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IT-Vorreiter als eifrige Unternehmer

Die "asut computer- und rechenzentrum gmbh" in Spittal an der Drau ist einer der am längsten bestehenden Betriebe in der IT- und EDV-Branche Kärntens. Zu Beginn haben Siegfried Arztmann und Michael Szirch zu Hause programmiert – heute leiten sie das Unternehmen gemeinsam.

Asut Computer_Arztmann_Szirch_Spittal
© Patrick Sommeregger-Baurecht Siegfried Arztmann und Michael Szirch kennen einander bereits seit Schultagen. Heute leiten sie gemeinsam die Geschicke von „asut computer“ und führen rund 40 Mitarbeiter.

Als ob es gestern gewesen wäre, erzählt Siegfried Arztmann, Geschäftsführer von „asut computer“ in Spittal, von einem gemeinsamen Schiausflug mit seinen Eltern:  „Mit acht Jahren war ich auf der Turrach Schifahren. Da sah ich auf dem Parkplatz einen riesigen Mercedes und wusste plötzlich: Wenn ich einmal groß bin, möchte ich dieses Auto und eine Firma.“ An dieser Vision hielt er fest, bis sie sich schließlich erfüllte. Heute fährt er zwar keinen Mercedes, doch die eigene Firma ist Realität geworden. „Eine starke Vision ist von unschätz­barem Wert“, ist der Unternehmer überzeugt. Es sei wichtig, große Ziele und Träume zu haben und auch in schwierigen Phasen dafür zu arbeiten.

Sein Einsatz hat sich gelohnt. Dem Plan von der Selbstständigkeit folgend, gründete Arztmann gemeinsam mit seinem Schulfreund Michael Szirch 1989 ein Softwarehaus. Die beiden kannten einander bereits seit der Handelsakademie und begannen gemeinsam ein BWL-Studium. Ihre Freizeit verbrachten die begeisterten Programmierer vor dem Rechner: „Wir haben das Haus oft den ganzen Tag nicht verlassen, weil wir eine Software entwickelt haben – das hat in Zeiten lange vor Laptop und Smartphone auch bei den Nachbarn für schräge Blicke gesorgt“, erinnert sich Arztmann. Das Hobby machte Spaß, also entschieden sich die IT-Begeisterten, eine Firma zu gründen.

Die IT-Spezialisten aus dem Softwarehaus

Eines Tages war es dann soweit und der erste Kunde klopfte an die Tür. „Der erste Auftrag war ein Berechnungsprogramm für Heizungen“, erinnert sich Arztmann. Weil sie die Kunden nicht zu Hause empfangen wollten, wurde das erste Büro in der Kirchgasse in Spittal eröffnet – der Startschuss für ein Unternehmen, das heute mit seinen Dienstleistungen und Produkten über die Grenzen Kärntens hinaus tätig ist.

Zum Kerngeschäft zählen neben Computersystemen auch Software-, Internet- und Sicherheitslösungen. Als Spezialist tritt das Unternehmen auch bei Kassen­sys­temen, Zutrittskontrollen, Zeit­erfassungs-, Alarmanlagen, Videoüberwachung und Informationssystemen auf. Im Bereich IT- und Netzwerktechnik zählt „asut“ zu den führenden Unternehmen in Kärnten und im Bereich der Zeiterfassung und Zutrittskontrolle ist die Firma ­einer der wenigen Experten in ganz Österreich.

Wachstum durch Digitalisierung

Die Digitalisierung hält in alle Bereiche Einzug und so sind auch die Kunden breit gefächert – vom Arzt über die Hotellerie bis hin zum Versicherungsagenten, vorwiegend bedienen sie Firmen . Auf individuelle Kundenwünsche wird stets Rücksicht genommen. „Wir erstellen die gewünschte Software, übernehmen die Schulung der Mitarbeiter und  leisten auch danach das Service vor Ort“, erzählt Arztmann stolz. Neben dem starken Kundenfokus haben zwei Firmenübernahmen, die Gründung einer Schwes­ter­firma sowie Spezialisierungen auf Kernkompetenzen zum Wachstum der Firma beigetragen. So bearbeitet neben dem Standort in Spittal ein kleineres Team von Perchtoldsdorf aus Nord- und Ostösterreich.

Damit das Unternehmen auch in Zukunft gesichert ist, setzt man auf die Ausbildung von Lehrlingen. Derzeit verstärken zwei aus der Region das Team. „Sie sind seit dem ersten Tag vollwertige Mitarbeiter“, sagt Arztmann. Viele der knapp 40 Personen im Team wurden im Betrieb ausgebildet und sind geblieben. Weiterbildung wird auch bei den Geschäftsführern groß geschrieben: Selbst Arztmann und Szirch haben ihr Studium nach einem Zwischenstopp noch erfolgreich beendet.

Interview mit Siegfried Arztmann

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© Patrick Sommeregger-Baurecht

Was macht erfolgreiches Unternehmertum aus?

Erfolgreiches Unternehmertum lebt davon, etwas zu tun und nicht etwas zu unterlassen. Alleine vom Reden passiert nichts, man muss selbst aktiv werden.

Wollten Sie schon immer Unternehmer werden?

Tatsächlich träumte ich bereits als Kind von einer eigenen Firma. An dieser Vision hielt ich fest, bis sie sich letztlich wirklich erfüllte. Das wäre auch mein Tipp an alle, die davon träumen, sich selbstständig zu machen, oder die bereits Unternehmer sind und nicht den nächs­ten Schritt wagen: Haltet an euren Visionen fest und stellt sie euch ruhig bildlich vor, das hilft vielleicht auch dem Glück auf den richtigen Weg. 

Was wünschen Sie sich für den Wirtschaftsstandort Kärnten?

Ich würde mir für alle Unternehmer mehr Wertschätzung wünschen.  Die vielen Kärntner Betriebe leisten täglich Beachtliches und dennoch stehen Unternehmen immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik. Den meisten Menschen ist vermutlich gar nicht bewusst, dass es ohne all jene, die erfolgreich einen Betrieb führen, auch keine Jobs gäbe. Ein erfolgreiches Unternehmen braucht gute Mit­arbeiter und die Menschen brauchen die Betriebe, um einer Arbeit nachzugehen.

Was ist Ihr Wunsch an die neue Bundesregierung?

Die zwei dringlichsten Forderungen als Unternehmer sind sicherlich Entbürokratisierung und Steuersenkung. Diese beiden Hürden gilt es zu überwinden, das würde das Arbeiten enorm erleichtern.

Welchen Stellenwert haben die Mitarbeiter in Ihrem Betrieb?

Es ist wohl das Wichtigste, die Balance zu bewahren. Das Geben und Nehmen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern sollte stimmen. Ich bin sicherlich jemand, der  Leistungen einfordert, aber auch bereit ist, dafür in anderen Dingen entgegenzukommen. Eine gute Geschäftsführung hat auf diesen Ausgleich zu achten.

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