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Krug: "Die Teilnahme war persönlich und prägend"

Bei den WorldSkills in Abu Dhabi haben die heimischen Nachwuchskräfte gerade erst ihr Können bewiesen. Wir haben mit dem Kärntner Teilnehmer Julian Krug gesprochen.

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© KK/WorldSkills Julian Krug (mit Maskottchen) wurde bei den WorldSkills mit einer „Medallion for Excellence“ ausgezeichnet.

Für CNC-Fräser Julian Krug von der Klagenfurter Firma Kostwein Maschinenbau war die Teilnahme an den WorldSkills in Abu Dhabi ein prägendes Ereignis. Er kann die Teilnahme an einem internationalen Bewerb nur empfehlen.

Die WorldSkills sind mit über 1200 Teilnehmern aus 77 Ländern ein Bewerb der ­Extraklasse. Wie haben Sie sich darauf vorbereitet?

Julian Krug: Die Möglichkeit dazu war in der Firma sehr gut, ich konnte mich über 600 Stunden gezielt vorbereiten. Es wurde mir auch ermöglicht, nach Deutschland zu fahren, um dort mit den Kollegen aus Deutschland und der Schweiz gemeinsam zu trainieren. Diese intensive Zeit hat mir sehr stark weitergeholfen, ich konnte mich spezialisieren, wozu man im normalen beruflichen Alltag nicht die Zeit hat.

Was haben Sie in Abu Dhabi erlebt?

Ich hatte dort zwei Tage Zeit, mich auf der Maschine einzuarbeiten, sie auszuprobieren und den Computer einzustellen. In dieser Phase war ich noch nicht nervös. Die Nervosität kam erst am ersten Wettbewerbstag, da hab ich schon sehr darauf gewartet, dass es endlich losgeht. Die vier Wettbewerbstage waren insgesamt sehr lang und intensiv, vor allem die ersten beiden Tage – da habe ich zehn bis elf Stunden gearbeitet.

Wie groß war der Druck während des Wettbewerbs?

Der Druck ist schon enorm, vor allem auch durch die zeitliche Begrenzung. Die Wettbewerbs­situation kann man mit der Arbeit in der Firma überhaupt nicht vergleichen. Am ersten Tag wurden von den elf Teilnehmern nur drei fertig, ich war nicht darunter.

Wie geht man damit um?

Wenn etwas nicht so läuft, wie man es sich vorgestellt hat, muss man drüberstehen. Man darf sich auf keinen Fall runterziehen lassen. Ich habe mir dann vorgenommen, das am nächsten Tag wieder rauszuholen. 

Wie würden Sie Ihre Erfahrungen in Abu Dhabi zusammenfassen?

Es war für mich eine wahnsinnig tolle Erfahrung und hochspannend, weil man mit Leuten, die von überall herkommen, in Kontakt kommt. Für mich war die Teilnahme an den WorldSkills nicht nur beruflich, sondern auch persönlich sehr stark prägend, denn ich war in einem fremden Land, viel alleine unterwegs und habe gelernt, mit neuen Situationen umzugehen.
Haben Sie schon den nächs­ten Wettbewerb im Auge?
Konkret habe ich noch nichts geplant. Aber theoretisch wäre es möglich, im nächsten Herbst wieder an den Staatsmeisterschaften teilzunehmen. Wenn ich dort den ersten Platz belegen würde, könnte ich an den EuroSkills 2020 in Graz teilnehmen. Ob ich das machen werde, weiß ich aber noch nicht.

Welche Tipps können Sie interessierten Fachkräften und Lehrlingen geben?

Die Vorbereitungsphase ist sicher von Beruf zu Beruf unterschiedlich. Mir hat das jedenfalls viel gebracht. Und die Teilnahme an einem solchen Wettbewerb ist eine einmalige Möglichkeit, die man unbedingt nutzen sollte. Ich würde es wieder tun.

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