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Sie beweisen in Spittal ein eiskaltes Händchen

Sommer, Sonne, Hitze – überall wo Lebensmittel nicht nur kalt, sondern sogar gefroren werden müssen, ist Frigomac in Spittal der richtige Ansprechpartner.

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© Patrick Sommeregger-Baurecht Der Klagen­furter Franz Stockbauer war lange im Vorstand einer Brauerei – heute ist er Geschäftsführer des Kühlmöbelunternehmens Frigomac in Spittal.

Ein heißer Sommertag in Spittal, 36 Grad hat es in der Draustadt. Was fehlt, ist ein kühles Getränk oder ein Eis am Stiel. Indirekt sorgt dafür seit mehr als 20 Jahren Frigomac. „Von Kühlzellen und -schränken über Eisvitrinen und Eiswürfelerzeuger bieten wir Kühlmöbel aller Art. Und wir sind damit in Kärnten die Einzigen“, erklärt Franz Stockbauer. Der Geschäftsführer hat den Betrieb 1996 gekauft und damit den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Vorher war er im Vorstand einer großen Brauerei. Dass er heute sitzt, wo er sitzt, war Zufall: „Ich habe über einen Bekannten erfahren, dass der Betrieb zum Verkauf steht, und ihn mitsamt aller Mitarbeiter übernommen.“ Viele sind noch bis heute im Unternehmen.

Alleiniger Geschäftsführer in einem mittelständischen Unternehmen zu sein, bringe viel Freiheit mit sich, meint Stockbauer. „Entscheidungen hängen nicht an mehreren und sind unkomplizierter zu treffen. Wenn ich aber eine Fehlentscheidung treffe, verantworte ich sie selbstverständlich auch eigenständig.“ Man punkte vor allem mit Service. Stockbauer: „Unsere langjährigen Mitarbeiter kennen sich aus am Markt und mit den Produkten. Unser Schwerpunkt sind Sonderlösungen, Erfahrung und die hohe Qualität – eine Billigschiene wollen wir nicht.“ Damit übertrumpft man auch die günstigen Angebote aus dem Internet.

Frigomac verkauft an rund 550 Fachhändler am Markt, die wiederum Unternehmen, Privathaushalte und Supermarktketten ausstatten. Nur rund acht Prozent der Kühlmöbel bleiben in Kärnten. Italien, Slowenien und Deutschland zählen zu den Hauptabnehmern. Stockbauer: „Der Standort Spittal ist insofern kein Hindernis für uns.“ Probleme sieht er eher in der Zukunft Kärntens: „Die Jugend geht und kommt nicht mehr, weil das Angebot einfach fehlt.“ Kärnten müsse viel mehr bieten. „Fachkräfte mit einer breiten Ausbildung zu finden, ist im ganzen Land schwierig“, betont der Klagenfurter. Dabei sei die Kältetechnikbranche zukunftsträchtig. „Man muss umdenken und die Politik muss endlich wieder Optimismus in Wirtschaft und Gesellschaft streuen.“


Interview mit dem Inhaber Franz Stockbauer

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© Patrick Sommeregger-Baurecht Franz Stockbauer hat die Firma 1996 übernommen.

Was macht erfolgreiches Unternehmertum aus?

Franz Stockbauer: Man darf als Unternehmer weder zufrieden noch unzufrieden sein. Unzufrieden wäre natürlich schlecht, aber wer zufrieden ist, hat kein Ziel mehr. Nur damit kann man die Mitarbeiter motivieren, gemeinsam die Arbeit zu machen.

Wie stehen sie zu Ihren Mitarbeitern?

Sie sind eines der wichtigsten Elemente in jedem Unternehmen. Arbeiten die Leute mit Freude, dann merkt das auch der Kunde draußen und es wird Erfolge geben. Und: Wenn es der Firma gut geht, geht es den Mitarbeitern gut. Meine Mitarbeiter stehen voll hinter dem Unternehmen und das Unternehmen hinter ihnen. Vertrauen ist dabei ein großer Faktor.

Welche Gefahren sehen Sie für den Mittelstand?

Die österreichische Bürokratie ist die größte Gefahr. Der Unternehmer ist privat voll haftbar für jede Kleinigkeit. Die geringe Flexibilität bei den Arbeitszeiten ist für unsere Lkw-Fahrer beispielsweise ein großes Problem. Außerdem sind Billigfahrten aus dem Ausland gang und gäbe.

Wie werden Unternehmer in der Öffentlichkeit wahrgenommen?

Als Unternehmer hält man immer wieder den Kopf für den Staat hin – etwa bei den Lohnnebenkosten. Es sollte endlich Brutto für Netto ausgezahlt werden. Warum sollten wir immer als Ausbeuter da stehen? Bei den vielen Förderungen und auch in der Ausbildung der Jugend muss sich einiges verändern.

Würden Sie wieder Unternehmer werden?

Ja, ich bin gerne selbstständig. Als Unternehmer lebt man nach dem Motto „Großes Risiko – große Chancen“. Es gibt also Vor- und Nachteile. Arbeit ist schön, aber es gibt auch Zeiten, in denen es nicht
so schön ist. 

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