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Zukunftsvisionen aus dem Ersten Weltkrieg

Vor mehr als 100 Jahren schrieb Österreich maritime Weltgeschichte, doch viele Zeitgenossen verkannten die innovative Technik, die Dagobert Müller von Thomamühl mit dem ersten Luftkissenboot überhaupt geschaffen hatte. Seine Reinkarnation feiert das Erprobungsboot als „Leadership“ auf dem Wörthersee.

Mit einer gewaltigen Kraft erhebt sich der Bug der „Leadership“ rund einen Meter aus dem Wasser, am Heck schießt eine riesige Wasserfontäne aus dem See.
© visionaer.info

Mit einer gewaltigen Kraft erhebt sich der Bug der „Leadership“ rund einen Meter aus dem Wasser, am Heck schießt eine riesige Wasserfontäne aus dem See und über die Bootsplanken fahren die Vibrationen der 720 PS starken Motoren verteilt auf 16 Zylindern direkt in die Beine. Dennoch liegt das rund 13 Meter lange und 9 Tonnen schwere Boot vollkommen ruhig im Wasser, als es seine Gleitgeschwindigkeit ab 22 Knoten erreicht. Was wie die Beschreibung der Fahrt auf einer modernen Motoryacht klingt, basiert auf einer Technik, die bereits vor mehr als 100 Jahre erfunden wurde und mehreren wegweisenden Entwicklungen aus Österreich, die die Schifffahrt erst zu dem gemacht haben, was sie heute ist. 

Österreich ebnet den Weg zur modernen Schifffahrt

Denn was viele nicht mehr wissen: Österreich war bis zum Ende des ersten Weltkriegs 1918 eine Seemacht von Weltrang und maritime Technikschmiede. Als Erfinder der Schiffsschraube wird im Allgemeinen der österreichisch-böhmische Forstbeamte und Erfinder Josef Ressel angesehen. Auch das Prinzip der Abrisskante, die höhere Geschwindigkeiten im Wasser erst ermöglicht, wurde in Österreich entwickelt. Zusammen mit extrem leistungsstarken Motoren der Firma Austria Daimler und einem Design, das in seiner Formgebung entfernt an den britischen Mark V-Panzer des Ersten Weltkrieges erinnert, baute der Offizier der k.u.k.-Kriegsmarine Dagobert Müller von Thomamühl 1915 das erste Luftkissenboot der Welt und stattete es mit zwei Torpedo-Stationen aus.

Österreich war bis zum Ende des ersten Weltkriegs 1918 eine Seemacht von Weltrang und maritime Technikschmiede.
© visionaer.info

Luftkissenboot geht mit dem Kaiserreich unter

Reif war die Zeit für diese Weltneuheit jedoch noch nicht. Von vielen Zeitgenossen als für die Kriegsführung nicht bedeutend angesehen, setzte man in Österreich auf Schlachtschiffe. Das Erprobungsboot wurde demobilisiert und ging mit der k.u.k.-Monarchie unter. Einen Kampfeinsatz hat das damals innovativste Schnellboot nie erlebt.

Damit hätte die Geschichte des ersten Luftkissenboots auch schon wieder zu Ende sein; es hätte das Schicksal mit vielen nie verwirklichten Erfindungen geteilt. Allerdings gerieten die Entwürfe des Marineoffiziers über einen befreundeten Historiker an den Kärntner Unternehmer Walter Krobath, der das Magazin "Visionær" herausgibt. Krobath war fasziniert von der bahnbrechenden Technik und hauchte den alten Plänen innerhalb von zwei Jahren neues Leben ein.

Gemeinsame Finanzierung und Partner sichern Projekt

Auf den Namen „Leadership“ getauft, erblickt von Thomamühls Vision ein zweites Mal das Licht der Welt. Mitgeholfen haben über 150 Ehrenamtliche Mitarbeiter und Partnerunternehmen aus Österreich, Bosnien und Italien. Finanziert wurde das Projekt zu 70 Prozent von den Partnerfirmen und zu 25 Prozent von Krobath. Die restlichen fünf Prozent kamen durch Patenschaften zusammen.

„Wichtig ist mir, mit dem Luftkissenboot die Innovationstradition Österreichs zu dokumentieren“.
Walter Krobath
Auf den Namen „Leadership“ getauft, erblickt von Thomamühls Vision ein zweites Mal das Licht der Welt. Mitgeholfen haben über 150 Ehrenamtliche Mitarbeiter und Partnerunternehmen aus Österreich, Bosnien und Italien.
© visionaer.info


"Die ‚Leadership‘ ist ein Projekt, über das man definitiv staunen und reden wird. Daher hat das Boot auch einen positiven Effekt auf den Tourismus und die Region,“ ist sich Krobath sicher. Nach diversen Problemen rund um die Zulassung der „Leadership“ zieht das Luftkissenboot ab jetzt seine Kreise auf dem Wörthersee. Mieten kann man das Boot allerdings nicht. 

Patenschaft bildet Fachkräfte aus

„Um mit dem Boot fahren zu können, wird eine Patenschaft benötigt. Die kostet einmalig 1.000 Euro. Die Paten bekommen dann die Möglichkeit, mit bis zu zehn Personen auf eine außergewöhnliche Präsentationsfahrt zu gehen“, lädt Walter Krobath Firmen und Institutionen zum Mitmachen ein. Das Geld fließt jedoch nicht in das Boot selbst, sondern kommt Schulprojekten zugute.

„Mit dem Boot verfolge ich die Philosophie, Jugendliche für Technik und Handwerk zu begeistern und so meinen Beitrag gegen den Fachkräftemangel zu leisten“.
Walter Krobath

Momentan sind vier Kärntner HTLs und zwei Berufsschulen sowie eine italienische Schule aus Tarvis an Board, die schulübergreifend ein Flugboot nach Originalplänen bauen. Mit einer Patenschaft investieren Firmen in Fachkräfte und Know-how und profitieren dadurch unmittelbar.

Momentan sind vier Kärntner HTLs und zwei Berufsschulen sowie eine italienische Schule aus Tarvis an Board, die schulübergreifend ein Flugboot nach Originalplänen bauen.
© visionaer.info

Wann hebt der Nurflügler ab?

Ausruhen will sich Walter Krobath nach dem Großprojekt Luftkissenboot nicht. Seine nächste Idee führt ihn in die Luft: „Meine aktuelle Vision ist der Nachbau des ersten Nurflüglers der Welt. Dieses Fluggerät wurde 1907 in Wien gebaut. Genau wie die Entwicklung des Bootes ist auch der Bau des Nurflüglers auf österreichischem Boden in Vergessenheit geraten. Ich möchte dafür sorgen, dass die unbekannten Innovatoren der österreichischen Ingenieurs- und Erfinderszene wieder in das verdiente Rampenlicht gerückt werden und solche Weltunikate der Öffentlichkeit und als touristische Attraktionen zur Verfügung stehen“. 

Rückfragen:
Visionær
Hans-Jörg Levitschnig
T 0463 287028
M 0664 4610087
E levitschnig@visionaer.info
W visionaer.info

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