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Exportmarkt im Blick: Thailand

Der Lendorfer Günther Sucher ist Wirtschaftsdelegierter in Bangkok und unser Spezialist für den Exportmarkt Thailand.

Sucher Thailand Bangkok
© WKÖ Günther Sucher ist Wirtschaftsdelegierter in Bangkok.

Das südostasische Königreich Thailand ist eine Erbmonarchie und hat rund 68 Millionen Einwohner. Das Bruttoinlandsprodukt (total, nominal) liegt bei 406,9 Milliarden USD. Thailand ist marktwirtschaftlich-liberal orientiert und ein schnell wachsendes Schwellenland – damit ergibt sich auch für Kärntner Unternehmer in großes Marktpotenzial.


Wirtschaftsdelegierter Günther Sucher im Gespräch

Welche Voraussetzungen muss ein Exporteur mitbringen?

Ohne ein gutes, konkurrenzfähiges Produkt kann man im Export nicht erfolgreich sein. Häufig scheitert es aber nicht am Produkt, sondern an der fehlenden Präsentation und falschem oder fehlendem Marketing. Ein erfolgreicher Exporteur muss daher sowohl ein für den jeweiligen Markt passendes Produkt anbieten können als auch in der Lage sein, diese entsprechend zu positionieren. Hier sind wiederum interkulturelle und auch sprachliche Fähigkeiten gefordert, letztlich kommt es darauf an, sich in die lokalen Gegebenheiten hinein denken zu können und dann danach zu handeln.

Worauf muss man bei den ersten Schritten im Export besonders achten?

Beim Export speziell nach Übersee gelten häufig spezielle Einfuhrbestimmungen (spezielle Lizenzen, Zertifikate, Genehmigungen etc.), die man vorab abklären muss, bevor man überhaupt Verkaufsverhandlungen beginnen kann. Auch die Zollsätze sollte man im Vorhinein eruieren, um herauszufinden, ob ein Produkt am jeweiligen Markt preislich einigermaßen konkurrenzfähig sein kann.

In den meisten Fällen kommt man nicht ohne einen lokalen Partner aus, der die landesspezifischen Besonderheiten kennt, die Landessprache spricht und vor allem auch Kontakte zu Abnehmern und Behörden hat. Die Auswahl eines verlässlichen lokalen Partners ist daher meist die erste und schwierigste Herausforderung.   

Welche Fehler sollte man unbedingt vermeiden?

Gerade im Exportgeschäft, und speziell bei Fernmärkten, kann man nicht auf den schnellen Erfolg vertrauen. Ein erfolgreicher Geschäftsabschluss und dessen Abwicklung dauern oft Monate, wenn nicht Jahre.

Man kann nicht davon ausgehen, dass alle Märkte gleich „ticken“, d.h. ein Erfolgsrezept, das zuhause oder in anderen Märkten funktioniert, muss nicht überall genauso klappen. Es sollte daher kritisch hinterfragt werden, wie man an einen neuen Markt herangeht bevor man undifferenziert eine einmal erfolgreiche Strategie anwendet.  

Häufig wird der Fehler gemacht, dass man den Versprechungen eines lokalen Vertreters oder Importeurs zu rasch Glauben schenkt. Es gilt also gerade beim Exportieren die Devise: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.   

Was macht einen erfolgreichen Exporteur aus?

Geduld – man benötigt eine gewisse Gelassenheit und Nachsicht im Exportgeschäft.

Hartnäckigkeit – kleinere Rückschläge sind gerade im Exportgeschäft häufig, sollten aber nicht zur Entmutigung führen. Gerade im Exportgeschäft ist der Aufbau von Vertrauen und persönlicher Beziehungen besonders wichtig – dafür muss man aber auch etwas tun und diese Beziehungen auch entsprechend pflegen.

Interkulturelle Kompetenz – Ohne die Fähigkeit, sich in andere Kulturen und Gesellschaftssysteme hinein versetzen zu können und zu wollen, wird man im Exportgeschäft wenig Erfolg haben.

Verkaufstalent – gerade im Export ist Überzeugungskraft gefragt, da man ein neues Produkt aus einem fremden Land erklären und anpreisen muss.

Kärntner Nudel oder Reindling?

Eigentlich weder noch, bin Fleischesser.

Berg oder See?

Berg im Winter, See im Sommer.

Business- oder Kärntneranzug?

Heute mehr Business- früher mehr Kärntneranzug (war selbst Chorsänger).

Schifahren oder Schwimmen?

Schifahren.

Kirchtag oder Fête Blanche?

Kirchtag, dann zur Fête Blanche.

Fußball oder Eishockey?

Fußball.

Mit Kärnten verbindet mich…

… Elternhaus, Freunde, Verwandte, Kultur.

Heimat bedeutet für mich…

… Kärnten, Wien, Österreich, Europa.

Aus Kärnten vermisse ich…

… Speck, Hauswürstel, Schwarzbrot.

Diesen Sommer werde ich…

… wieder ein paar Wochen in Österreich sein und auch in Kärnten vorbei schauen.

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