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Zwischen Technologie und Outback

Kärntner Holz, heimische Bioenergie und ein Blick in die Zukunft – bei einer WK-Mission loteten Kärntner Unternehmen kürzlich ihre Chancen am asiatischen und australischen Markt aus.

Sydney Kärnten Wirtschaft
© Elisabeth Nachbar Australien überzeugt wirtschaftlich mit einer sehr hohen Kaufkraft und einer enormen Marktkonzentration auf Städte wie Sydney.

Der erste Schritt über die Grenze führt viele nach Deutschland, Italien oder Großbritannien – zehn mutige Unternehmer aus Kärnten wagten nun eine weitere Reise um ihre Chancen am Exportmarkt zu erkunden.


Singapur Wirtschaft Kärnten
© Elisabeth Nachbar Kärntner Unternehmer erkunden in der Singapurer „City Gallery“ die Smart City Singapur.


Die Smart City im Wasser

In nur 50 Jahren hat sich der Stadtstaat Singapur von einem Entwicklungsland zu einem Technologie-Hot-Spot entwickelt, der nicht nur ein stabiler Markt für Exporteure aller Art ist, sondern mit einem kontinuierlichem Wirtschaftswachstum, zahlreichen Freihandelsabkommen und einer guten Infrastruktur einen perfekten Einstieg in den asiatischen Markt bietet. Bei einer Wirtschaftsmission der WK Kärnten unter der Leitung von WK-Präsident Jürgen Mandl loteten zehn Kärntner Unternehmer ihre Chan-cen aus. Auf der Agenda: Treffen mit potenziellen Geschäftspartnern und ein Einblick in das Konzept der Smart City Singapur.

Der Stadtstaat unweit Malaysias gilt als technologischer Vorreiter. WK-Präsident Jürgen Mandl: „Kärnten kann sich von der Dynamik Singapurs einiges abschauen.“ In Zeiten von Digitalisierung sei ein Blick über die eigenen Grenzen in der Zukunft besonders wichtig. „Asien ist der Wachstumsmarkt schlechthin“, ist sich Mandl, der selbst seit Jahren welt-weit exportiert, sicher. Singapur vereint mit seinen sechs Tech-Universitäten und zahlreichen Forschungszentren, die konkrete Ergebnisse für die Industrie entwickeln, Theorie und Praxis. Aus Ideen einer noch grüneren und noch smarteren City, werden etwa 50 Meter hohe „Super Trees“ aus Stahl und Holz, die der Aufzucht seltener Pflanzen dienen.

„2017 geht man von einem Wirtschaftswachstum von zwei bis drei Prozent aus“, erklärt Volker Ammann, Wirtschaftsdelegierter in Singapur. Der Experte sieht viele Chancen für österreichische Unternehmen. Für viele österreichische Unternehmen ist der Stadtstaat ein Sprungbrett. „Singapur muss als Wirtschaftsdrehscheibe im 600-Millionen-Markt Süd-ostasien und als erster Schritt in der ASEAN-Region gesehen werden“, betont Meinrad Höfferer, Leiter der WK-Außenwirtschaft. Sowohl die Verwaltung und der öffentliche Bereich als auch der freie Markt machen einen Einstieg einfach.

Das Land der Kängurus und Koalas

Nach Singapur, ging es für die zehn Kärntner Unternehmer weiter in das australische Outback. „Australien ist der viertwichtigste Übersee-Exportmarkt Österreichs“, erklärt Karl Hartlieb, Wirtschaftsdelegierter in Sydney. Investitionen in Infrastruktur, ein dynamischer Baumarkt, die Modernisierung des Logistikbereichs und eine starke Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion seien die Export-Treiber Australiens. Für die Kärntner Wirtschaft gibt es viele Chancen nicht nur in der Viereinhalt-Millionen-Stadt Sydney, sondern auch im Rest Australiens Kontakte zu knüpfen. „Jeder zweite Euro kommt in Kärnten aus dem Export“, betont WK-Präsident Mandl. „Allerding kommen 80 Prozent nur aus drei Ländern. Wir dürfen uns nicht nur auf den europäischen Markt versteifen, Asien und Australien sind die Märkte der Zukunft.“

„Als ersten Schritt braucht es die bewusste Entscheidung für den australischen Markt“, betont Karl Hartlieb, Wirtschaftsdelegierter in Sydney.  2016 verzeichneten die österreichischen Exporte nach Australien immerhin ein Plus von 36 Prozent. Die hohe Kaufkraft und starke Konsumneigung seien immer noch ein Impulsgeber für die australische Wirtschaft. Auch die öffentliche Investitionstätigkeit hat kürzlich zugenommen. Gute Marktaussichten für österreichische Unternehmen bestehen bei Ausrüstungen und Zulieferungen für die Leichtindustrie, Logistiklösungen und Spezialmaschinen. Zukunftsfelder sind auch energieeffizientes Bauen, Alternativenergien, Wasser- und Müllmanagement und andere Umweltschutz-Lösungen, Technologien für die Landwirtschaft und vieles mehr.

