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Eberl: "Jeder Job wird sich dramatisch verändern"

Industrie 4.0! Fabrik ohne Menschen! Roboterarme statt Menschenkraft! Die Digitalisierung der Produktion ist in aller Munde. Der große Wandel steht uns aber in den Büros bevor, sagt Digitalisierungsexperte Ulrich Eberl.

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© KK/Eberl „Wir werden diese smarten Maschinen in Zukunft brauchen“, ist sich der deutsche Wissenschafts- und Technik-Experte Ulrich Eberl sicher.

Wie werden smarte Maschinen unsere Art zu arbeiten verändern?

Ulrich Eberl: Die großen Änderungen im Wirtschaftsleben werden wir in den nächsten Jahren in den Büros erleben. In den Fabriken hat sich schon vieles getan. Jetzt sind die Büros dran.

Was wird sich in den Büros ändern?

Man hat in Zukunft elektronische Assistenten, mit denen man ganz normal reden und denen man Aufträge geben kann. Es wird dann mit Computern gearbeitet, die recherchieren, Empfehlungen abgeben und ständig dazulernen. Sie sind wie hochintelligente Assis­tenten, die Aufträge abarbeiten.

Wie werden wir ihnen diese Aufträge erteilen?

Wir werden mit ihnen reden wie mit einem Menschen. Sie werden sprechen und zuhören, Gestik und Mimik verstehen, Texte, Bilder und Videos interpretieren und durch Beobachten und Vergleichen lernen.

Wie weit ist das noch von uns weg?

Damit wird bereits gearbeitet. Es gibt Ärzte, die sich schon heute bei der Diagnose von Patienten von Computern beraten lassen. Auch in Banken werden sie eingesetzt. Und denken Sie an die Werkstätten, in denen die Daten von Fahrzeugen von Computern ausgewertet werden. Auch hier bekommt der Mensch Empfehlungen von der Maschine.

Wird der Mensch überflüssig?

Der Mensch wird nach wie vor wichtig sein. Die Digitalisierung wird Auswirkungen haben auf alles, was wir in Zukunft machen werden.

Wie genau?

Smarte Maschinen werden viele Aufgaben übernehmen, die heute noch von Menschen gemacht werden. Jeder einzelne Job wird sich dramatisch verändern. Die Computer­intelligenz wird in die gesamte Wertschöpfungskette eindringen. Uns erwartet eine durchgehende Digitalisierung – vom Lieferanten über die Produktion bis hin zum Kunden. 

Werden Befürchtungen dann wahr und viele Arbeitsplätze wegbrechen?

Nein, das ist mir wichtig zu betonen. Es werden sich zwar alle Tätigkeiten ändern, aber das heißt nicht, dass die Jobs wegfallen. Einfache Routine- und Hilfsarbeiten werden künftig von Maschinen übernommen.

Und was bleibt beim Menschen?

Wir werden Leute brauchen, die diese Maschinen bauen und warten. Es wird viel Neues entstehen. Das war bisher so und wird auch in Zukunft so sein. 

Warum?

Je mehr Dinge miteinander vernetzt sind, umso wichtiger ist die Sicherheit. Auch bei der Zusammenarbeit mit Robotern geht es um die Sicherheit. Menschen dürfen nicht verletzt werden. Hier werden auch neue Jobs entstehen: Wir werden viele Leute brauchen, die sicherstellen, dass es zu keinen Problemen kommt.

Was sagen Sie Menschen, die sich vor diesen Entwicklungen fürchten?

Wir befinden uns bereits mittendrin. Die smarten Maschinen sind schon Teil unseres Lebens. In den Wohnzimmern haben wir intelligente Lautsprecher, denen wir Aufträge erteilen. Über sie lässt sich das Smart Home steuern oder eine Fahrtroute berechnen.

Was kommt dann?

Wir werden diese smarten Maschinen brauchen: als Hilfen für die älter werdende Bevölkerung ebenso wie für nachhaltige Energiesysteme und eine wettbewerbsfähige Industrie.

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