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Zukunftsregion Alpen-Adria: Kulinarik, Kultur und Kooperation

Aus Anlass des Alpen-Adria-Genussfestivals von 24. bis 30. September in Klagenfurt lud Kärntens WK-Präsident Mandl seine Unternehmerkollegen aus Friaul-Julisch Venetien und Slowenien zu einer wohlschmeckenden grenzüberschreitenden Sympathiebekundung.

Meinrad Höfferer, Leiter der WK-Außenwirtschaft, Larisa Vodeb, Leiterin der EU-Programme, WK-Präsident Jürgen Mandl und Generalsekretär Pierluigi Medeot setzen sich gemeinsam für einen starken Alpen-Adria-Raum ein.
© WKK/fritzpress Meinrad Höfferer, Leiter der WK-Außenwirtschaft, Larisa Vodeb, Leiterin der EU-Programme, WK-Präsident Jürgen Mandl und Generalsekretär Pierluigi Medeot setzen sich gemeinsam für einen starken Alpen-Adria-Raum ein.
Die weitere Intensivierung der grenzüberschreitenden Beziehungen im Alpen-Adria-Raum hat sich Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl zum Ziel gesetzt. Die Eröffnung des einwöchigen Alpen-Adria-Genussfestivals am Montagabend war für Mandl daher eine gute Gelegenheit, hochrangige Wirtschaftsvertreter aus den angrenzenden Regionen zu einem freundschaftlichen Arbeitsbesuch nach Klagenfurt zu bitten. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die gemeinsame Vorbereitung von Friaul-Julisch-Venetien, Slowenien und Kärnten auf die kommende EU-Förderperiode 2021-2027.

Dabei können die drei Partner nicht nur auf eine langjährige gute Zusammenarbeit, sondern auch auf konkrete Projekte aufbauen. Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Triest arbeitet die WK Kärnten schon seit geraumer Zeit an einer grenzüberschreitenden Lehrlingsausbildung, die besonders in den Sparten Handel und Tourismus attraktive neue Möglichkeiten für italienische und heimische Jugendliche bieten soll. Derzeit werden noch sozialversicherungsrechtliche Frage gelöst, spätestens ab 2020 sollen in einer ersten Phase 20 Jugendliche Teile ihrer Ausbildung auch in der jeweiligen Nachbarregion absolvieren können. Ein zweites, bereits im Laufen befindliches Projekt ist die Exportakademie auf Basis des Interreg-Projekts "Expedire": Die fünf Projektpartner - Internationalisierungscenter Steiermark (ICS), die Wirtschaftskammer Kärnten (WKK), die Gospodarska zbornica Slovenije (GZS), die Mariborska razvonja agencija p.o. (MRA) und die Firma Ortner Reinraumtechnik GmbH - arbeiten vorerst für drei Jahre daran, exportorientierte Unternehmen von beiden Seiten der Grenze durch verschiedene Aktivitäten für den Export zu begeistern. Über die "Euregio Senza Confini" will man nun ein eigenes Alpen-Adria-Programm für die ab 2021 laufenden nächste EU-Förderperiode etablieren.

Mandl unterstrich heute bei einem Pressegespräch in Klagenfurt die wirtschaftliche Dimension des engeren Alpen-Adria-Raums für Kärnten: Mit einem Waren-Exportvolumen im Jahr 2017 von 771 Mio. Euro (+ 5,4 %) ist Italien Kärntens drittwichtigster Exportmarkt. Die Exporte nach Slowenien betrugen im gleichen Zeitraum 306 Mio. Euro (+ 13,6 %), im Ranking der wichtigsten Exportmärkte liegt Slowenien damit an vierter Stelle. Mandl: "Hier passt die Geographie, hier passen die Sprachen und Kulturen. Wir haben viele Gemeinsamkeiten, um auf den Weltmärkten gemeinsam aufzutreten und unserer Region noch mehr Bedeutung zu geben."

Auch Larisa Vodeb, die Leiterin für EU-Programme der slowenischen Wirtschaftskammer, streute der bewährten Kooperation Rosen: "Wir arbeiten alle an den gleichen Herausforderungen für kleine und mittlere Unternehmen, und unsere Rolle ist es, gemeinsam Lösungen für diese Probleme der Betriebe auf dem Markt zu finden." Die EU denke mit der kommenden Programmperiode bereits an künftige Schwerpunktsetzungen, betonte Vodeb: "Deshalb ist es so wichtig, jetzt gemeinsame Projekte aufzusetzen - das wird entscheidenden Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Region haben."

Eine Strategie, die Pierluigi Medeot, der Generalsekretär der Handelskammer für Industrie, Handwerk und Landwirtschaft in Friaul-Julisch Venetien, voll unterstützt: "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit mit Österreich und Slowenien auf einer guten bestehenden Basis weiter zu vertiefen, weitere Kooperationen zu schließen und durch die maßgeschneiderte Unterstützung der KMU noch mehr Wohlstand zu schaffen." Das New Alpe Adria Network of Chambers sei das Instrument zur Umsetzung dieses politischen Willens, den man mit einem gemeinsamen Programm für die nächsten drei bis fünf Jahre vorantreiben wolle. Medeot mit Blick auf das gemeinsame Lehrlingsprojekt: "Dabei sehen wir vor allem die Notwendigkeit, die junge Generation mit einzubinden und zu zeigen, wie wichtig Zusammenarbeit auch vor dem gemeinsamen geschichtlichen Hintergrund ist."

Mit einer Mahnung angesichts aktueller europapolitischer Kontroversen verstärkte Präsident Mandl abschließend die Botschaft der Gemeinsamkeit: Man nehme heute vieles, was in Europa geschaffen worden sei, vielleicht zu selbstverständlich. So habe Infineon, der Kärntner Leitbetrieb, etwa ein Forschungszentrum nahe Triest; dass dazwischen eine Grenze sei, könne man sich kaum mehr vorstellen, ebenso wenig wie lange Grenzwartezeiten nach Slowenien. "Wir sprechen hier als Unternehmer. Wir sind die ersten, die über Brücken gehen, lange bevor sie ein Politiker betritt. Wir sind das Barometer für Stabilität, die uns die Politik erst viel später geben kann. Und wir sind letztendlich verantwortlich dafür, wie unser Lebensstandort aussieht. Diese Aufgabe wollen wir gemeinsam wahrnehmen."

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