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Einzelstücke, Angebot oder Testlauf– Pop-up-Stores sind in aller Munde

Einerlei ob für Unikate, besondere Angebote oder Testläufe für Geschäftsideen: Pop-up-Stores gibt es auch in Kärnten.

Grafiti, Pop up Stores, Kärnten
© Fotolia/Brad Pict Kreativität wird bei Pop-up-Store groß geschrieben. Man möchte in kurzer Zeit möglichst viele Kunden ansprechen und für Produkte und Ideen begeis­tern.

Wer den Schritt in die Selbstständigkeit setzt, der tut das meist gut vorbereitet und wohlüberlegt. Aus dem englischsprachigen Raum verbreitet sich derzeit ein Trend, der auch von Kärntner Gründern und bestehenden Betrieben aufgegriffen wird: Sogenannte Pop-up-Stores entstehen in leerstehenden Geschäftsräumen, die nur für bestimmte Zeit genutzt werden.
Dabei gibt es verschiedene Motive, einen solchen Shop zu eröffnen. Für viele Gründer ist es interessant zu entdecken, ob die angebotenen Produkte oder Dienstleis­tungen auf dem freien Markt Absatz finden. Der Ideenvielfalt sind bei diesem Geschäftskonzept keinerlei Grenzen gesetzt.
Die einzugehenden Risiken können klar und problemlos eruiert werden. Der große Vorteil ist dabei die Kurzfris­tigkeit, denn meist ist der Zeitraum, in dem es diese Geschäfte gibt, auf wenige Wochen bis Monate begrenzt. Bestehende Betriebe nutzten die Chance oftmals für Sonderangebote oder als neugedachte Form des Schlussverkaufs. „Die Shops sind eine Win-win-Situation für Vermieter und Betriebe. Man kann Ideen und Produkte auf dem Markt testen“, sagt Raimund Haberl, Obmann der Sparte Handel.

Diese Kärntner setzen auf Pop-up-Stores

Mode für Männer im Kärntner Style

In der Villacher Gerbergasse gibt es den ganzen Advent hindurch einen Kurzzeit-Shop für Männermode. Das in der Draustadt entstandene Pleamle-Label hat extra für die „Manda“ ein solches Geschäft eröffnet. Daniel Derler hat in der Vergangenheit schon einen „Dirndl“-Pop-up-Store betrieben und nun stehen die Männer im Mittelpunkt. Zusätzlich zu den eigenen Produkten gibt es durch eine Kooperation mit dem Vorarlberger Designer Christian Weber, der italienische Handwerkskunst mit österreichischem Design kombiniert, auch ­dessen Kollektion zu entdecken. Ebenso finden Männer Lederbekleidung, Schuhe und viele ­andere Accessoires.

Pop-up-Küchenbesuch nach japanischer Art

Eine Pop-up-Variante der kulinarischen Art erwartet in den kommenden zwei Wochen die Gäste von Markus Rath im Rathhaus im Georgium am Längsee. Bis einschließlich Samstag, 2. Dezember, überrascht der Gurk­taler Spitzenkoch Thomas Gruber mit kärntnerisch-japanischen Kombinationen. Der Schwerpunkt liegt dabei, wie könnte es anders sein, auf Sushi- und Sashimi-Gerichten, für die frischer Fisch aus heimischen Gewässern verwendet wird. Dazu kommen Kreationen aus regionalen Produkten, die nach japanischer Art zubereitet werden. So trifft etwa die Kärntner Ente auf selbstgemachte Teriyaki-Sauce aus dem fernen Osten.

Von der Kinderkleidung zum individuell bestickten Unikat

Nach dem bereits preisgekrönten Onlineshop hat das Klagenfurter Unternehmen Sticklett von Michaela Schicho nun einen Pop-up-Store in der Bahnhofstraße der Landeshauptstadt eröffnet. In Kooperation mit dem Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds wurde das Geschäftslokal gefunden und nun haben die Kunden die Möglichkeit, sich vor Ort beraten und inspirieren zu lassen. Für die bevorstehende Adventzeit wird es ein zusätzliches Service für die Kunden geben. Es ist eine Kinderkrippe geplant, in der die Kleinen mit Spielen, Basteln und Werken beschäftigt sind, während sich die Eltern in der Zwischenzeit um den Einkauf kümmern können. 

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