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Wie der Phönix aus der Asche

Nach einem Großbrand hat Familie Seppele ihr Sägewerk wieder aufgebaut und blickt nun Richtung Zukunft.

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© KK/RiSE holz/Tschernitz WK-Präsident Jürgen Mandl (links) freut sich mit Melanie und Roland Seppele bei der Eröffnung nach dem erfolgreichen Wiederaufbau des Firmengeländes.

Der angenehme Duft von frischem Holz steigt einem sofort in die Nase, wenn man das Firmengelände von Rise Holz in Tiffen nahe Feldkirchen erreicht. Und schon steht man vor einer modernen Sägeanlage.Vor nicht allzu langer Zeit sah es an diesem Ort jedoch recht düster aus. Ein Großbrand hat das Sägewerk von Familie Seppele nähe Feldkirchen zerstört. Sägebetreiber Roland Seppele erzählt: „Von einer Sekunde auf die andere steht man als Unternehmer vor dem Nichts. Man kann dieses Gefühl nicht beschreiben, wenn man realisiert, dass das Feuer den Betrieb zerstört hat“, erzählt Seppele. Zwei Mitarbeiter sind nach wie vor im Betrieb beschäftigt. „Man hat ja eine Verantwortung für seine Mitarbeiter. Wir haben uns dann dazu entschlossen, gemeinsam mit den Aufräum­arbeiten und den Planungen für den Wiederaufbau der Säge zu beginnen“, sagt Seppele. 

Den Blick in die Zukunft gerichtet

Die Unterstützung aus der Nachbarschaft und der Umgebung waren Familie Seppele eine große Hilfe. „Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl hat uns unmittelbar besucht und geholfen. Der Einsatz von Nachbarn, Mitarbeitern und Freunden war großartig“, erklärt Seppele, der den über 70 Jahre alten Familienbetrieb von seinem Schwiegervater übernommen hat.

Mit der Blockbandsäge, die nach den Anforderungen des Betriebes und Vorstellungen des Firmenchefs geplant und gebaut wurde, wird weiterhin Bauholz geschnitten und man hat sich auch dem Lohnschnitt wieder verschrieben. „Die Planung der Arbeitstage ist oftmals nicht ganz einfach, weil unsere Kunden wissen, dass wir auch kurzfristige Aufträge bewältigen können. Aber so bleibt der Alltag abwechslungsreich und spannend“, sagt der Vater von vier Kindern.

Der nächste Schritt ist schon geplant. Die Revitalisierung des alten Stadels am Firmengelände soll den Rohstoff Holz und die alten Mauern ebenso verbinden wie die Tradition des Unternehmens mit der Moderne der neuen Säge.

Fakten zum Unternehmen

Das Familienunternehmen Rise Holz besteht seit über 70 Jahren. Im Jahr 2009 übernahm Roland Seppele gemeinsam mit seiner Frau Melanie den Betrieb des Schwiegervaters Matthias Ritscher: 

  • Am 6. April 2016 brannte der Betrieb bis auf die Grundmauern nieder.
  • Die Gesamtinvestition für den Wiederaufbau betrug 1,6 Millionen Euro. Ein Drittel musste trotz Feuerschutzversicherung selbst finanziert werden.
  • Hölzer bis zu einer Länge von zwölf Metern können auf der neuen Säge verarbeitet werden.
  • Rund 6000 Meter Rundholz verarbeitet das Unternehmen derzeit. Die Baumstämme werden voll verwertet – vom Brett bis zu den Sägespänen.

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