbeiter die Betriebe, und damit unser Land, wieder mit Leben füllen“, erzählt Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich bei seinem Besuch nach dem Lockdown in der Konditorei Punschkrapferl in St. Pölten.

Sicherheit werde bei den Betrieben und Gästen großgeschrieben. „Die Unternehmer sorgen für das Einhalten der Abstandsregeln, Desinfektionsmöglichkeiten, Registrierung der Gäste und ein sicheres Arbeitsumfeld für das Personal. Die Gäste kommen getestet, geimpft oder genesen in Kaffeehaus und Restaurant. Sicherheit, gutes Service und beste Qualität, das zeichnet unsere Betriebe aus!“ wko.at/noe/aufsperren

Spartenobmann Mario Pulker im Interview: Start geglückt, „aber es braucht Verbesserung und Unterstützung auf mehreren Ebenen“

Wie lief die lang ersehnte Öffnung? 
Pulker:
Die Betriebe haben durchwegs einen erfreulichen Start hingelegt. Besonders die Stammgäste haben sich gleich in den ersten Tagen wieder eingefunden. Es hat gut getan, sich nach so langer Zeit endlich wieder zu sehen. In Summe ist die Stimmung gut.

Wie hat die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen geklappt? 
Die meisten unserer Gäste haben unseren Appell befolgt und sind getestet beziehungsweise mit den sonstigen Nachweisen zu uns gekommen. Die Betriebe haben sich im Vorfeld auch mit den Selbsttests eingedeckt, diese wurden aber zum Glück kaum gebraucht. Auch bei der Registrierung war den meisten Besuchern das Prozedere schon aus dem Vorjahr bekannt. Die Maßnahmen führen natürlich zu einem Mehraufwand für die Mitarbeiter und Betreiber, daher hoffen wir, dass uns das nicht lange begleiten wird.

Wie blicken die Betriebe in die Zukunft?
Viele unserer Mitgliedsbetriebe haben seit Monaten, manche – etwa die Schausteller-Betriebe – seit eineinhalb Jahren keinen Umsatz machen können. Es kann sich jeder vorstellen, was das selbst für den gesündesten Betrieb bedeutet. So eine Phase der extremen wirtschaftlichen, aber auch psychischen Belastung muss man erst einmal verdauen. Es braucht daher Unterstützung und Verbesserung der Rahmenbedingungen auf mehreren Ebenen: dazu zählt sicher die Verlängerung beziehungsweise auch Ausweitung des reduzierten USt-Satzes von 5 Prozent, von dem heuer ohnehin bis dato die wenigsten profitieren konnten. Auch weitere Stundungen werden notwendig sein, ebenso wie bessere Voraussetzungen, um Eigenkapital aufbauen zu können. Nicht zuletzt liegt es an den Konsumenten, sich bei den Betrieben eine gute Zeit zu gönnen und für Umsätze zu sorgen, dann können wir optimistisch in die Zukunft blicken.

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