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Der Weg in die Selbstständigkeit ist manchmal (k)ein Spaziergang

Von der Idee zum Unternehmer – Roman Steindl hat den Schritt gewagt und ist seit wenigen Monaten selbstständig.

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© Peter Just Roman Steindl bei seinem ersten Werkstück, dem Esstisch. Er hat sein Hobby zum Beruf gemacht und startet seit August dieses Jahres mit seinem Betrieb „Feinrost“ durch.

Was kann aus Industrieabfällen, Altholz und viel Kreativität entstehen? Zum Beispiel der Esstisch der Familie Steindl in Maria Rain. Ein Unikat, über 100 Kilogramm schwer und ein echtes Kärntner Naturprodukt. Das Holz stammt von der Firma Hager aus Metnitz und die Tischbeine von Metall Kuttin aus Klagenfurt. Auf dem „Schrottplatz“ findet Roman Steindl immer wieder Material, das er dann zu Accessoires und Möbeln für den Wohn- und Gartenbereich verarbeitet.

Die Idee zu „Feinrost“ hatte der Unternehmer 2016. Nachdem der gelernte Spengler und Lackierer in Vaterkarenz ging, stand er ohne Job da. Jetzt war der Zeitpunkt reif, das Hobby zum Beruf zu machen und erste Schritte zu setzen. „Als erstes habe ich einen Termin beim Gründerservice in der Wirtschaftskammer vereinbart“, erzählt Steindl. Seine Geschäftsidee fand Gehör, doch zur Herstellung von Möbelstücken musste erstmal das Metalltechnik-Gewerbe angemeldet werden. 

Hürden sind meistens überwindbar

Bauchschmerzen bereitete dem Metalltechniker die Betriebsanlagengenehmigung: „Ich habe mich ehrlich davor gedrückt, weil ich nicht wusste, was genau auf mich zukommt.“ Nach eingehender Beratung in der Wirtschaftskammer reichte er alle Unterlagen bei der Behörde ein. Kurze Zeit später stand das Datum der Besichtigung fest. In zwei Wochen musste die gesamte Werkstatt „behördentauglich“ gemacht werden. Während der Aufräumarbeiten fiel Steindl ein Stahlträger seitlich auf das Knie. Die Wunde wurde genäht, doch der Zwischenfall konnte ihn nicht von seiner Vision abhalten und so brachte er die Werkstätte mit letzter Kraft auf Vordermann. „Die Verhandlungen waren dann sehr entspannt. Ich erzählte von meinem Projekt und führte durch die Räume – das war es“, lächelt der Unternehmer rückbli­ckend.

WK brachte Ordnung in das Chaos

Eine große Hilfe auf dem Weg in die Selbstständigkeit waren die vielfältigen Angebote der Wirtschaftskammer. Vor allem die Unterstützung bei der Betriebs-anlagengenehmigung, aber auch die Gründertage, Stammtische und Workshops nahmen in vielen Situationen die Angst und brachten dem jungen Unternehmer wertvolle Kontakte.

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