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Kärntner Maschinenbau für die ganze Welt

Die Hidden Champions der Maschinenbauer, Kostwein Maschinenbau aus Klagenfurt, beliefern die ganze Welt mit Bauteilen, Modulen oder Maschinen.

Nicht nur Lehrling des Jahres 2014 Julian Krug (links) ist Kostwein-Mitarbeiter, auch Mentor des Jahres 2017 Marco Riepl gehört zum Team von Kostwein Maschinenbau.
© Marion Lobitzer Nicht nur Lehrling des Jahres 2014 Julian Krug (links) ist Kostwein-Mitarbeiter, auch Mentor des Jahres 2017 Marco Riepl gehört zum Team von Kostwein Maschinenbau.

Jeder Mensch in jedem Land der Welt hatte wohl bereits eine Verpackung in der Hand, die aus einer Maschine aus Kostwein-Teilen stammt. „Trotzdem kennt uns der Endverbraucher nicht. Wir sind die Hidden Champions hinter unseren Kunden“, erzählt Hans Kostwein, einer der Geschäftsführer der Kostwein Maschinenbau GmbH. Der studierte Maschinenbauer ist im Familienbetrieb, den seine Großeltern 1921 als Schlosserei gegründet haben, aufgewachsen und führt ihn heute noch gemeinsam mit Bruder Heinz Kostwein, Cousine Ulrike Schrott-Kostwein sowie Michael Ebeling und Peter Schlagbauer.

Präzisionsfertigung, Montage und Logistik von Einzelteilen, Modulen oder kompletten Maschinen – das Kostwein-Team fertigt Teile für die ganze Welt. Von Verpackungsmaschinen für Windeln, Tabak oder Flüssigkeiten bis zur Druckmaschine oder Werkzeugmaschine ist einiges im Angebot. „Die Kernkompetenz unserer Kunden liegt in der Produkt­innovation, unsere in der Prozess­innovation, diese Produkte auch optimal herzustellen“, erklärt Kostwein. 1110 Mitarbeiter arbeiten weltweit für die Kostwein-Gruppe, rund 690 und 100 Leih­arbeiter in den sechs Kärntner Betriebsstätten in Klagenfurt, ­Maria Saal, St. Veit, Ferlach sowie Völkermarkt.

Gemeinsam für ein Ziel fertigen

Der Schwerpunkt liegt in der Fertigung nach Vorgabe in technischen Zeichnungen. „Wir folgen alle gemeinsam der Vision, Maschinen für Weltmarktführer zu bauen und die Besten im Build-
to-Print zu sein“, erklärt Ulrike Schrott-Kostwein, die für den kaufmännischen Bereich der Firma verantwortlich ist. Im Fokus stehen dabei nicht nur die Kunden, sondern auch die teils langjährigen Mitarbeiter. Kostwein setzt daher verstärkt auf die Lehrlingsausbildung. „Fachkräftemangel ist ein wichtiges Thema. Wir bilden deshalb selbst aus – und die meisten bleiben auch bei uns im Betrieb.“ Bei Lehrlings­bewerben sowie den Euro- oder WorldSkills zeigt der Firmen-Nachwuchs sein ­Können. „Wir sind regelmäßig auf der Suche nach Lehrlingen und Fachkräften für die Produktion, Software-­Abteilung und Kons­truktion“, betont Hans Kostwein. Besonders in Zeiten von Industrie 4.0 müsse jedes Unternehmen seinen eigenen Weg finden. Inves­titionen in Mitarbeiter sehe man als Investition in die Zukunft. „Mit zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten und Family Days leben wir unseren Familienbetrieb gemeinsam mit unseren Mitarbeitern“, erzählt die Geschäftsführerin.

Der Hidden Champion der Maschinenbau-Branche exportiert rund 95 Prozent seiner Fertigung. „Und wir wachsen noch“, betont Kostwein. Kürzlich wurde die Unternehmensgruppe erneut mit dem Kärntner Exportpreis ausgezeichnet. Auch als beste Fabrik, bester Lehrbetrieb und bester ­Familienbetrieb wurde Kostwein schon gewürdigt. Mit vier Fami­lienmitgliedern in der nächs­ten Generation ist der Grundstein für den Fortbestand des Familienbetriebes bereits gesichert.


Interview mit Ulrike Schrott-Kostwein und Hans Kostwein

Ulrike Schrott-Kostwein ist für den kaufmännischen Part zuständig.
© KK/Kostwein Ulrike Schrott-Kostwein ist für den kaufmännischen Part zuständig.


Hans Kostwein ist der Techniker in der Geschäftsführung.
© KK/Kostwein Hans Kostwein ist der Techniker in der Geschäftsführung.


Was bedeutet erfolgreich gelebtes Unternehmertum?

Hans Kostwein: Erfolgreiches Unternehmertum bedeutet gemeinsam mit den Mitarbeitern strategische Entscheidungen zu treffen, basierend auf den Erfahrungen des Familienunternehmens.
Ulrike Schrott-Kostwein: Man muss als Unternehmen bereit sein, sich zu entwickeln. Wir glauben, Veränderung sichert nachhaltigen Erfolg.

Warum sind Unternehmerpersönlichkeiten wichtig für die Gesellschaft?

Kostwein: Führungspersönlichkeiten sind wichtige Stakeholder. Wenn sie richtige Ent-scheidungen treffen, sind die Kunden und Mitarbeiter zufrieden. Das führt zu Exzellenz, Erfolg und Wachstum.

Werden Rolle und Bedeutung des Unternehmertums auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen?

Kostwein: Wir sind eher ein ­Hidden Champion und in der Öffentlichkeit wenig bekannt. Wenn, dann stehen die Erfolge unserer Lehrlinge im Vordergrund – das freut uns selbstverständlich sehr.

Wie stehen Sie zum Standort Kärnten?

Kostwein: Kärnten ist keinesfalls ein schlechterer Standort als die anderen Bundesländer in Österreich. Als Exportbetrieb ist der Markt für uns sowieso die ganze Welt.

In meinem nächsten Unternehmerleben würde ich ..-

Schrott-Kostwein: ... ganz sicher alles wieder genauso machen.

Für welche Werte hat ein Unternehmen zu stehen?

Kostwein: Wir stehen für Nachhaltigkeit, die Partnerschaft mit Kunden, Lieferanten und Mit­arbeitern, Prozessorientierung, Unabhängigkeit und das kompromisslose Streben nach Exzellenz.
Schrott-Kostwein: Wichtig sind uns als Familienunternehmen außer-    dem Vertrauen, Wertschätzung, Kompetenz und Respekt.



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