Aktuell gibt es rund 130 österreichische Unternehmen mit Vertriebsniederlassungen, Repräsentanzen oder Produktionsstätten in Australien. Mandl: „Am Markt vor Ort sein, ist wichtig. Heutzutage wartet kein Kunde auf eine Zeitverschiebung von zehn Stunden.“ Die Kärntner Unternehmen nutzten ihre Zeit Down Under und jetteten für Geschäftstermin quer über die Insel. „Das erste persönliche Zusammentreffen ist wichtig, noch wichtiger ist aber die Nachbearbeitung, die von der Wirtschaftskammer in Kärnten und den AußenwirtschaftsCentren übernommen wird“, erklärt Höfferer. 

Start-up-Szene wächst weiter

Einen Blick warf die Kärntner Delegation auch in die rege Start-up-Szene Sydneys. Im „Incubator“-Programm „Hatchery“ der University of Technology Sydney (UTS) werden in unterschiedlichen Programmen Start-ups und junge Entrepreneure gefördert. Partnerschaften mit der Industrie sowie rund 200 Studierende aus fast 150 Nationen inklusive. Der starke Fokus auf den Export von Bildung macht sich hier bezahlt, immerhin gilt Sydney als eine der Stundenten-Städte der Welt. Hintergedanke der UTS ist die Förderung junger innovativer Ideen nach dem Design-Thinking-Konzept.


Sydney Wirtschaft Kärnten
© Elisabeth Nachbar Einen Blick warf die Kärntner Wirtschaftsdelegation gemeinsam mit dem Team des AußenwirtschaftsCenter Sydney auch auf das Bühnenbauprojekt des österreichischen Stahlbau-Unternehmens Waagner-Biro im Sydney Opernhaus.


Kärntner Erfolge Down Under

Wer es auf dem Zukunftsmarkt schon geschafft hat, ist der Kärntner Hersteller von polymeren Additiven, Chemson Polymer-Additive. Stabilisatoren für Produkte wie pflegeleichte Fensterprofile, widerstandsfähige PVC-Rohre, hauchdünne Verpackungsfolien sowie innovative Bodenbeläge sind das tägliche Geschäft der Arnoldsteiner. Mit der aus­tralischen Niederlassung des Kärntner Erfolgsunternehmens entwickelten 3D-Vinyl-Formulierung setzt Chemson nun auch für den 3D-Druck neue Maßstäbe und schafft ungeahnte Möglichkeiten für diesen Anwendungsbereich.

Ein Besuch bei den Hidden Champions aus Kärnten stand ebenso auf der Agenda der Wirtschaftsmission, wie ein Blick auf das erste Geschäftsgebäude in Australien, das aus Holz gebaut wurde, das „International House“ des Barangaroo in Sydney – ein Holzbau mit Beteiligung der Kärntner Unternehmen Hasslacher Norica Timber und Stora Enso Timber. Der dynamische Baumarkt, der aktuell besonders auf alternative Bauweisen abzielt, wächst stetig. „Australien muss nachhaltige Bauarten finden, Ideen sind bereits vorhanden, das Können dazu, holen sie sich aus Europa. Hier gibt es eine Qualifikationslücke“, erklärt der Wirtschaftsdelegierte. Das zeigt sich in Barangaroo. In nächster Zeit soll ein zweites Holzbau-Projekt entstehen.

In den Bereichen „Nachhaltiges Bauwesen“ sowie „Bio-Energie“ sei Kärntner Know-how besonders gefragt. „Gute Marktaussichten gibt es für Kärntner Unternehmen außerdem für Produkte, Dienstleis­tungen und Technologie“, weiß der australische Wirtschaftsdelegierte Karl Hartlieb. Lebensmittel und Getränke, pharmazeutische Produkte und Kunststoffe, Holz und Papier, Möbel, waren aus Eisen und Stahl, verschiedene Metallwaren sowie Maschinen und Fahrzeuge machen aktuell das Gros der heimischen Exporte nach Australien aus.

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