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Der gepflasterte Weg formvollendeter Steine

Das Oberkärntner Unternehmen Zenith Formenbau hat sich auf den Formenbau von Betonsteinprodukten spezialisiert. Seit 45 Jahren sorgt das Unternehmen weltweit für gepflasterte Wege und Plätze.

Mithilfe einer Stahlkonstruktion stellt Manfred Peiritsch Betonsteinformen bei Zenith Formenbau her. Die Oberflächengestaltung kann individuell auch mit Logos und Schriftzügen versehen werden.
© Patrick Sommeregger-Baurecht Mithilfe einer Stahlkonstruktion stellt Manfred Peiritsch Betonsteinformen bei Zenith Formenbau her. Die Oberflächengestaltung kann individuell auch mit Logos und Schriftzügen versehen werden.

Die Wahrscheinlichkeit, schon einmal über einen von Zenith geformten Pflasterstein gelaufen zu sein, ist sehr groß. Das in den 1970er-Jahren gegründete Unternehmen mit Sitz in Feistritz an der Drau hat im Formenbau für Betonsteinprodukte weltweit Erfahrungen gesammelt. Die Kombination aus hochentwickeltem Handwerk und modernster CNC-Bearbeitungs- und Lasertechnik machte das Unternehmen global erfolgreich. 2016 übernahm die chinesische Firmengruppe QGM Quangong Machinery den österreichischen Standort mit 30 Mitarbeitern.

Seither leitet Thomas Wunder als Geschäftsführer den Betrieb. 25 Jahre Branchenerfahrung bringt der studierte Baumaschinentechniker aus Stuttgart mit. Seine Wahlheimat Kärnten habe er von Beginn an ins Herz geschlossen: „Ich habe mich unweit von Feistritz niedergelassen und bin von der Vielfalt des Landes begeis­tert“, erzählt der Geschäftsführer.

Betonsteinformen in aller Welt

Das Fertigungsspektrum deckt die drei Hauptproduktionsarten im Betonsteinbau – die Boden-, Mehrlagen- und Brettfertigung – ab. Für den Kunden wird jeweils die passende Lösung, sei es in geschweißter oder geschraubter Ausführung mit oder ohne modulare Wechselsysteme, ausgewählt. Auch in der Kippstein-, Spalt­boden- und Gießformenherstellung verfügt das Unternehmen über ein jahrzehntelanges Fachwissen, ebenso wie im zukunftsträchtigen Markt des Holzbetons. Geplant und gefertigt werden auch Sonderformen in Kleinserien oder als Prototypen. Nach dem Kauf bietet Zenith Formenbau Reparatur und Service für Betonsteinformen an.

Zu den Kunden zählen Logistikzentren, die Industrie, Privatkunden und über den Baustoffhandel auch Privatpersonen. Im Trend liegen derzeit, den Wünschen der Architekten entsprechend, über einen Meter lange und über einen halben Meter breite graue oder schwarze Betonplatten. Aufgrund zahlreicher Vertretungen seien diese nahezu weltweit erhältlich.

Das Geschäft sei stabil und laufe vor allem in Europa gut. „Der wirtschaftliche Aufschwung ist spürbar. Wir profitieren von der anhaltend guten Bautätigkeit, ob im Straßen- oder Hausbau“, ist Thomas Wunder erfreut.

Damit der Erfolg weiterhin anhält, hat der Geschäftsführer konkrete Pläne. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der innovativen Neuentwicklung von Produkten. Zu viel wird nicht verraten, doch man tüftle ständig an neuen Werkstoffen und Konstruktionen, um den Kunden Produkte auf dem neuesten Stand der Technik bieten zu können.

Lehrlinge für die Zukunft

Neu auf der Agenda sei auch die Lehrlingsausbildung. Die Betriebsmannschaft solle verstärkt werden und das Angebot an qualifizierten Fachkräften sei mehr als überschaubar. Daher habe man sich im Betrieb dazu entschlossen, noch in diesem Jahr mit der Ausbildung von Lehrlingen zu beginnen. Die Kärntner Jugend darf sich also auf spannende Berufe freuen.

Um den Standort zu sichern,  werde neben diesen Investitionen auch an einem Programm zur Kostenreduzierung gearbeitet. Dabei ist dem Geschäftsführer der ausgelagerte Prozess der Härtung ein Dorn im Auge. „Um die Widerstandsfähigkeit der Formen zu erhöhen, werden diese gehärtet. Da es sich aktuell nicht rechnet, selbst eine Härterei in den Betrieb zu integrieren, werden die Formen in eine Härterei nach Slowenien gebracht“, berichtet Thomas Wunder. Er würde es begrüßen, in Kärnten einen Partner für eine Kooperation und den Betrieb einer gemeinsamen Härterei zu finden – eine gesunde Symbiose für die Wirtschaft.


Interview mit Thomas Wunder von Zenith Formenbau

Thomas Wunder möchte verstärkt in Standort, Mitarbeiter und Produkte investieren.
© Patrick Sommeregger-Baurecht Thomas Wunder möchte verstärkt in Standort, Mitarbeiter und Produkte investieren.

Wie bringen Sie sich als Betrieb in die Region ein?

Thomas Wunder: In erster Linie  schaffen wir Arbeitsplätze in der Industrie. Wir sind aber bemüht, auch unseren Kunden, die uns in Feistritz besuchen, Kärnten als Wirtschaftsstandort schmackhaft zu machen. In unserem Betrieb gibt es ganz bewusst zahlreiche Bilder der „Kärnten Werbung“.

Ihr Wunsch an die politischen Entscheidungsträger?

Die Förderpolitik in der Europäischen Union ist zu überdenken. Es gibt Bereiche in der Infrastruktur wie etwa das Straßennetz, in das dringend investiert werden sollte. Wir müssen aufpassen, dass man in Österreich Kärnten nicht vergisst und für mehr Aufwind sorgt.

Welche Herausforderungen sehen Sie für die Betriebe Kärntens?

Automatisierung wird in unserem Unternehmen in Zukunft maßgebend sein, das heißt, dass Geld vermehrt in die Programmierung fließen wird. Unser Ziel ist es, mehr Umsatz bei gleicher Mitarbeiterzahl zu erwirtschaften und weiterhin zu wachsen. 

In meinem nächsten Unternehmerleben würde ich ...

... weiter Trends beobachten. Die rasanten Veränderungen in allen Märkten und Branchen wirken immer stärker aufeinander ein. Als klimaaktiver Betrieb achten wir daher auf Nachhaltigkeit.


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