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Kärntner Start-ups erkunden die Dubliner Tech-Szene

Dublin, die Hauptstadt der grünen Insel Irland, war das Ziel einer 40-köpfigen Start-up-Delegation von WK und Land. Zu Gast bei Google, Microsoft und Co.

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© Elisabeth Nachbar Dublin ist bekannt für verregnetes Wetter, Guiness, Pubs, Google und Co. - und bald auch für seine zahlreichen Tech-Start-ups.
1200 Start-up-Gründungen allein in den vergangenen zweieinhalb Jahren, 34 Start-up-Zentren, 3000 Technik-Absolventen im Jahr, ein eigens angeheuerter Start-up-Commissioner, multinationale Technik-Unternehmen wie Facebook, Google, Microsoft und IMB sowie zahlreiche Co-Working-Spaces überall in der Stadt – ein Blick nach Dublin lohnt sich. Da sind sich jedenfalls 40 Kärntner aus Wirtschaft, Politik und Organisationen einig. Auf einer Start-up- Reise der Wirtschaftskammer und des Landes erkundeten sie nun die irische Hauptstadt, sahen sich die Top-Unternehmen von innen an und bekamen Tipps aus erster Hand.

Die grüne Insel ist Heimat zahlreicher multinationaler Unternehmen. „Ein Grund für die vielen Start-ups ist der Cluster-Effekt – viele wollen rund um Google, Microsoft und Co. ihr Glück versuchen. Und die Großen helfen ihnen dabei“, meint der Wirtschaftsdelegierte Wilhelm Nest. Der gebürtige Spittaler kennt die Szene genau.

Irlands Wirtschaft ist seit 2013 im Aufschwung, erklärt Nest. Vor allem die niedrige Arbeitslosigkeit von 6,5 Prozent ist ein Lockmittel für viele junge Menschen. Rund die Hälfte der Dubliner ist unter 30. „Kärnten bräuchte ein liberaleres Wirtschaftsumfeld und mehr Zusammenhalt in den Branchen“, gibt Nest den Neo-Irland-Fans mit.

In Irland gibt es neben einer unternehmerfreundlichen Politik auch die Unterstützung seitens der Städte. Sie unterstützen innovative Gründer durch eine Unternehmensbeteiligung von bis zu zehn Prozent“, betont Marc Gfrerer, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Kärnten, der die Reise gemeinsam mit Landesrat Christian Benger angeführt hat. Man habe – im Gegensatz zu Kärnten – einen erleichterten Start und als Entrepreneur eine „Lizenz zum Scheitern“. Ein Faktor, der viele der Kärntner Unternehmer wundert. Immerhin scheitern auf der Insel rund 90 Prozent der Start-ups. Hier sei das aber kein Hindernis oder Grund zum Schämen. Vielmehr wurden sogar „Failing-Partys“ gefeiert, erklärt Start-up Commissioner Sarah Leahy. Sie kümmert sich um sämtliche Start-up- und Gründerbemühungen in Dublin. Dazu gehört nicht nur Die offizielle Abwicklung von Förderbelangen, sondern vor allem Eines: Vernetzung. Ein großes Thema für die Dubliner Start-up-Szene, denn aufgrund der übersichtlichen Größe der Stadt kenne jeder jeden und diese Zusammenarbeit werde stark genutzt. 


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Jetzt Irland-Fans: Außenwirtschaftsleiter Meinrad Höfferer, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Marc Gferer und Landesrat Chris­tian Benger mit dem Wirtschaftsdelegierten Wilhelm Nest (zweiter von rechts).


Unterstützung kommt von den in Irland ansässigen multinationalen Unternehmen wie Google, Microsoft, IBM oder Facebook. Alle arbeiten in irgendeiner Form mit lokalen Jungunternehmen zusammen oder fördern Technik-Talente in Programmen, wie dem „Coder Dojo“, bei dem Kindern das Programmieren schon früh näher- ­gebracht wird.

Für viele ist die irische Hauptstadt der „Launch Bag“ für die USA, denn der irische Markt ist klein und Wachstum über die Grenzen ein Muss. Eine Parallele zu Kärnten, denkt auch Wirtschaftslandesrat Benger: „Die Politik muss die Rahmenbedingungen für junge Wirtschaftstreibende setzen. Der Nährboden in Kärnten ist auf alle Fälle da – das zeigt das große Interesse an der Start-up-Reise.“


Erste Eindrücke aus Dublin

Dublin als Stadt ist bereits ein Erlebnis. Die Reise hat sich von Tag zu Tag gesteigert. Besonders waren die Besuche bei IBM, Google und Microsoft.
Andreas und Sebastian Lanner, Lanmedia
Zusammenhalten ist das Um und Auf. Jungunternehmer stehen oft vor Herausforderungen – da braucht es Hilfe von Gleichgesinnten.
Peter und Sandra Spieß-Knafl, Technikrabe
Die Dubliner sind mutig, aber wir haben gesehen, auch die irischen Start-ups kochen nur mit Wasser. Der Unterschied: Sie verfolgen ihre Themen konsequent.
Barbara Stampf, Unternehmensberaterin
Für uns hat es sich gelohnt, denn wir konnten sowohl unser internes Netzwerk erweitern als auch einen Einblick in den irischen Gesundheits- und Pflegemarkt werfen. Dieser hat für uns Potenzial für eine zukünftige Expansion. Dublin ist eine Stadt im Umbruch.
Anja Silberbauer, Harmony & Care
Der Teilnehmermix auf der Start-up-Reise und der Austausch mit den anderen ist toll – für uns hat es sich auf jeden Fall gelohnt.
Stephan Wölcher und Florian Semmler, Mediapool
Dublin inspiriert! Die Kooperationsgespräche waren vielversprechend. Ich freue mich auf die Umsetzung der ersten Ergebnisse in Kärnten.
Walter Prutej, Forum Velden
Als junges Unternehmen ist uns die Vernetzung mit anderen besonders wichtig. Kärnten hat bereits viele Initiativen – eine zentrale Stelle oder ein zentrales Event, so wie hier in Dublin, wäre eine gute Idee.
Monika Bakula und Philipp Wernig, Minuteman

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